Druckschrift 
Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer
Entstehung
Seite
102
Einzelbild herunterladen
 

* *02

II.

Durch eine unabhängige Thätighcit wird ein Weck-fei-Thun, und Leiden beßimmt: dies i(t der zweite Saz,den wir zu erörtern haben. Wir haben

i) diesen Saz überhaupt zu erklären, und feineBedeutung von der des vorhergehenden fcharfzu unterscheiden.

In dein vorigen Satze wurde vom Wechselausgegangen; er wurde, als geschehend,.vorausge-lezt; es war demnach gar nicht von Form dessel-ben , als eines blossen Wechsels (eines Ueberge-hen von einem zum andern), sondern von derMaterie desselben, von den im Wechsel begriffe-nen Gliedern, die Rede. Soll ein Wechfel vor-handen feyn — fo wurde oben im* allgemeinengefolgert — fo muffen Glieder vorhanden feyn,die verwechfelt werden können. Wie find diefamöglich ? — und fo zeigten, wir als den Grundderselben eine unabhängige Thätigkeit auf.

Hier aber wird nicht vom Wechfel aus, son-dern von demjenigen aus was den Wechlel als-Wechfel, und feiner blossen Form nach, als einHeb ergehen von einem zum andern, erft möglichmacht, zum Wechfel fortgegangen. Dort warvom Grunde der Materie, hier ift vom Grundeder Form des Wechsels die Rede. Auch dieserformale Grund des Wechsels soll eine unabhängi-ge Thätigkeit feyn; und diese Behauptung habenyvir hier zu erweisen.

Wir.