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In demselben Jahre erhielt er den Befehl über die Flotte im mittelländischen Meereund zog seine Flagge auf dem Linienschiffe Asi'a auf.. Das gespannte Verhältniszwischen Rußland und der Pforte, das nur in einem Kampfe sich lösen zu könnenschien, der Krieg in Griechentand und die Seeräubers! der Griechen, die be-sonders auch dem Handel der Englander im Archipel großen Nachtheil zufüg-ten, gaben dem ihm ertheilten Auftrage eine hohe Bedeutung und Wichtigkeit. C.ergriff die strengsten Maßregeln zur Unterdrückung der Seeraubereien, und erklarteder griechischen Regierungscommission, er werde keinem griechischen Fahrzeuge ge-statten auf Kaperei auszugehen, von welcher Behörde es auch ermächtigt sein möge.Als der Vertrag zwischen Großbritannien, Frankreich und Rußland vom 6. Jul.4827, Canning's letztes Werk, den Entschluß befestigt hatte, die Ruhe in Grie-chenland durch gemeinschaftliches Zusammenwirken wiederherzustellen, sammeltesich auch das Geschwader Frankreichs unter dem Admiral Rigny in dem mittelländi-schen Meere. Bei einer Zusammenkunft mit Ibrahim Pascha, dem Befehlshaber derägyptisch-türkischen Kriegsmacht in Morea, am 25. Sept. 1827, willigte dieser ineinen Waffenstillstand, durch welchen sämmtliche Land- und Seetruppen im Hafenvon Navarin von feindseligen Unternehmungen abgehalten werden sollten. C. er-griff diese Maßregel nach dem Inhalte geheimer Instructionen vom 12. Jul. 1827,welche ihm auftrugen, einen Waffenstillstand zur See zu erzwingen und die Lan-dung frischer Kriegsvölker aus Asien oder Afrika auf dem griechischen Festlande undden benachbarten Inseln zu verhindern, und eine spätere, von den Gesandten derdrei verbündeten Machte zu Konstantinopel geschlossene Übereinkunft ermächtigteüberdies die vereinigten Flotten, allen ägyptischen oder türkischen Schiffen, welcheGriechenland verlassen wollten, sicheres Geleit zu geben. Nach dem Abschlüsse desWaffenstillstandes mit Ibrahim segelte C. nach Zante, aber schon in den ersten Ta-gen des Octobers verließen mehre ägyptische Schisse den Hafen zu Navarin,nordwärts steuernd, und kaum hatten diese durch die Drohungen des englischenAdmirals sich bewegen lassen, unter dem Geleite britischer Schisse zurückzukehren,als Ibrahim selbst mit einem ansehnlichen Geschwader erschien. C.'s Entschlossen-heit vereitelte auch dieses Unternehmen und zwang den ägyptischen Befehlshaber,seinen dreisten Versuch zum Bruche des Waffenstillstandes aufzugeben und eiligwieder nach Navarin zu steuern. Während Ibrahim nach seiner Rückkehr die grau-samsten Verheerungen in Morea anrichtete, erschien auch die russische Seemacht(13. Oct.) unter dem Admiral Heyden im Archipel, und als die englischen Verstär-kungen von Malta angekommen waren, bildete die verbündete Flotte eine überlegeneMacht. C. übernahm als der älteste Admiral den Oberbefehl. Man hat, wie esscheint, nicht ohne Grund behauptet, der Herzog von Clarence, als damaliger Groß-admiral, habe den amtlichen Instructionen mit eigner Hand die Worte hinzugefügt:„Darauf los, Eduard!" (Llo on, Neck) und dadurch den Admiral ermächtigt, dasÄußerste zu wagen. Die drei Admirale beschlossen, in Schlachtordnung in denHasen von Navarin zu dringen, um Ibrahim, der nach dem Abschlüsse des VertragsVerstärkungen aus Ägypten erhalten hatte, zur Beobachtung des Waffenstillstandszu nöthigen, und wie C. ziemlich unbestimmt in seinem amtlichen Berichte sagte,ihm Vorschlage im eignen Interesse der Pforte zu machen, die aber, wie später sichergeben hat, auf die Abfahrt der osmanischen Flotte nach Ägypten und nach denDardanellen gerichtet waren. Die ägyptisch-türkische Flotte war zum Widerstandegerüstet, sie begann die Feindseligkeiten, und der blutige Vernichtungskampf (20.Oct. 1827) wurde gefochten. Während der mörderischen Schlacht stand C. aufdem Verdeck seines Admiralschiffs, und die Tapfern, die ihn umgaben, zum Kampsermunternd, leitete er besonnen und unerschrocken die Bewegungen der verbündetenGeschwader. Die Nachricht von dem glorreichen Siege wurde von dem englischenVolke mit Begeisterung empfangen, aber Wellington stand an der Spitze der Ver: