Druckschrift 
Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
860
Einzelbild herunterladen
 

86V

Eschwege

Artilleriediviston, wohnte der Schlacht von Vimieira bei und wurde zu verschiedenengefahrlichen Austragen benutzt, die er mit Glück ausführte. Als die Franzosen nachdem Abschlüsse der Capitulation von Cintra das Land verlassen hatten, kehrte E.wieder zu seiner einsamen Berghütte zurück. Die Ruhe wahrte jedoch kaum einenMonat, da die Franzosen von Neuem in Portugal einrückten. E. übernahm esjetzt freiwillig, die Verschanzungen an den Ubergangen des Rio Zezere zu errich-ten und dieselben mit 600 Mann Landsturm zu vertheidigen. Er wurde darauf zuAnfang 1809 dem Vrigadiergeneral von Wiederhold als Ingenieur beigegeben,welcher beaustragt war, die schicklichsten Positionen zur Verteidigung der Haupt-straße von Spanien durch das Centrum von Portugal auszuwählen, und E.erhielt die Anweisung, die Plane dazu zu zeichnen. Die damals in Portugalüberhandnehmende Anarchie, deren Opfer der erste commandirende GeneralBernardin Freire nebst seinem ganzen Generalftab wurde, setzte auch die, in derArmee befindlichen deutschen Offiziere, die man als Ausländer für Verräthechielt, der Gefahr aus, ermordet zu werden. E. suchte sich deshalb mit seinenLandsleutcn vor dem ihnen drohenden Untergange durch eine schleunige Flucht zuretten und kehrte bei Nacht und auf einsamen Gebirgswegen ins Hauptquartierzurück. Alle Ausländer bei der Armee erhielten darauf Befehl, sich nach Lissabonzu begeben. Daselbst angelangt, fand E. eine Auffoderung vom Könige, nachBrasilien zu kommen, wohin er sich auch im Febr. 1810 mit drei Bergleuten ein-schiffte. Wegen seiner militairischen Auszeichnung in Portugal und vornehm-lich, weil er ein eifriger Beförderer der Revolution gegen die Franzosen gewe-sen war, wurde E. nach seiner Ankunft in Rio Janeiro zum Major bei demIngenieurcorps ernannt. Bald darauf mußte er auf Veranlassung der Re-gierung einige bergmännische Reisen im Innern des Landes unternehmen, und er-hielt zugleich die Stelle eines Direktors des königlichen Mineraliencabinets, mit demdas Amt eines Professors der Mineralogie verbunden war, welches E. jedoch ablehnte.Man sandte ihn 1811 nach der Provinz Minas Geraes nicht allein zu bergmänni-schen Untersuchungen, sondern hauptsächlich zur Anlegung von Eisenhütten undEröffnung einer Bleimine am Abaete. E. betrieb die Anlegung der erstem miteinem solchen Eifer, daß bereits 1812 die erste Hütte bei Congonhas da Campozu Stande kam und das vortrefflichste Eisen lieferte. E. hat sonach das unstreitignicht geringe Verdienst, die erste Eisenhütte in Brasilien überhaupt errichtet zu ha-ben, was im Lande selbst freilich auch Veranlassung zu manchem Handwerks-neid gab. Während der 10 Jahre feines Aufenthalts in der Provinz MinasGeraes erstanden außerdem noch 28 andere kleine Eisenhütten, die nach E.'sModell und unter seiner Leitung gegründet wurden. Er wurde 1817 zum Ge-neraldirektor aller Goldbergwerke Brasiliens ernannt und war hier der Erste, wel-cher dabei die nassen Pochwerke einführte. Außer den berg- und hüttenmänni-schen Arbeiten wurde er jedoch auch zu vielen andern Commissionen gebraucht,z. B. zu Anlegung neuer Straßen, zur neuen Grenzbestimmung zwischen denProvinzen Minas Geraes und Goyaz, zur Einrichtung einer königlichen Stutereiu. dgl. Auch zur Verbreitung der Civilisation unter den wilden Völkerstämmenwirkte er eifrig mit, indem er bei dieser Gelegenheit auch einen feindlichen'Aug ge-gen die menschenfressenden Botecudos mit unternahm. Besonders aber beschäf-tigte ihn noch eine freiwillig übernommene Arbeit, zu der ihn seine vielen Reisenvornehmlich befähigten, nämlich eine neue Karte von der Provinz Minas Geraesund einem Theile der angrenzenden Provinzen Rio de Janeiro und S.-Paulozu liefern, welche auch nach elfjähriger Arbeit glücklich vollendet wurde und1831 auf Veranstaltung seines Freundes von Martius, mit Hinzufügung desostlichen Theils, in vier Blättern zu München erschienen ist. E. wünschte1821, von Sehnsucht nach seinem Vaterlands getrieben, nach Europa zu-

?L»!L-

KS»

aus Ungar"

Grosse ^

«ch Portugal zurck">

Rechte eWiexh^-

chMinmzurU'

WMys ,.mtWehalwng

Heil. Ec ginM

dn n sich bei seiner letzten An>

Mmmichdurch die Niederw M Steile, welche E.

WM

w M erfolgten TodeTrade besessen hatte, durch mahauch die Regentin begünstiÄ endlich mit der Ankunft Z

zman

, E. seiner Stelle alsAndern zu geben, der schon lbWtnissen des Landes koniMs Äs Oberst um seinen llrla

dmrMchAzuEnde 1830

»ML

KW- st.« !«

neue

größten

.Mn E

MV"

^etorawk ^ de

war

seil 180

ector

>3derz

MKS