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Uebcrsichtlich nacli den Provinzen ergiebt sich hieraus Folgendes. Es hatten
in den Provinzen
Druckereien
Pressen
es kamen also auf eineDrnckerpresse Einwohner
Preufscn . . . .
... 33
69
31201
Posen.
. . . 8
23
50857
Brandenburg . .
. . . 61
224
7774
Pommern . . .
. . . 14
31
31945
Schlesien ....
. . . 50
123
21784
Sachsen ....
... 79
154
10157
Westfalen . . .
. . . 44
80
16581
Rheinprovinz . .
. . . 112
236
10482
im ganzen Staate wie
vorhin 401
940
14998
In der Provinz Brandenburg ist es augenscheinlich die Schriftstellerei und der Bücherverlag, welchesich in der Hauptstadt Zusammenhängen, was die verhältnifsmäfsig grofse Anzahl von Druckerpressenbeschäftigt. In der Provinz Sachsen erzeugt tlieils der Buchhandel und literarische Verkehr von Halleund Magdeburg, theils der beträchtliche Absatz von Wochenblättern und Gelegenheitsschriften in denunteren Regionen des Mittelstandes, und bis zum Handwerker und wohlhabenden Bauer herab, denbeträchtlichen Verbrauch von Druckerarbeit. In der Rheinprovinz und zum Theil auch in Westfa-len werden besonders viel Zeitungen und Flugschriften gelesen, und dadurch hauptsächlich die vielenPressen beschäftigt. Die 235 Druckereien in den beiden westlichen Provinzen und in Sachsen habenzusammen 470 Pressen; es kommen mithin durchschnittlich zwei Pressen auf eine Druckerei, undes besteht daher gewifs ein grofser Theil derselben aus kleinen Anstalten. Dagegen haben die 61Druckereien der Provinz Brandenburg 224 Pressen, und es kommen daher durchschnittlich auf dreiDruckereien eilf Pressen, also auf eine Druckerei beinahe vier. Dieses deutet offenbar auf grö-l'sere Anstalten, welche mit weniger Unterbrechung betrieben werden, und bei der gleichen Zahl vonPressen weit mehr Arbeit liefern. Schlesien hat auch eine grofse Anzahl von Wochenschriften, aberder Absatz der meisten scheint sehr beschränkt zu sein, wahrscheinlich weil die niederen Volksklassenschon beträchtlich weniger wohlhabend sind, als in Sachsen; indessen bleibt es immer auffallend, dal’sSchlesien im Verhältnisse seiner Volkszahl nur halb so viel Druckerpressen hat als Sachsen.
Die Zahl der Buchdruckereien und ihrer Pressen hat sich in wenigen Jahren sehr beträchtlichvermehrt. Der preuTsische Staat hatte
zu Ende der Jahre
Buchdruckereien
mit Pressen
1819
240
516
1822
255
580
1825
280
693
1828
305
726
1831
327
709
1834
399
875
1837
401
940