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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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857
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Escher

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ist einer der edelsten und verdienstvollsten Schweizer der neuern Zett, dessen uner-müdeteThätigkeit und Gemeinnützigkeit, dessen stets reger Sinn für alles Gute undGroße ein schönes Vorbild für seine Landsleute geworden ist. Aus einer geachtetenFamilie und gründlich gebildet, wurde er früh durch das Vertrauen seiner Mitbür-ger zum Staatsdienste berufen; er gehörte in Zürichs Rathe immer zu den freisin-nigsten Mitgliedern, welche die herrschenden Mangel und Gebrechen wohl erkann-ten, ihnen durch Wort und That zu steuern suchten, aber ganz national weder voneiner fremden Macht Hülfe verlangten, noch von dieser etwas Gutes zu hoffenwagten. Er war der Freund Usteri's (f. d.) und rheilte dessen politische Ge-sinnungen aus Überzeugung. Zur wahren Würdigung des Mannes bedürfen wirnur eines flüchtigen Blickes auf das Hauptwerk seines Lebens, auf die Verbesse-rung des Linthbettes. Bis zu Anfang dieses Jahrhunderts hatte der wallenstadterTee den kleinen Fluß Mag zum Abfluß. Dieser nahm, bald nach seinem Austritteaus dem See, einen andern kleinen Fluß auf, die von den glarner Bergen kom-mende Linth. Vereint fließen sie unter dem Namen Unterlinth oder Linth-Magdem Zürichersee zu. Die Linth führte viel Schlamm und Geschiebe mit, diesie bei dem geringen Falle ihres Laufes abfetzte und so ihr eignes Bett erhöhte;auch der Ausfluß des Sees hatte zu wenig Fall, und der Wasserspiegel desselbenstieg allein im 18. Jahrhundert um fünf bis sechs Fuß. Da auf der Nord- undSüdseite die hohen Felsenwände natürliche feste Damme bilden, so erweiterte sichder See westlich auf dem Gebiete des Stadtchens Wesen, östlich auf dem des Stadt-chens Wallenstadt. Allmalig wurde viel Land unter Wasser gesetzt, versumpftund dem Anbau entzogen. Die beiden genannten Städte waren mit der ganzenUmgegend häusigen Überschwemmungen ausgesetzt, welche bösartige Fieber imGefolge hatten, das Land ungesund machten und nach und nach entvölkerten. DerZustand der Einwohner an dem Gestade des Wallensees und an den Ufern derLinth, bis zu ihrem Einfluß in den Züricherfee, war höchst traurig. Am Ende desletzten Jahrhunderts war das Linthbett höher als die angrenzenden Ländereien;stundenlange Strecken Landes waren unter Wasser gesetzt und verloren ihre Frucht-barkeit; viele andere sahen sich demselben Schicksale bloßgestellt. Da die Regierun-gen der bedrohten Gegenden weder die Größe der Gefahr noch den Umfang dernöthigen Vorkehrungen zu begreifen schienen, brachte ein Privatmann die Sachevor die Tagsatzung. Es war der Staatsrath Escher von Zürich, den das Unglückso vieler Tausende zum Nachdenken und zum thätigen Eingreifen aufgerufen hatte.Von der Tagsatzung wurde 1804 die Ausführung der nöthigen Arbeiten beschlos-sen und E. die oberste Leitung derselben anvertraut. Die Staatscassen waren je-doch durch die französischen Heere und Agenten im Lande und durch den traurigenBürgerkrieg so sehr erschöpft, daß ein Ruf an den Gemeinsinn und die Wohlthätigkeitder Schweizer ergehen und ein Credit von 320,000 Schweizerfranken in 1600 un-verzinslichen Actien eröffnet werden mußte. Das Werk ward unter E.'s umsich-tiger, thätiger und höchst uneigennütziger Leitung begonnen und 1822 vollendet.Ein über 19,000 Fuß langer Canal führt nun die Linth von Mollis in den Wal-lenstadtersee, und ein anderer von 52,000 Fuß Länge bringt sie aus jenem in denZürichersee. Die Canäle sind so eingerichtet, daß weder hoher noch niedriger Was-serstand sie beschädigt; sie laufen fast immer in gerader Richtung; der Weg ist ver-kürzt, der Fall, und mit diesem die Schnelligkeit des Laufes vermehrt; der Spie-gel des Sees ist wieder gefallen. Durch dieses großartige Nationalwerk wurde derUntergang der ganzen Thalebene von Wallenstadt und Wesen bis zum Züricherseehin verhütet, das versumpfte Land der Cultur wiedergewonnen; blühende Felder undWiesen sieht man jetzt an der Stelle von Sumpfstrecken, die bösartigen Wechselsi'e-ber haben aufgehört und Tausenden ist Leben, Gesundheit und Eigenthum gerettet.So Großes verm-ochte ein Mann, durch den schweizerischen Gemeinsinn unter-

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