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Die Bevölkerung des preussischen Staats : nach dem Ergebnisse der zu Ende des Jahres 1837 amtlich aufgenommenen Nachrichten in staatswirtschaftlicher, gewerblicher und sittlicher Erziehung
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reu auch weniger, weil fast durchgängig Brod aus blos geschrotenera Getreide gebraucht wird. DieProvinz Posen bedarf vielleicht deswegen sogar noch mehr Mahlwerk, als Brandenburg und Pom-mern, weil der Verbrauch der Kartoffeln, wenn auch schon beträchtlich, doch noch minder verbreitetist, und dagegen Graupe und Grütze häufiger verspeist -werden. Die meisten Mahlgänge im Ver-hältnisse der Einwohnerzahl haben die Provinzen Schlesien und Sachsen: den vorzüglichsten Antlieilan dieser Erscheinung dürfte die Sorgfalt haben, weiche hier auf die Mühlenerzeugnisse verwendetwird; es bedarf allerdings sehr viel mehr Zeit, um das Meid so rein aus dem Getreide zu bringen,wie es in diesen Provinzen zu geschehen pflegt. Besonders ist Sachsen seit langer Zeit wegen derVorzüglichkeit seines Mahlwerks belobt. Auch ein Theil der Rheinprovinz zeichnet sich durch vor-zügliche Mühlenerzeugnisse aus, wobei sie jedoch durch die Beschaffenheit ihres Getreides sehr be-günstigt wird.

An den Verkehr mit gemahlenem Getreide schliefst sich zunächst der Kleinhandel mit gemeinenLebensbedürfnissen überhaupt, oder die sogenannte Hökerei. Nach der Aufnahme zu Ende des Jah-res 1837 befanden sich

es kamen also auf 100000 Ein-

in den Provinzen Viktualienhändler oder Ilöker wolmer durchschnittlich

Preufsen .. 5631 261

Posen. 2984 , 255

Brandenburg. 6033 346

Pommern. 2315 234

Schlesien. 8961 334

Sachsen. 6969 446

Westfalen. 5567 420

Rheinprovinz. 8329 337

der ganze Staat 46789 332

Es scheint kaum möglich, einen befriedigenden Grund für die verhältnifsmäfsig gröfsere oder gerin-gere Anzahl der Höker in den verschiedenen Provinzen anzugeben. Es könnte versucht werden an-zunehmen, dafs die Vermittelung zwischen den Erzeugern und Verzehrern der gemeinsten Lebens-bedürfnisse in dem Maafse notliwendiger werde, worin sie entfernter von einander wohnen. Hier-nach würden die Provinzen im Verhältnisse ihrer Einwohnerzahl um so mehr Höker bedürfen, jegröfser der Theil der Bevölkerung ist, welcher in den Städten wohnt. Aber damit ist nicht verein-bar, dafs Schlesien verhältnifsmäfsig fast eben so viel Höker hat, wie die Provinz Brandenburg, undWestfalen nicht viel weniger als Sachsen. Sitten und Gewohnheiten, deren Ursprung nachzuweisenaufser den Gränzen dieser Betrachtungen liegt, dürften hier zunächst wirksam geworden sein.

Obwohl die Schankwirthschaften in den Gewerbetabellen nicht unter den Handelsgewerben auf-geführt sind: so stehen sie doch ihrem Wesen nach der Hökerei ganz nahe, indem die Grundlagederselben der Einzeln-Handel mit Getränken ist, woran sich nur noch das Darbieten eines Lokalszum Genüsse derselben anschliefst. Nach der Aufnahme zu Ende des Jahres 1837 befanden sich