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genieurakademie zu Wien. Als bei dem Anfange des Feldzugs von 1809 die östrei-chische Regierung den polnischen Zöglingen Ofsizierstellen in ihrem Heerr anbot,schlug D. diese Einladung unter dem Vorwande aus, daß er nicht ohne Einwilli-gung seiner Mutter seine Laufbahn wählen könnte, aber sein heimlicher Wunschwar, seinem Vaterlande Beistand zu leisten Sobald sich ihm Gelegenheit darbot,führte er seinen Vorsatz aus. Seine Brüder und zehn seiner Landsleute folgtenseinem Beispiel. Als es bekannt wurde, daß Warschau den Östreichern unter demErzherzog Ferdinand die Thore geöffnet hatte, rief er seinen Gefährten zu: „Gibt eskein Polen mehr, so machen wir eins." Bei semer Ankunft in Krakau erfuhr ermit Freuden den Sieg der Polen unter ihrem trefflichen Anführer Joseph Ponia-towski. Die ersten polnischen Krieger, welche er traf, sah er in dem fünften reiten-den Jägerregiment unter dem Obersten Tyrno, und in diesem Regiments nahmD. als gemeiner Soldat Dienste, indem er den Ofsiziergrad ausschlug, den manihm anbot und den er nur auf dem Schlachtfelde verdienen wollte. Er durfte nichtlange warten und war Lieutenant bei der Eröffnung des Feldzugs gegen Rußland.In der Schlacht bei Smolensk zeichnete er sich durch seine Tapferkeit so sehr aus,daß Napoleon selbst ihn zum Hauptmann ernannte. Zwei seiner Brüder sielen injenem unglücklichen Feldzuge, aber dieser schmerzliche Verlust verdoppelte nur sei-nen Eifer, die Kriegslaufbahn zu verfolgen und die Ermahnung seines Vaterstreulich zu erfüllen. In Deutschland erhielt er das Kresiz der Ehrenlegion, eineAuszeichnung, welche ihm bis dahin, wie man sagt, durch Neid und Vergessenheit warvorenthalten worden. Er gehörte glücklicherweise zu der Brigade, welche unter dieBefehle des Generals Sokolnicki kam, und in der Schule dieses, durch seine Kriegs-kunde ausgezeichneten Offiziers lernte er eine schwache Heerabtheilung mit Vor-theil gegen überlegene Streitkräfte gebrauchen, und die wichtige Kunst, das Terrainzu benutzen. Während des Feldzugs in Deutschland verlor er noch einen Bruder,und bald nachher ward er dem General Wielhorski beigegeben, der zu jener Zeit dieGeschäfte eines Kriegsministers des Herzogthums Warschau zu Paris, bis zu Na-poleons Abdankung, besorgte. Das neue Loos, das der Kaiser Alexander den Polenbereitete, erweckte in D. keine tröstlichen Erwartungen; er entschloß sich, seinenAbschied zu nehmen, wollte durchaus nicht unter den Befehlen des GroßfürstenKonstantin dienen und kehrte in sein Vaterland zurück, um seine Mutter über denVerlust ihrer drei Söhne zu trösten. Bald nachher verheirathete er sich und ver-lebte fünf Jahre in gänzlicher Zurückgezogenheit auf einem kleinen Landgute, daser von seinem Vater geerbt hatte. Seine geringen Vermögensumstände regten ihnzu einer Thätigkeit anderer Art auf, und er verdankte es unermüdeten Anstrengun-gen und ehrenvollen, aber gewagten Unternehmungen, daß er, bloß durch einen un-begrenzten Credit unterstützt, aus einer fast dürftigen Lage zum Besitze eines Vermö-gens gelangte, welches sich auf eine Mill. poln. Gulden belief. In diesen Umstän-den fand ihn 1830 die Revolution. Er zögerte nicht einen Augenblick, sich für dieSache der Unabhängigkeit Polens zu erklären, und die Annehmlichkeiten eines ruhigenund gemächlichen Lebens vergessend, eilte er mit allem Eifer eines Patrioten und mitallem Feuer eines erfahrenen Kriegers, seinem Vaterlande beizustehen. Er wurdeMajor eines Regiments, das sich in seinem Palatinat bildete; bald nachher abererhielt er den Oberbefehl über die mobile Nationalgarde und widmete sich der Ein-richtung und Ausbildung derselben mit so großer Thätigkeit, daß die Nationalgardedes Palatinats Krakau sich vor allen andern auszeichnete. Als die neu ausgeho-benen Regimenter Befehl zum Aufbruch erhielten, stellte D. sich an ihre Spitzeund kam gerade an dem Tage der Schlacht bei Grochow in Warschau an. Baldnachher übergab der neue Oberfeldherr Skrzynecki, der D.'s Verdienste zu würdigenwußte, ihm den Befehl über eine Cavaleriebrigade, mit welcher er in dem denkwür-digen Gefechte bei Kuftew dem ganzen Heere des Feldmarschalls Diebitsch sich ent?