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Das alte Gespenst in unsern Tagen neu aufgeführt von F. Ellendorf in der Schrift: Ist Petrus in Rom und Bischof der Römischen Kirche gewesen? Darmstadt 1841
Entstehung
Seite
46
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Will man der Ansicht des vr. Hug, der in derWagschalc der biblischen Kritik gewiß mehr Gewichthat als Ellendorf, folgen, so dienten die zwei BriefePetri besonders dazu, um das Obers,irtcnamt dessel-ben zu beweisen. Denn nach l)>. Hug hat Petrusdie asiatischen Provinzen nicht gesehen, sie lagen indem Bcrufsumfangc des Paulus, der sie bereist, un-terrichtet, und auch in der Entfernung, in seinem Ge-fängnis; nicht aus den Augen verlort» hat. Wennnun irgend ein dringendes Bedürfnis; die Dazwischen-kunft des Petrus, seinen Trost oder seine Belehrungerheischte, so waren es die Briefe seines ehrwürdigenAmtsgenosscn, die ihm in einen; solchen Falle dieWeisung für sein Benehmen an die Hand gebenkonnten. *)

Nach dieser Ansicht wären die beiden Briefe Pe-tri freilich nicht Encyclikcn für die ganze Christenheit,aber doch Obcrhirtcnbriefc, für die von Paulus or-ganisirten Gemeinden.

Ob durch den Ausdruck: Es grüßet euch diemiterwähltc Gemeinde in Babylon, nachder Meinung vieler alten Kirchenväter das heidnischeNom zu verstehen sey, oder nach der Ansicht vielerneuen Ausleger das berühmte Babylon am Euphrat,oder das in Aegypten, macht uns kein Hindernis'.Wenn Ettendorf das Neue liebt, so kann er dadurchnn't Jul. Pot.**) die Frau des h. Petrus verstehen,die zu Babylon verweilte. lieber Silas odcr Sil-

») Einleitung, Ik. 4O4.

Lxist. eatt». II. PNZ. tl>4.