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Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
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in (len Provinzen

Schankwirthschaften

t

also auf hunderttausend Ein-wohner durchschnittlich

Preufsen . . .

. 6523

303

Posen . . . .

..... 4671

399

Brandenburg. .

. 5536

318

Pommern . .

.1923

194

Schlesien . . .

. 8864

331

Sachsen . . .

. 4921

315

Westfalen . .

.6413

483

Rheinprovinz

. 16870

682

in dem

ganzen Staate 55721

395

Eine sehr auffallende Erscheinung- ist die verhältuifsmäfsig grofse Anzahl der Schankwirthschaftenin der Rheinprovinz: sie hat deren auf die gleiche Einwohnerzahl mehr als doppelt so viel, als dieProvinzen Brandenburg, Schlesien und Sachsen. Insbesondere kam eine Schankwirthschaft

im

Reg. Bez.

Düsseldorf auf 132

Einwohner

»

»

Aachen

» 137

»

»

»

Köln

» 153

»

»

»

Koblenz

» 154

»

M

M

Trier

>. 172

»

Es scheint hiernach, dafs die fabrikreichsten Theile der Provinz verliältnifsmäfsig die meisten Schank-wirthschaften hatten. Diese Yermuthung bestätigt sich durch die Verhältnisse, welche in dieser Be-ziehung in der Provinz Westfalen bestehen, wo zwar auf die gleiche Zahl Einwohner sehr viel we-niger Schankwirthschaften, als in der Rheinprovinz, aber doch noch bei weitem mehr kamen, als inirgend einer anderen der übrigen sechs Provinzen des preufsisclien Staats. Die drei Regierungs-Bezirke, woraus die Provinz Westfalen besteht, hatten nämlich Schankwirthschaften in einem sehrverschiedenen Verhältnisse. Es befand sich eine Schankwirthschaft’

im Reg. Bez. Arnsberg auf 154 Einwohner»> >> Münster » 196 »

» » Minden » 388 »

Nur aus der Zusammensetzung dieser so sehr verschiedenen Verhältnisse geht der mittlere Durch-schnitt hervor, wonach die Provinz Westfalen auf eben dieselbe Einwohnerzahl zwölf Schankwirth-schaften hat, worauf die Rheinprovinz deren siebzehn enthält. Der Regierungs-Bezirk Arnsberginsbesondere steht den Reg. Bezirken Köln und Koblenz in dem Verhältnisse der Schankwirthschaftenzu der Einwohnerzahl ganz gleich: seine westliche Hälfte giebt bekanntlich an Fabrikthätigkeit dennächst anliegenden Theilen der Rheinprovinz kaum etwas nach, wogegen der östliche Theil nur we-nig Fabrikation besitzt. Sehr viel geringer ist die gewerbliche Thätigkeit im Reg. Bezirke Münster,der auch nur drei Schankwirthschaften für dieselbe Einwohnerzahl hatte, worauf der Reg. Bez. Arns-berg deren noch beinahe vier enthielt. Ganz abweichend hiervon ist das Verhältnifs des Reg. Be-zirks Minden, welcher auf dieselbe- Einwohnerzahl nur halb soviel Schankwirthschaften hatte, als der