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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
181
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Barthelemy und Mery

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Haupte, derb und behende, in reichem, wiewol volksthümlichem Gewände, mehrscherzend als verhöhnend, aber muthig Jeden beim Namen nennend und dem Ver-spotteten trotzig ins Auge schauend. DieSiNenuos, epitres - sattes Zur le(lix-neuvieme siecle"(1825), an Sidi Mohammed gerichtet, der als Gesandter desBeys von Tunis der Krönung Karls X. beiwohnte, wurden nicht mit ungeteiltemBeifall aufgenommen; Manche fanden sie zu roh, Andere warfen den jungenDichtern vor, Boileau's Schule verlassen zu haben. Sie hatten für ihren Erst-lingsversuch lange vergebens einen Verleger gesucht, und auch für ihre nächste Sa-tyrs:i-Ä Villäliacke", bot ihnen ein Buchhändler nur 100 Francs. Die Dichterließen sie auf eigne Kosten drucken und verkauften 16 Auflagen zu 50,000 Exempl.Von 1825 28 erschienen nach und nach:0es losiiitos",Home ü Uaris",0a?e^roimeiüe",0a (lordiereiüe",0e congies cies mimstres",llne sei-ree cbes j^ronnet" und0a censure". Vier Tage vor der Auflösung des Mi-nisteriums Villele kamen die^clieux aux mmistres" heraus. Unter Martignac,einem eleganten und redlichen Hofmanne mit süßlicher Beredsamkeit und geschmeidi-gen Formen, der es mit seinem Vermittelungsfystem aufrichtig meinte, gab es wenigStoff zur Satyre. MitNapoleon eu L^pte" (1828; deutsch von G.Schwab,Stuttgart 1829) traten die beiden Dichter in ein neues Feld und gaben der fran-zösischen Literatur den glücklichsten Versuch in der historischen Gattung, den sie bisjetzt besitzt. Wahrend M. eine Reise nach Griechenland unternahm, ging B. nachWien, um jenes Gedicht dem Herzoge von Reichstädt zu überreichen; aber vergeb-lich waren seine Bemühungen, vor den Prinzen zu kommen. Nach seiner Rückkehrbeschrieb er die Geschichte dieses verunglückten Versuches und die Gefühle, die beidem Anblicke des Prinzen im Theater seine Seele bewegt hatten, in dem Gedichte:0,6 LIs cle l'üomme, on souvemrs (je Vieime". Die Polizei ließ es sogleich inBeschlag nehmen; aber eine alsbald in Brüssel veranstaltete Ausgabe, welche einigein dem pariser Abdrucke weggelassene Stellen ergänzte, wurde verbreitet, ehe die ge-richtliche Verfolgung des Dichters und Druckers begann. Die nächste Behörde,bei welcher die Beschwerde gegen den Dichter vorgebracht wurde, entschied zwar, dievon dem königlichen Anwalt als strafbar bezeichneten Stellen gäben keinen Grundzur Anklage; ein Beschluß des königlichen Gerichtshofes aber erklärte den auf dasGedicht gelegten Beschlag für gültig und wies die Angeklagten vor das Zuchtpolizei-gericht zu Paris. In der Gerichtssitzung am 29. Iul. 1829, welcher zahlloseZuschauer beiwohnten, wurden von dem königlichen Anwalt die Stellen des Ge-dichtes vorgetragen, welche die Anklage beweisen sollten, daß der Dichter sich einenAusruf an die Usurpation, eine Einladung an fremde Kriegerscharen, eine Auffo-derung zum Umstürze des Thrones erlaubt habe. Er bezeichnete die einleitendenZeilen des Gedichts als höhnischen Trotz und strafbare Ironie und stützte seine Be-schuldigung besonders auf die Stelle, wo der Dichter in der Voraussetzung, daßfeindliche Heere sich Frankreichs Grenzen nahten, und in den fremden Scharen

lilllomme au päls visags, ellravsot mvtLore,

Veuaic on uu llunbeau ^riooloi-H

und die Stimme auf das jenseitige Rheinufer hinüberschallte, wie die Posaune imThale Josaphat, so könnte diese Stimme wol die Gebeine eines Kriegervolks er-wecken. Als der Anwalt seine Anklage zu begründen versucht hatte, erhob sich B.und las eine geistreiche Verteidigung in Versen vor, worin er gerade ein Jahrvor dem entscheidenden Iuliustage mit boshaftem Spott sagt, eine Zeit von14 ruhigen Iahren habe die Monarchie befestigt, und wenn in der ersten Zeitnach der Rückkehr Ludwigs, desunerwarteten Retters", ein magisches Phantom amUser des Rheins hätte beunruhigen können, so sei nichts zu fürchten in den Tagen,wo ein beruhigtes Volk und ein König frei von Mistrauen einen festen Bund ge-schlossen hätten-