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Das alte Gespenst in unsern Tagen neu aufgeführt von F. Ellendorf in der Schrift: Ist Petrus in Rom und Bischof der Römischen Kirche gewesen? Darmstadt 1841
Entstehung
Seite
84
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Auf diese Zeugnisse, die Ellendorf nicht ausgeho-iben hat, weil sie zu schlagend sind, läßt sich nichtsVernünftiges erwidern; darum kommt Ellendorf wie-der mit seinen Apocryphen angerückt. „Man siehtes, Tertullian hat Apocryphen gelesen, und ihnengeglaubt; seine Angaben über die Apostel sind ausihnen geschöpft." Wahrlich, wenn wir früher oft Ge-legenheit hatten, das sonderbare Gefühl, den schwa-chen Verstand, und das kurze Gedächtniß Ellendorfszu bewundern, werden wir jetzt auch sein wunderli-ches Gesicht anstaunen müssen. Nimmt man diesAlles zusammen, so wird man in Versuchung geführt,zu zweifeln, ob Ellendorf ein wahrer Mensch sey,denn er fühlt anders, als andere Menschen, er siehtanders, er liest anders, er denkt anders rc. „KeinKirchenvater hat vor ihm diese Sachen berichtet;Tertullian ist der erste," da wir doch so eben dasNemliche von Dionysius und Casus gehört haben.

Noch von einer andern Seite sucht Ellendorfdas Ansehen Tertullians zu schwächen. Auch diesenAngriff wollen wir beseitigen. Tertullian berichtetin der eben bezogenen Stelle aus der Schrift cke^irrreseript. daß der Apostel Johannes zu Nom in-ei« Faß von siedendem Oel geworfen und, als er-unverletzt geblieben, auf die Insel Patmos ver-bannt worden sey. Ellcndorf schreibt dies Nero zu,da Tertullian und Hieronymus erzählen, es sey un-ter Domitian geschehen. „Aber das ist nach Ellen-dorf etwas ganz Neues; keiner der Väter hat vorherdavon gemeldet, es ist offenbar eine Dichtung." —.Nun bezieht sich aber Hieronymus in Betreff dieser