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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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Damas

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den Wissenschaften, auf die seine Professur lautet, auch über alte und deutscheGeschichte, und hat zum Vehufe der Vorlesungen über die letztere 1830 eineQuellenkunde der deutschen Geschichte" drucken lassen. Zu seiner Thätigkeit alsDocent und Schriftsteller ist aber auch hier praktische Theilnahme am Staats-wesen gekommen. Nach den Unruhen in Göttingen im Januar 1831 war er unterden nach Hanover gesandten Deputaten; wahrend der Vorbereitungen zu einemneugestalteten Landtage im Laufe des Jahres 1831 wurde er mehre Male nachHanover gerufen, um Theil an den Berathungen über die Angelegenheiten desLandes zu nehmen, und gegenwartig ist er als Deputirter der Universität GöttingenMitglied der Standeversammlung. Mäßigung, Besonnenheit und ruhige Würdesind bei ihm mit Freisinnigkeit und dem reinsten Gefühle für Recht, Gebühr undHumanität zusammengestellt; eine gewisse Zurückhaltung beim persönlichen Auf-treten, die zuweilen an Blödigkeit grenzt, ist der Behauptung seines öffentlichenCharakters eher günstig als hinderlich; der reiche geistige und sittliche Kern undGehalt ist aus Wort und Blick zu erkennen. Der historischen Literatur hat er eineGeschichte von Dänemark und Norwegen verheißen: mögen Muße und Gesundheitgedeihlich zu baldigem Erscheinen derselben mitwirken!

Damas (Änge Hyacinthe Maxence, Baron), Minister unter Villele, Er-zieher des Herzogs von Bordeaux, stammt von einer altadeligen Familie in Bur-gund ab und wurde zu Paris am 30. September 1785 geboren. Er folgte seineremigrirenden Familie nach Deutschland und begab sich von da nach Petersburg,wo ihm seine Mutter 1795 die Erlaubniß verschaffte, als Zögling in die kaiserlicheArtillerieschule einzutreten. Paul I., dem der junge D. wohlgesicl, nahm ihnins Garderegiment Semenowski auf. Im Jun. 1803 zum Lieutenant bei diesemCorps ernannt, machte er in dieser Eigenschaft 1805 den deutschen Feldzug mit,und kämpfte bei Austerlitz. Er ward dann allmälig bei demselben Corps der russi-schen Garde Capitain im September 1807, Oberst und Befehlshaber eines Ba-taillons im April 1811. An der Spitze seines Bataillons kämpfte er während desFeldzugs vom Jahre 1812 mit großer Auszeichnung und wurde am 7. Sept.in der Schlacht an der Moskwa verwundet. Jm October desselben Jahres wurde D.Oberst des Grenadierregiments Astrachan. Er machte mit dem russischen Heere denFeldzug von 1813 nach Deutschland, erhielt im September den Grad eines Gene-ralmajors, und focht bei Leipzig. Dann zog er 1814 gegen Frankreich, schlug sichbei Vrienne und unter den Mauern von Paris; Kaiser Alexander gab ihm damalseinen mit Diamanten verzierten Ehrendegen, dessen Klinge als Aufschrift trug:Lour 1a valeur. Noch größern Lohn für die Dienste, die er seinem Vaterlande ge-leistet, fand D. alsbald nach der Rückkehr der Bourbons. Ludwig XVlIl. ernannteihn zum Marechal de Camp, darauf zum Generallieutenant. Nach dem 20. Märzfolgte er dem Herzoge von Angouleme nach Spanien, und als das realistischeHeer, eingeengt zwischen der Drome, Durance, Rhone und dem Gebirge, die Waf-fen strecken mußte, war es D., welcher mit General Gilly die Capitulation zuStande brachte. Endlich gelangte er mit dem Herzoge nach Spanien und traf nachder Schlacht bei Waterloo wieder mit ihm in Frankreich ein. Kurz darauf zumBefehlshaber der achten Militairabtheilung ernannt, lebte er von 1810 22 inMarseille. Hier überließ er sich den heftigsten Verfolgungen gegen den Herausgeberdes freisinnigen BlattesI^elRoceen", welches mit Kühnheit gegen die fanatischenMissionare im Jahre 1820 Opposition machte. Denn es verdroß D., daß jenesJournal, weil er so oft in seiner Uniform und eine Kerze in der Hand an den Pro-cessi'onen Theil nahm, sich den Witz erlaubte: man verlange bei den Wachshändlernnicht mehr Kerzen, sondecn Damastener ckes epees cke Damas. 1823 führteD. das Commando über eine Abtheilung des catalonifchen Armeecorps unter denBefehlen des Marschalls Moncep, fand aber in diesem Feldzuge wenig Gelegenheit,

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