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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
551
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Czartoryski

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Volkslieder, welche freilich, wie die beigefügten Charakteristiken der Dichter, oft die tie-fere Forschung und Kritik vermissen laßt, eine anziehende Auswahl schottischer Balla-den und Lieder von der Zeit der Königin Maria Stuart bis auf unsere Tage liefert.Die Veränderungen, die C.,um das Zartgefühl" der Zeitgenossen zu schonen, beivielen in dieser Sammlung enthaltenen altern Gesangen sich erlaubt hat, möchtenschwerlich durch das Beispiel von Ramsay und Burns entschuldigt werden. Ein um-fassenderes Gebiet als in seinen frühern Erzählungen betrat C. in seinem Romane:LautMoires" (3 Bde., London 1826), der das abenteuervolle Leben des tapfern ame-rikanischen Seemanns mit vielen erdichteten Abenteuern verwebt; aber so viel schöpfe-rische Kraft und reiche Erfindungsgabe C. hier verräth, so viele Mängel hat die Anlageund Ausführung des Plans. Hatte er in diesem Werke bei der Behandlung des Wun-derbaren seinem Muster, Walter Scott, nicht glücklich nachgestrebt, so schweift erinSir Alicüae! Scott" (3 Bde., London 1828) in das Gebiet des Märchenhaften,und es fehlt diesemZauberroman" bei allen glänzenden Einzelnheiten an einer be-stimmten Grundidee. Ein Taschenbuch:7Ae anniversar^", das er 1829 heraus-gab, blieb ohne Fortsetzung. Mit glücklichem Erfolge bearbeitete er für die vonMurray herausgegebenelamil^ librar^" seit 1829 die Lebensgeschichten der be-rühmtesten britischen Maler, Bildhauer und Architekten, ein Unternehmen, wozuihm seine frühern Beschäftigungen Beruf gaben. Diese Biographien gehören inHinsicht auf Darstellung zu seinen vorzüglichsten Leistungen. Sein neuestes Ge-dicht ist: ,/Lüenmick oHllvar" (London 1832), eine schottische Legende aus derZeit der Maria Stuart. C.'s Anspruch auf Auszeichnung stützt sich hauptsächlichauf seine Lieder und Balladen, und wenn auch sein Landsmann Hogg (s. d.) anTiefe und Originalität ihn übertrifft, so hat doch Keiner seit Burns den Ton des alt-schottischen Gesangs glücklicher getroffen, das Leben und den Charakter des Volkstreuer aufgefaßt und anziehender geschildert. Peter C., des Vorigen Bruder,britischer Marine-Wundarzt, machte in dieser Eigenschaft einige Reisen mit Trans-portschissen, welche verurtheilte Verbrecher nach Neusüdwales brachten, und wäh-rend er sich zwei Jahre in der Colonie aufhielt, benutzte er die Gelegenheit, einengroßen Theil des Landes zu bereisen, um sowol den Auftand der Ansiedler kennenzu lernen als auch mit den Ureinwohnern in Berührung zu kommen. Er beur-kundete seine glückliche Beobachtungsgabe in seinem Berichte:33vo ^ears in^evv Soutü Wales; a serles ob letters, comprisiuA slretelies ol tlie actual «täteol societ^ in tüat colon^etc." (2 Bde., London 1827 und 1823; deutsch, Leipzig1829), worin er ein treues und lebcndigesGemälde von der Beschaffenheit des Lan-des und dem gesellschaftlichen Leben der Ansiedler gibt, und, wiewol mit einseitigerÜbertreibung, die Vorzüge darzuthun sucht, die Neusüdwales vor den Verei-nigten Staaten und Canada dem freien Ansiedler darbiete.

Czartoryski (Adam, Fürst), geb. am 14. Jan. 1770, ältester Sohndes durch feine Verdienste um Polen berühmten östreichischen Feldmarschalls undStarosten von Podolien, Fürsten Adam C., der nach Augusts III. Tode nebst Sta-nislaus Poniatowski zum Könige vorgeschlagen wurde, stammt in gerader Linievon den Jagellonen ab. Durch Hauslehrer sorgfältig erzogen, vollendete er seineBildung auf der Universität Edinburg und zu London. Als Kosciuszko den Un-terdrückern seines Vaterlandes heldenmüthig widerstand, zeigte der junge C. so vielTapferkeit, daß er aus den Händen des Feldherrn auf dem Schlachtfelde den Ver-dienstorden empfing. Nach der letzten Theilung Polens 1795 wurde er nebst sei-nem Bruder Konstantin auf Katharinas II. Befehl als Geißel nach Petersburggeschickt. Der junge Großfürst Alexander wurde durch C.'s männlichen und feuri-gen Charakter so mächtig angezogen, daß er eine vertraute Freundschaft mit ihmknüpfte, und er sott schon damals den Plan gefaßt haben, einst Rußlands und Po-lens Kronen zu vereinigen. C. war bei Pauls Tode als Botschafter am sardini-

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