Druckschrift 
Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer
Entstehung
Seite
37
Einzelbild herunterladen
 

3 ?

von welcher wir aber, infofern fie Handlung ift,abftrahiren, und blofs das Produkt derselben, dasEntgegengefezte, auffuchen. Wir miiflen dem-nach bey jedem Satze von Aufzeigung Entgegen-gefezter, welche vereinigt werden tollen, aus-gehen. Alle aufgeftellten Synthefen sollen inder höchsten Synthefis. die wir eben vorgenom-men haben, liegen, und sich aus ihr entwickelnlallen. Wir haben demnach in den durch fie ver-bundenen Ich und Nicht-Ich, insofern fie durchdieselbe verbunden find, übriggebliebene entge-gen gefezte Merkmahle aufzufuchen , und fie durcheinen neuen Beziehungsgrund, der wieder in demhöchften aller Beziehungsgründe enthalten feynmufs, zu verbinden: in den durch diele erfteSynthefis verbundenen Entgegengefezten abermalsneue Entgegengefezte zu suchen, diele durch ei-nen neuen, in dem erft abgeleiteten enthaltenenBeziehungsgrund zu verbinden; und dies fortzu-fetzen , fo lange wir können; bis wir auf Entge-gengefezte kommen, die fich nicht weiter voll-kommen verbinden lallen, und dadurch in das Ge-biet des praktischen Theils übergehen. Und foist denn unser Gang feft und sicher und durch dieSache felbll vorgeschrieben, und wir können imvoraus willen, dafs wir bey gehöriger Aufmerk-samkeit auf unfern Weg gar nicht irren können.

7 ) So wenig Antithefis ohne Synthefis, oder Synthe-fis ohne Antithefis möglich ift; eben fo wenig findbeide möglich ohne Thefis: ohne ein Setzen

schlechthin, durch welches ein A (das Ich) keinemC 5 an-