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Was waren die Paulettes in Frankreich?
JSei Gelegenheit, dass scharfer Tadel über Herrn Hanse-mann ausgesprochen wurde, war auch die Rede von denPaulettes, und was eigentlich die Paulettes gewesen wären.
Aus den Ritter/.eiten von Frankreich waren alle Aem-ter erloschen, wenn der König starb. Denn in den ältestenZeiten der Monarchie wurden die Aemter nur vergeben aufden beliebigen Widerruf des Königs. Sobald also der Königtodt war, erloschen die Staatsämter.
Ludwig XI. crliess durch eine Verordnung vom Jahre1467, dass alle Beamten nicht anders, als durch freiwilligeNiederlegung, oder durch Urthcil und Recht entlassen wer-den sollten.
Ob Ludwig XI. den Anfang gemacht hat die Finanz-und Justizstellen zu leihen, wie in der Encyklopedie vonBrock haus behauptet wird, scheint nicht gewiss zu scyn,aber sicher ist es, dass Ludwig XII. zu diesem Mittel griff,um Geld zu einem Feldzuge nach Italien zu erhalten.
Unter den Regierungen Franz I., Franz II., Karl IX.und Heinrich III. wurde dieses Verfahren fortgesetzt, ob-gleich die Reichsstände und die Parlamente Vorstellungendagegen machten.
Unter Heinrich IV. wurde die Verkäuflichkeit derAemter erst recht befestigt, als durch eine Verordnung vom