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England
dar sich der Reform feindlich erwiesen hatte, Anlaß zu einem furchtbaren Auf-stände in Bristol, welcher nur mit Waffengewalt »unterdrückt werden konnte.Achtbare Manner vereinigten sich in verschiedenen Grafschaften zu dem erklärtenZwecke, die Minister zu unterstützen, aber bedeutendere Erscheinungen wurdenbald die politischen Vereine, die sich fast in allen Theilen des Landes bildeten. InLondon ward am 29. Oct. der Plan zu einer großen politischen NationalunionH0rurul ceutrul nutilmul politica! nninn) entwerfen, in welcher Burdett den Vor-sitz führte. Diese Vereine nahmen aber bald, durch minder besonnene Führer ge-leitet, eine Stellung an, welche das Ansehen der Regierung durch anmaßendeÜberwachung zu erschüttern drohte. Zu den gefahrlichsten Erscheinungen dieserArt gehörte der Plan, eine Nationalunion der arbeitenden Volksclasse zu stiften,und es wurden mehre Beschlüsse entworfen, welche der ersten Versammlung zuLondon am 7. Nov. vorgelegt werden sollten: Abschaffung aller erblichen Vor-züge, freies Stimmrecht bei durch Wahl der Volksvertreter für jeden volljähri-gen unbescholtenen Mann, Wahl auf Kugelung, Begründung der Wahlfähigkeitauf geistige Tüchtigkeit und sittliche Würdigkeit, ohne alle Rücksicht auf Vermö-gensbesitz, jährliche Parlamcntswahlen. Nur das verständige Einschreiten desMinisters des Innern verbinderte die Ausführung dieses Entwurfs, doch rr-urdenjene Beschlüsse bald nachher in der Versammlung eines Arbeitervereins in Manche-ster (AAle men ok Nanckester) angenommen, in welcher ein Redner die Mini-ster schmähte, die Reformbill lächerlich machte, die Bischöfe verfluchte, und einanderer ausrief, seine Lumpen seien ehrenvoller als alle Ehrenvorzüge derverdammlichen Aristokratie. Schon am 2l. Nov. erließ indeß die Regierungeine Bekanntmachung, welche alle politischen Versammlungen für gesetzwidrig er-klärte. Dies machte die Vereine vorsichtiger; der große Verein in Birminghamgab den bereits gefaßten Beschluß auf, sich durch Satzungen als dauernde Genos-senschaft zu gründen, und Burdett schied aus der Nationalunion zu London, dieaber dennoch am 30. Nov. beschloß, bei einer wiederholten Verwerfung derRfformbill das Haus der Gemeinen um die Verweigerung aller Steuern zubitten.
Am 6. Der. wurde das Parlament wieder eröffnet, und am 12. dessel-ben Monats durch Lord Rüssel die dritte Reformbill dem Hause der Gemeinenvorgelegt. Sie hatte wesentliche Veränderungen erhalten, und die bedeutendstenEinwendungen der Gegner waren beachtet worden, ohne den Hauptgrundsatz, dieErweiterung des Wahlrechts, aufzuopfern. Der Grundsatz des Bevölkerungsver-hältnisses, von welchem der erste Entwurf das Wahlrecht der Flecken abhängigmachte, war aufgegeben; man glaubte in der Häuserzahl ein zuverlässigeres Merk-mal ihrer Wichtigkeit gefunden zu haben; um aber nicht durch die Zahl geringerHäuser die Wahlrechtsansprüche bestimmen zu lassen, wurde zugleich verfügt, daßdie Häuser nach dem Betrage der Grundsteuer geschätzt werden sollten. Die Zahlder Flecken, welche ihr Wahlrecht verloren, wurde zu 56 bestimmt, dagegen wur-den die wegfallenden Repräsentanten durch die Theilung einiger Grafschaften unddurch die Gewährung neuer Wahlberechtigungen ersetzt, sodaß die ursprünglicheZahl der Mitglieder des Unterhauses unverändert bliebe, gerade der bestrittenePunkt, der die Auflösung des Parlaments herbeigeführt hatte, und endlich wurdenauch dem vielvertheidigten Corporationsinteresse Begünstigungen gewährt, indemdas Wahlrecht derjenigen Freisassen geschont wurde, die nach dem ersten Gesetz-vorschlage ihre Berechtigung verlieren sollten. Am 18. Dec. bewilligte eineMehrheit von 162 Stimmen die zweite Lesung der Bill. Als am 20. Jan.1832 die Berathungen im Ausschusse begannen, wiederholten die Gegner dasalte Spiel, die Fortschritte der Bill zu verzögern; als aber am 28. Febr. einAntrag der Opposition gegen die Vermehrung der Repräsentantenzahl für London
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