Druckschrift 
Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer
Entstehung
Seite
85
Einzelbild herunterladen
 

85

Wechfelbeftimmung überhaupt, als folehe; aberdie Anwendung derselben überhaupt auf dengegenwärtigen Fall wird in Anspruch genommen.)Wie fo eben bewiesen worden.

2) Aber das Ich soll Leiden in lieh fetzen , und insofernThätigkeit in das Nicht-Ich; und umgekehrt: laut' Folgerung aus den oben schlechthin gefeiten Sä-tzen.

Ih Im eilten Satze wird geläugnet, was im zweitenbehauptet wird.

Beide verhalten lieh demnach wie Negation undRealität. Negation und Realität aber werden verei-nigt durch Quantität. Beide Sätze muffen gelten;aber lie muffen beide nur zum Thcil gelten. Siemuffen fo gedacht werden :

l) Das Ich fezt zum Thal Leiden in fich, infofern esThätigkeit in das Nicht-Ich fezt; aber es feztZum "Lheil nicht Leiden in fleh, infofern es Thätig-keit in das Nicht-Ich fezt: und umgekehrt.

o) Das Ich fezt nur zum Taeil Leiden in das Nicht-Ich,infofern es Thätigkeit in das Ich., und zum Taeilnicht Leiden in das Nicht-Ich, infofern es Thätig-keit in das Ich fezt. (Das würde aufgeftell-termaafsen heiffen : Es wird eine Thätigkeit

in das Ich gefezt, der gar kein Leiden imNicbt-Ichentgegen, gefezt wird, und eine Thätigkeit indas Nicht-!cli, der gar kein Leiden im Ich ent-gegengefezt wird. Wir wollen (liefe Art derThätigkeit vor der Hand unabhängige Thätig-keit nennen, bis wir fle näher kennen lernen.

F 2

III.