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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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England

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ber abgeholt werden mußten, wurde jede Grafschaft in Bezirke abgetheilt, sodaßkein Wahler über 15 englische Meilen vom Wahlorte entfernt war. Wer in einerStadt oder einem Wahlflecken stimmberechtigt war, sollte nicht bei den Wahlenfür die Grafschaften stimmen. Auch in Schottland wurde sowol für die Städteals für die Grafschaften die Stimmberechtigung von einer bestimmten Einnahmeabhängig gemacht, das Wahlrecht erweitert und die Zahl der Repräsentanten auf50 erhöht. Irland sollte nur drei neue Repräsentanten erhalten. Die Gesammt-zahl der Mitglieder des Hauses der Gemeinen wurde von 658 auf 596 herabge-setzt, und die Zahl der Stimmberechtigten in England, Schottland und Irland um500,000 erhöht. Für Schottland sowol als für Irland wurden besondere Gesetz-entwürfe vorgelegt. Der Antrag der Minister fand lebhaften Widerstand, und eSwurde hauptsächlich dagegen eingewendet, daß das neue Wahlgesetz den demokra-tischen Einfluß überwiegend machen, und den Umsturz der Verfassung herbeifüh-ren werde, indem es den Grundsatz der Repräsentation nach der Volkszahl ein-führe, statt der althergebrachten Vertretung großer Grundeigenthumsmassen. Alsendlich am 22. März über die zweite Lesung des Entwurfs abgestimmt ward, ent-schied für den Antrag der Minister nur die Mehrheit einer einzigen Stimme. DieOpposition betrachtete zwar dieses Ergebniß als eine Niederlage des Gesetzent-wurfes, die Minister aber erklärten ihren Entschluß, daß das Gesetz der verfassungs-mäßigen Berathung des Ausschusses unterworfen und die Hauptgrundlage desPlans, 60 Flecken ihres Wahlrechts zu berauben, beibehalten werden sollte. Baldnachher kündigte jedoch Lord Rüssel einige, auf neuere Bevölkerungsangaben ge-gründete Veränderungen des Entwurfs an, welche für einige jener Flecken Hoff-nung erweckten, und um noch versöhnlicher sich zu zeigen, wurde sowol die Zahlder Repräsentanten für volkreiche Grafschaften erhöht, als auch einzelnen Orterndas Wahlrecht ertheilt, wodurch die Gesammtzahl der Mitglieder des Hauses derGemeinen wieder auf 627 stieg. General Gascoyne aber erklärte sich am 18.April auch gegen diesen Vorschlag; er wollte keinen Vorzug für Schottland undIrland gestatten und machte den Antrag, die Zahl der Mitglieder für Englandund Wales unverändert zu lassen. Dieser Versuch gehörte zu dem Angriffsplaneder Opposition, welche die Fortschritte der Verhandlung hemmen und den Gesetz-entwurf im Ausschusse verstümmeln wollte, da es ihr nicht gelungen war, diezweite Lesung zu verhindern. Des tapfern Widerstandes der Minister und ihrerAnHanger ungeachtet, fand der neue Antrag so kräftige Unterstützung bei denFreunden des Wahlfleckenhandels, die ihre Sitze bedroht sahen, daß selbst die Hin-deutung auf die Auflösung des Parlaments nicht wirkte, und Gascoyne am 19.April mit einer Mehrheit von 8 Stimmen siegte. Die Minister boten am fol-genden Tage ihre Entlassung an, die der König ablehnte, und als sie am 21. ineiner, die Verhandlung über die Reform betreffenden Nebenfrage noch einmaldie Stimmenmehrheit gegen sich hatten, entschied sich der König alsbald für dieAuflösung des Parlaments, die er am 22. April, als eben die überraschte Oppo-sition in beiden Häusern einen heftigen Sturm erregte, in einer Rede ankündigte,worin er sagte,er wolle die wahre Stimme seines Volkes vernehmen auf demeinzigen Wege, wie sie sich am angemessensten erklären könne, in der ausdrück-lichen Absicht, diejenigen Veränderungen der Repräsentation zu bewirken, welchedie Umstände zu fodern schienen, und welche auf die anerkannten Grundsätze derConstitution gestützt, sowol die Rechte der Krone erhalten als die Freiheit des Vol-kes sichern könnten".

Dieser Schritt des Königs ward im ganzen Lande mit Begeisterung aufge-nommen und war auch der einzige, den die Umstände gestatteten. Hatte die Op-position ihn für unnöthig und gefährlich erklärt, so bewies der Erfolg das Gegen-teil. Eine Veränderung des Ministenums, obgleich Mancher kühn genug war,