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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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her. Aus den gesammten dänisch-westindischen Inseln schlägt man die jährliche> Einnahme zu 250,000 Rthlr. an. Die Inseln treiben mit den übrigen europäi-

schen Eolonien und mit den amerikanischen Staaten einen activcn Handel, mit demMutterlande aber nur einen passiven. Die Besitzungen Dänemarks auf der Gui-neaküste und in Ostindien sind unter den jetzigen Verhaltnissen von geringer Erheb-lichkeit. In Abschaffung des Negerhandels ist Danemark sowol England als denübrigen europäischen Handelsftaaten vorangegangen. Schon 1792 fingen dieVorbereitungen an, und mit Anfang von 1803, dem festgesetzten Zeitpunkte, warddieser Handel in allen danischen Eolonien ganzlich aufgehoben. Für die Freiheit derNeger, ihre bessere Behandlung, ihre Unterweisung in der christlichen Religion undihren sonstigen Unterricht in Volksschulen, geschah zur selbigen Zeit und geschiehtnoch immer, was nur ein cultivirter Staat seinen Unterthanen, auch den geringstenuno entferntesten, in dieser Rücksicht schuldig ist. Es leben auf den dänisch-westin-dischen Inseln jetzt viele freie Neger, die bürgerliche Rechte genießen, sowie die Ge-setze auch den nicht freien eine menschliche Behandlung gewahren und die Übertreterdieser Gesetze bestrafen. Die Aufmerksamkeit des Mutterstaats auf Grönland,wo bereits seit 1721 danische Ansiedelungen blühten und für den Unterricht derEingeborenen gesorgt wurde, hat sich in spatern Jahren verdoppelt. Frühere Nach-forschungen und Entdeckungen der Spuren der alten norwegischen und islandischenColonisten, welche Grönland im 10. bis 15. Jahrhundert bewohnten, sind fort-gesetzt und die Überbleibsel ihrer Wohnungen ferner untersucht und beschrieben wor-den. Die neuesten Reisen und Untersuchungen sind in den Jahren 1828 29durch vr. Pingel und Graah (Capitainlieutenant in der königl. Marine) gemachtworden, von denen der Letzte bis zu 65° 18' N. B. und 38° 28' W. L. von Green-wich vordrang. S

Schon die ersten Könige oldenburgischen Stammes ließen sich das Schul-wesen angelegen sein; Friedrich IV. förderte das von seinen Vorgängern ange-fangene Werk durch Erbauung noch mehrer Schulen, sodaß unter diesem Königallein 240 Dorfschulgcbäude im Jahre 1721 aufgeführt wurden; unter den zweinächsten Königen sowie unter Christian VII. schritt die Sache noch mehr fort, undFriedrich VI. folgte dem Beispiele seiner Vorganger. Es gibt jetzt in dem danischenStaate keinen Erwachsenen, der nicht lesen, rechnen und schreiben gelernt hätte.Der wechselseitige Unterricht wird zur Förderung dieses Zwecks benutzt; die vomAnfange 1882 zur Normalschule jener Unterrichtsmethode bestimmte Waisenhaus-schule in Kopenhagen steht, seitdem der Stifter der Methode in Dänemark, Oberst-lieutenant Abrahamson (f. d.), seinem Wunsche gemäß, nun gänzlich von derLeitung dieser Angelegenheit entlassen worden, unter der Aufsicht des Bischofs vonSeeland und eines Deputirten der danischen Kanzlei. Gymnastische Übungen wur-den seit dem letzten Decennium des vorigen Jahrhunderts ununterbrochen betriebenund sind, nachdem sie schon lange in mehren öffentlichen und privaten, bürgerlichensowie militairischen Lehranstalten stattfanden, jetzt in allen höhcrn und NiedernSchulen eingeführt worden. Auch in den letzten Jahren wurden gewisse Summenaus dem Fonds uck usus publicus zu gemeinnützigen Zwecken verwendet. Aus die-len, Fonds werden mehre Unternehmungen in Wissenschaft, Kunst und Gewerbe,wenn sie von der Art sind, daß sie ihren Urhebern nicht sogleich die Kosten erstatten,mit angemessenen Summen unterstützt, z. B. die Herausgabe kostbarer Werke,wie dieVjoru ckanicu" u. m. a. Junge talentvolle Männer, die mit ihren Stu-dien oder in ihrer Kunst so weit vorgerückt sind, daß sie durch Reisen eine freiereoder höhere Bildung gewinnen können, erhalten ebenfalls aus demselben Reise-mittel, wenn sie solcher bedürfen, sowie auch Gelehrte und Künstler, deren Lageirren Verdiensten nicht entspricht, hieraus Unterstützungen empfangen. Auch hattedas Reglement für die Civkkausgaben schon von alter Zeit herfür Verbreitung der