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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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459
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Colburn 459

waltung, und Canning's Politik heimlich abgeneigt, dampfte er die Freude der Bri-ten, als er die glanzende Waffenthat in der Thronrede bei der Eröffnung des Parla-ments ein unwillkommenes (uutonarck) Ereigniß nannte, das „Englands ältestemVerbündeten" nachtheilig werden könne. C. erhielt zwar das Großkreuz des Bath-ordens, aber währendman ihm auch für mehre seiner Offiziere Orden sandte, legte manihm zugleich eine Reihe von Fragen vor, welche einen versteckten Tadel feiner Unterneh-mung enthielten. Bald fand die Ungunst der Machthaber auch einen Vorwand, ihmden Oberbefehl zu nehmen. Ibrahim sammelte nach der Schlacht den Überrest seinerSchiffe, um seine Kranken und Verwundeten nach Ägypten bringen zu lassen, ließaber zugleich viele zu Sklaven gemachte Griechen einschiffen, die in dem traurigstenZustande in Alexandria ankamen. C. meldete diesen Vorfall und bat um Verhaltungs-befehle, erhielt aber die unfreundliche Antwort, er hatte die Hafen einschließen unddie Abfahrt der Gefangenen verhindern sollen. Vergebens erwiderte er, daß seinefrüher erhaltenen Vorschriften ihn weder zur Einschließung der Hafen noch zu einerDurchsuchung der absegelnden ägyptischen Fahrzeuge ermächtigt hätten, um aus-zumitteln, ob die weggeführten griechischen Männer und Weiber freiwillig odergezwungen den Ägyptern gefolgt wären; vergebens bezeugt n der französische undrussische Admiral, auch sie hätten keine Verhaltungsbefehle über diesen Punkt er-halten. E. wiederholte seine Bitte um bestimmte Vorschriften und erhielt endlichdie Antwort, der König habe ihm einen Nachfolger gegeben. Ehe er diese Nachrichtempfing, erschien er nach einer Unterredung mit den Admirälen Rigny und Heydenim Iul. 1828 mit mehren Schissen vor Alexandria und führte die Unterhandlungmit dem Pascha so geschickt und nachdrücklich, daß Mohammed Ali seinem Sohneden Befehl schickte, Morea alsbald zu räumen. Am 22. August übergab C. seinemNachfolger den Oberbefehl und ging nach England. Die Verhandlungen desKriegsgerichts, das 1829 über den Capitain Dickenfon wegen seines Betragens inder Schlacht bei Navarin gehalten wurde, enthüllten zwar nicht ganz das Geheim-nis, das über jenem Ereignisse schwebte, bestätigten aber die Meinung, daßE. zweierlei Verhaltungsbefehle, amtliche und geheime, gehabt hatte, und dieSchlacht eine im voraus beschlossene und vorbereitete Begebenheit gewesen war.Spater reifte er nach Petersburg und Paris, und fand in beiden Städten die ehren-vollste Aufnahme. Als der Herzog von Clarence auf den Thron gelangt war, em-pfing C. die verspätete Belohnung seiner Tapferkeit, welche die Stimme desVolks ihm längst zuerkannt hatte, und befehligte 1831 eine Flotte, die vor Lissa-bon kreuzte.

Colburn (Henry), einer der angesehensten Buchhändler in London, hatsich seit ungefähr 20 Jahren durch zahlreiche und zum Theil glückliche Unternehmun-gen ausgezeichnet. Der Erfolg seiner Bemühungen wurde besonders auch durch dasvon ihm 1814 im erklärten Gegensatze mit dem, von Phillips „dem Jakobiner" be-sorgten begonnene „^evvinoutlll^maAazäne", das von 1821— 31 von Thomas Campbell herausgegeben ward, und noch mehr durch die181? angefangene, von Jcrdan geleitete „läterai-^ Anette", deren Stifter C. war,begünstigt, da beide Zeitschriften ihn nicht nur in vortheilhafte literarische Verbin-dungen brachten, sondern ihm auch Gelegenheit gaben, sein merkantilisches Inter-esse zu befördern. Nicht ohne Grund hat man der „I^iterar^ Anette" auch inHinsicht auf dieses Interesse Parteilichkeit vorgeworfen, noch auffallender aberwar die Hinneigung derselben zu den Änsichten der Torypartei, die hier oft inihrer ganzen Schroffheit hervortraten, wie denn überhaupt C. in seinen Verlags-unternehmungen früher jener Partei sich gewogen zeigte, welcher er auch indemdon ihm herausgegebenen „Öourt Journal" huldigte. Das „New inontbl^marine" aber trat unter der Leitung des freisinnigen und unabhängigen Camp-bell in einen auffallenden Widerspruch mit jenen Richtungen, von welchen indeß