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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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Csoma

Csaplovics

Jahren, von 1811 22, unternahm er noch manche andere Reisen ins Aus-land, das letzte Mal nach Karlsbad in Gesellschaft des Professors Berzelius.Er wurde 1818 als Director des Musikcorps der beiden königlichen Leibgrena-dierregimenter angestellt, und pflegt seitdem in Folge dieser Dienstpflicht die Som-mermonate in Linköping zuzubringen. Von C.'s Compositionen sind 12 Werkebei Peters in Leipzig gedruckt, die großentheils aus Concerten, Quartettenund Clarinettensolos bestehen. In Schweden erschienen von ihm zwei Hefte Lie-der mit Begleitung desPianoforte; ferner die Musik zu Tegner's Frithiofssaga undzu dessen Gedichten:NMloAlarue" undko^eilekeu". Die meisten dieserLieder haben einen rauschenden Beifall gefunden und werden im ganzen Lande inallen Kreisen gesungen. Endlich hat er noch die Musik zum SchauspielDenlüla LIafvirman" gesetzt, welches oft und mit stetem Beifall gespielt wurde. Auchübersetzte er mehre deutsche, französische und italienische Opern, die er zugleich fürdie schwedische Bühne einrichtete. (6)

Csoma (Alexander), aus Koros, von Geburt ein flebenbürgischer Szek-ler, gehört zu den glücklichsten und muthvollften Reisenden, deren die Sprach-kunde sich rühmen kann. Er erhielt seine wissenschaftliche Vorbildung theilszu Hause, theils in Göttkngen. Schon 1816 verließ er als junger Arzt Sie-benbürgen, durchreiste die Walachei, Bulgare! und Rumelien, begab sich dann1819 zu Schiffe nach Ägypten, besuchte Syrien und gelangte 1820 über Bag-dad nach Persien. Nach einem Aufenthalte von mehren Monaten in Tehe-ran wagte er sich tiefer in das Mittelland von Asien. Er durchreiste Khora-san, Bokhara, Kabul, Kaschemir und gelangte 1822 zu Fuße nach Lhadak.Durch Vermittelung des bekannten Englanders Moorcroft, mit dem er zu Him-bad in Tibet zusammentraf, erhielt er die Erlaubniß, sich abwechselnd zu Lhadakund zu Zankla im Gebiete des Lama von Zankar aufzuhalten. Von dem Lamaund seinen Ministern unterstützt, brachte er es zu einer genauem Kenntniß der ti-betanischen Literatur, die er spater im Kloster von Kanum, am nördlichen Ufer derSetledge, jenseit der schwarzen Berge in der Provinz Kanvar, wo er fast drei Jahrezubrachte, wesentlich vermehrte. Dort war es, wo er mit dem kühnen EngländerGerard, der um der Verbreitung der Schutzpockenimpfung willen bis zu den höch-sten Rücken des Himalayagebirges vordrang (Winter 1828 bis Frühling 1829)zusammentraf, und dieses Engländers Zeugniß gilt für die Gewahr, daß er in sei-nen wissenschaftlichen Forschungen schon ziemlich glücklich war. Eine Grammatikund ein Wörterbuch der tibetanischen Sprache, welche er für die britisch-ostindischeRegierung zu liefern versprochen hatte, war damals beinahe völlig beendigt. Nochwar sein Wunsch bei den Lamas von Dschaschi-Hlumba und Hlassa die mongoli-sche Sprache zu erlernen, welche er für den eigentlichen Schlüssel der chinesischenLiteratur halt. Er rechnete darauf, durch dieses Hülssmittel in die Mongolei ein-zudringen, wo er sich wichtige Entdeckungen zu machen versprach; denn nach derVersicherung seines Sprachlehrers, eines Lama, besteht die Lithographie in den al-ten Städten von Dschaschi-Hlumba und Hlassa seit uralten Zeiten, sodaß mansich ihrer zu einer anatomischen Darstellung des Menschen auf 60 Tafeln bediente,v. Chamo selbst fand eine Encyklopädie in 44 Bänden, die alle Zweige des Wis-sens ümfaßte; der medicinische Theil davon nahm fünfBände ein. Nach den letztenuns bekannt gewordenen Nachrichten war C., dessen Wanderungen an MarcoPolo's Reisen erinnern, am 5. März 1831 zu Wasser durch Kanpur gekommen,in der Absicht sich nach Calcutta zu begeben, wo seine tibetanischen Sprachwerkegedruckt werden sollten. Mag dem so ausdauernden Muthe C.'s auch eine glück-liche Heimkehr wie Marco Polo bereitet sein! (14)

Csaplovics (Johann) von Jeszenova, geboren den21. Sept. 1780 zuFclsö-Pribell, im großhonther Comitat, vollendete seine Schul- und Rechtsstudien