'dg
Eschwege
859
''tzß'
^K!>>
.j.
VVMtzMzZN^MdidüzchziihWIDMlMsiM,^
°?56
.lUM 1l!
idlMslü!Ä!> ^ i.!..,W
gelhardt in jenem Reisewerke die geognostische Beschaffenheit der Küsten von Cali-sornien, der Insel Unalaschka und der Beringsstraße. Die von ihm gesammeltenMineralien schenkte er nach seiner Rückkehr der Universität Dorpat, wo er als Pro-fessor der Arzneiwissenschast und Direktor des zoologischen Cabinets angestelltwurde. Als Kotzebue 1823 mit dem Schiffe Predpriatie auf Befehl der russi-schen Regierung eine neue Fahrt antrat, war E. abermals sein Begleiter. EinInselkette im Südmeer wurde nach ihm genannt. Nach der Rückkehr des Ent-deckungsschiffes (1826) gab E. in London eine Beschreibung der Reise herausund lieferte in Kotzebue's Bericht.- „Neue Reise um die Welt" (Weimar und Pe-tersburg 1830) eine Übersicht der zoologischen Ausbeute, welche 2400 Thierartenumfaßte. Unter seinen übrigen Schriften sind auch seine „Ideen zur Aneinander-reihung der rückgräthigenThiere"(Dorpat 1819), und die „Entomographien" (ersteLieferung, Berlin 1823) auszuzeichnen.
Esch w eg e (Wilhelm Ludwig von), wurde 1777 auf dem alterlichen GuteAue bei Eschwege im Kurfürstenthum Hessen geboren. Bis zu seinem fünfzehntenJahr erhielt er feine vorbereitende Bildung durch den Unterricht eines Privatlehrers,dessen Lehrmethode vorzüglich durch den Stock unterstützt wurde, was einen sonachtheiligen Einfluß auf den Knaben ausübte, daß die Liebe zu den Wissenschaf-ten und vornehmlich zu den altern und neuem Sprachen, bei denen er die größtenQualen zu erdulden hatte, dadurch lange bei ihm unterdrückt blieb. Die Misgriffein seiner Bildung setzten sich fort, als man ihn darauf auf das Gymnasium in Ei-senach schickte, wo er gleich in eine höhere Classe gesetzt wurde, als er vermöge sei-ner noch unvollkommenen Kenntnisse hätte betreten sollen, und die Folge davonwar eine Unsicherheit in den nöthigen Elementarkenntnissen, die sich ihm auchspater noch oft fühlbar machte. Im Herbst 1796 bezog er die Universität Göttin-gen, in der Absicht, sich dem juristischen Studium zu widmen, von dem er sich je-doch wenig angesprochen fühlte, weshalb er statt dessen das kameralistische ergriff.Im Frühjahr 1799 vertauschte er Göttingen mit Marburg. Mineralogische undbergmännische Studien wurden hier besonders der Gegenstand seiner Neigung undsagten ihm bald so sehr zu, daß er 1800 ein Eramen in denselben bestand. Nichtlange darauf wurde er bei dem riechelsdorfer Bergamt als Assessor angestellt. Umsich in den bergmännischen Wissenschaften weiter zu vervollkommnen, unternahmer öfter kleine Reisen zu den übrigen hessischen Bergwerken, und erhielt auch 1801zu größern Reisen einen anderthalbjährigen Urlaub, den er größtentheils auf denBergwerken des Harzes verbrachte. In dieser Zeit wurde ihm der Antrag zueiner Anstellung in Portugal gemacht. Er trat aus hessischen Diensten und reisteim Frühjahr 1803 mit einigen Begleitern nach Lissabon ab. Nachdem er dort an-gekommen und auf die einsame Eisenhütte von Foz d'Alge versetzt worden war, woihn und seine Begleiter kurz darauf das ungewohnte Klima mit schweren Krank-heiten heimsuchte, wurde bald der gänzliche Mangel an geschickten Arbeitern fühl-bar. E. ward deshalb 1804 beauftragt, nach Deutschland zurückzureisen, umBerg - und Hüttenleute anzuwerben, mit welchen er auch im Dec. 1805 wieder inLissabon anlangte. Das Jahr 1806 verfloß ihm ungestört bei seinen Berufs-beschaftigungen, mit Ausnahme eines Mordversuchs, der auf E.'s Leben durcheinen Menschen gemacht wurde, der ihm an einem einsamen Gebirgswegauflauerte und nach ihm schoß, wiewol die Kugel glücklicherweise nur durchden Hut fuhr. Als 1807 alle deutschen Bergbeamten als Offiziere dem Artillerie-corps einverleibt wurden, erhielt E. den Grad als Eapitain; es mußten jedoch nochgegen Ende desselben Jahres, nach dem Einrücken der französischen Armee in Por-tugal, alle bergmännischen Arbeiten eingestellt werden. Im Jul. 1808 brach dieRevolution gegen die Franzosen aus, in der sich E. sogleich auf die Seite der soge-nannten portugiesischen Rebellenarwee begab. Er erhielt das Commando über ein?
!>
/
W
,
M
5