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Jahres hindurch hinreicht, sie im Gange zu erhalten. Der bei weitem grüfste Theil der Windmüh-len besteht ebenfalls aus der allerdings wohlfeilsten, aber auch wenigst wirksamen Art dieser Ma-schinen; nämlich aus Mühlen, wo das ganze Gebäude auf einem Zapfen ruht, und um denselben be-weglich ist; es liegt in der Natur der Sache seihst, dafs ein solches Gebäude der Kraft des Windesnicht so viel Widerstand leisten kann, wie die holländischen Windmühlen, welche bei sehr verschie-dener Bauart darin Übereinkommen, dafs der bewegliche Theil derselben auf einer breiten Unterlageund nicht blos auf einem einfachen Zapfen ruht. Es kann daher auch eine Bockmühle nicht daraufeingerichtet werden, eine so grofse Kraft des Windes zu benutzen, wie cs die holländische Mühlevermag. Die Kraft des Windes ist nicht so anhaltend und ausdauernd, wie die Kraft des lliefsendenWassers: es ist daher in den nachstehenden Betrachtungen angenommen worden, dafs ein Mahlgang,welcher vom Winde getrieben wird, durchschnittlich nur halb so viel leiste, wie ein Mahlgang aufeiner Wassermühle. Um dieses richtig zu finden, wird man Mühlen mit geringem Wasserzuilussemit Windmühlen von schlechter Bauart, oft auch noch in ungünstigen Lagen, und die Mühlen, wel-chen es nie an reichlichem Zuflüsse mangelt, mit Windmühlen von vorzüglicher Bauart und in wei-ten offenen Ebenen zu vergleichen haben. Die Rofsmühlen haben gröfstentheils nur einen Mahl-gang, und sind mehrentheils nur bestimmt, um den Bedarf grofser mit Brauereien verbundener Land-wirthscliaften zu bestreiten: sie sind daher bei weitem nicht fortwährend im Gange,’und es ist wahr-scheinlich hinreichend, sie der Wirkung nach nur den Mahlgängen auf Wind gleich zu schätzen.Mahlmühlen, welche mit Dampfkraft betrieben werden, bestehen nur noch sehr vereinzelt: sic dienenwohl gröfstentheils für den Mehlhandel, und sind deshalb unausgesetzt im Gange. Unter diesen Um-ständen kann ihre Wirksamkeit wenigstens auf das Anderthalbfache der Wassermühlengänge ange-schlagen werden, wie letztere sich oliugefähr im Durchschnitte stellen; indem sie solchen Wasser-mühlengängen gleich zu setzen sind, w r elclie das ganze Jahr hindurch hinreichendes Wasser haben.Werden hiernach die Mahlgänge, welche sich in Wind-, Rofs- und Dampfmühlen befinden, auf dieAnzahl von Wasser getriebener Mahlgänge zurückgeführt, welcher sie an Kraft durchschnittlich gleichzu schätzen sind: so erhält man folgende Uebersicht der Versorgung der Provinzen mit Getreide-mühlen. Es hatten nämlich hiernach
: Provinzen
Mahlgänge nach der angegebenenReduktion
auf hunderttausend Einwohnerkamen demnach Mahlgänge
Preufsen . .
133
Posen . . .
. 2203
188
Brandenburg .
.3143
180
Pommern . .
.1666
168
Schlesien . .
...... 7464
279
Sachsen . .
.4314
276
Westfalen
.. . 2836
214
Rheinprovinz
. 5761
235
der ganze Staat 30242
214
Die Provinz Preufsen ist hiernach am schwächsten mit Getreidemühlen versorgt: sie bedarf aber de-