183
in (len Provinzen
Schankwirthschaften
t
also auf hunderttausend Ein-wohner durchschnittlich
Preufsen . . .
. 6523
303
Posen . . . .
..... 4671
399
Brandenburg. .
. 5536
318
Pommern . .
.1923
194
Schlesien . . .
. 8864
331
Sachsen . . .
. 4921
315
Westfalen . .
.6413
483
Rheinprovinz
. 16870
682
in dem
ganzen Staate 55721
395
Eine sehr auffallende Erscheinung- ist die verhältuifsmäfsig grofse Anzahl der Schankwirthschaftenin der Rheinprovinz: sie hat deren auf die gleiche Einwohnerzahl mehr als doppelt so viel, als dieProvinzen Brandenburg, Schlesien und Sachsen. Insbesondere kam eine Schankwirthschaft
im
Reg. Bez.
Düsseldorf auf 132
Einwohner
»
»
Aachen
» 137
»
»
»
Köln
» 153
»
»
»
Koblenz
» 154
»
M
M
Trier
>. 172
»
Es scheint hiernach, dafs die fabrikreichsten Theile der Provinz verliältnifsmäfsig die meisten Schank-wirthschaften hatten. Diese Yermuthung bestätigt sich durch die Verhältnisse, welche in dieser Be-ziehung in der Provinz Westfalen bestehen, wo zwar auf die gleiche Zahl Einwohner sehr viel we-niger Schankwirthschaften, als in der Rheinprovinz, aber doch noch bei weitem mehr kamen, als inirgend einer anderen der übrigen sechs Provinzen des preufsisclien Staats. Die drei Regierungs-Bezirke, woraus die Provinz Westfalen besteht, hatten nämlich Schankwirthschaften in einem sehrverschiedenen Verhältnisse. Es befand sich eine Schankwirthschaft’
im Reg. Bez. Arnsberg auf 154 Einwohner»> >> Münster » 196 »
» » Minden » 388 »
Nur aus der Zusammensetzung dieser so sehr verschiedenen Verhältnisse geht der mittlere Durch-schnitt hervor, wonach die Provinz Westfalen auf eben dieselbe Einwohnerzahl zwölf Schankwirth-schaften hat, worauf die Rheinprovinz deren siebzehn enthält. Der Regierungs-Bezirk Arnsberginsbesondere steht den Reg. Bezirken Köln und Koblenz in dem Verhältnisse der Schankwirthschaftenzu der Einwohnerzahl ganz gleich: seine westliche Hälfte giebt bekanntlich an Fabrikthätigkeit dennächst anliegenden Theilen der Rheinprovinz kaum etwas nach, wogegen der östliche Theil nur we-nig Fabrikation besitzt. Sehr viel geringer ist die gewerbliche Thätigkeit im Reg. Bezirke Münster,der auch nur drei Schankwirthschaften für dieselbe Einwohnerzahl hatte, worauf der Reg. Bez. Arns-berg deren noch beinahe vier enthielt. Ganz abweichend hiervon ist das Verhältnifs des Reg. Be-zirks Minden, welcher auf dieselbe- Einwohnerzahl nur halb soviel Schankwirthschaften hatte, als der