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Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
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liegt aber hier vielleicht öfter in der Beschaffenheit, als in der Anzahl der Dienenden. Man bezahltbesser, um besser bedient zu sein, und wird dieses mehr durch die Geschicklichkeit, als durch dieAnzahl des Gesindes. Wie der Trofs unbeholfener und unzuverlässiger Bedienung, womit der Orientprunkt, im Abendlande vor der höheren Bildung schwindet, welche den Menschen besser zu brauchenversteht: so bewirkt auch bei uns noch fortdauernd die Veredelung der Sitten eine Verminderungder Anzahl und eine Verbesserung der Beschaffenheit des Gesindes. Wahrscheinlich hat in keinemTheile des preufsischen Staates die Ablösung der gutsherrlichen Dienste und Lasten einen wirksame-ren Einllufs auf die Verbesserung der bäuerlichen Wirthschaften gehabt, als in den vormals polni-schen Landestlieilen; und es dürfte hieraus wohl erklärlich werden, weshalb die Regierungs-BezirkePosen, Bromberg und Marienwerder sich so bedeutend durch eine Vermehrung des Gesindes seitden letzten neun Jahren auszeichnen. In den westlichen Provinzen war die Vermehrung des Gesin-des mehrentheils geringer, als in den östlichen. In den vier nordöstlichen Regierungs-Bezirken der-selben, nämlich Minden, Münster, Arnsberg und Düsseldorf, scheint sogar ein Beharrungszustand ein-- getreten zu sein, worin nur noch kleine Schwankungen auf- und abwärts stattlinden: so hatten na-mentlich Münster und Düsseldorf kleine Verminderungen, Minden und Arnsberg kleine Vermehrun-gen des Gesindes, während des hier betrachteten neunjährigen Zeitraums. In den vier südwestlichenRegierangs-Bezirken Köln, Koblenz, Trier und Aachen fand gleichzeitig zwar eine entschiedene,doch viel geringere Vermehrung des Gesindes statt, als in den östlichen Provinzen des Staats: auchberuhte dieselbe auf einer Vermehrung nicht des ländlichen, sondern des städtischen Gesindes. Esist indefs bei der Betrachtung solcher Einzelnheiten nicht zu übersehen, dafs die Aufnahmen in die-sen zwei um neun Jahre verschiedenen Zeiträumen in vielen Fällen von verschiedenen Personen, undwahrscheinlich auch nach verschiedenen Ansichten gemacht worden sind. Wie bestimmt auch im All-gemeinen der Begriff des Gesindedienstes aufzufassen sein möchte: so kann bei der grofsen Mannig-faltigkeit der persönlichen Verhältnisse, und den zahlreichen Abstufungen, wodurch dieselben in ein-ander übergehen, keinesweges verbürgt werden, dafs nicht zu der einen Zeit Personen als in Ge-sindediensten stehend verzeichnet worden sind, welche zu der anderen für Gehülfen oder Familien-glieder angesehen wurden. Nur durch die unausgesetzte Sorgfalt der Regierungen können die Ta-bellen auch in dieser Beziehung zuverlässiger und zu fruchtbaren Folgerungen aus der Vergleichungder Veränderungen in längeren Zeiträumen brauchbarer werden.

Das bei weitem wichtigste und unentbehrlichste aller Gewerbe besteht in der Benutzung des Bo-dens, um daraus die Bedürfnisse des menschlichen Lebens zu gewinnen. Diese Bedürfnisse sindallerdings sehr verschieden nach der Bildungsstufe, worauf die Menschen stehen: das Unentbehrlichsteist jedoch überall Nahrung; nächst dieser Kleidung und Wohnung, woran sich ferner die mannigfal-tigen Anforderungen der fortschreitenden Bildung anschliefsen. Der bei wcitcm gröfste Theil derGewächse, welche der Boden freiwillig hervorbringt, wird dein Menschen nur dadurch nützlich, dafser Thiere ernährt, die mannigfaltigen menschlichen Zwecken dienen. Aber auch wo der Mensch denBoden anbaut, um durch unmittelbare Verwendung der Erzeugnisse desselben seine Bedürfnisse zubefriedigen, wird die Erhaltung der Ertragsfähigkeit, und noch mehr die Erhöhung derselben, meh-rentheils bedingt durch die Anwendung thicrischer Kräfte und thierischen Düngers. In allen diesen

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