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gen, Hornemann, Belzoni und Bowdich u. A. anreihen. Sein Weg hatte ihn vonBadagry aus durch die bisher unbekannten Königreiche Puriba, Borgu und Bussa,ferner durch die Landschaften Nysse, Yuri, Kotongra undZegzeg nach Kano geführt^wo er schon 1824 gewesen war. Im Begriffe, nach Sakkatuh zu gehen, traf er un-terwegs den Wessir des Sultans Bello, welcher ihm von dieser Reise abrieth, weilder Sultan mit dem Herrscher von Guber im Kriege begriffen, und die Gegend daherunsicher sei. Auf diesem Wege nach Sakkatuh wurde C. am 11. October 1826ausgeplündert, und ihm nebst Allem, was er bei sich trug, auch sein Tage- und No-tizenbuch, sein Schreibezeug gestohlen, welches Alles er, trotz den angestrengtestenBemühungen, nicht wieder erhalten konnte: ein um so größerer Verlust fürdie Wissenschaft, als wegen seiner bald darauf erfolgten Krankheit die Lücke in demReiseberichte nicht wieder auszufüllen war. Im Lager des Sultans hatte erGelegenheit, einen Angriff auf Kunia, die Hauptstadt von Guber, mit anzuse-hen, wo er die Erlaubniß erhielt, nach Sakkatuh zu gehen. Von hier folgte er einerEinladung des Sultans, nach Magaria zukommen; allein so erfreut Bello an-fangs über die ihm von C. im Namen des Königs von England überreichtenGeschenke gewesen zu sein schien, war sein Benehmen doch plötzlich wie umgewan-delt. Er ließ ihn durch seinen Leibarzt Sidi Scheikh zur Rückkehr nach Englandausfodern. Bei einer Unterredung, die C. daraus mit dem Sultan selbst hatte,wiederholte Bello diese Ausfoderung, wahrscheinlich aus Furcht, der Reisende möchtedas Innere von Afrika nur darum auskundschaften, um die Kriegsmacht der Britendahin zu führen und diesem Volke den Weg zu großen Eroberungen, wie in Indien,zu bahnen. Er verlangte schlechterdings, daß C. den Brief des Königs von England,welchen er für den Scheikh von Burnu, El-Kanemi, hatte, in seiner Gegenwart öffne.So sehr sich der treue C. auch weigerte, Bello machte von dem Rechte des StarkemGebrauch und nahm zugleich noch die für den Scheikh bestimmten Geschenke weg.C.'s Gemüth war durch diese Behandlung so angegriffen und sein Körper durch die Be-schwerden der Reise so ermattet, daß er in eine schwere Krankheit siel. Die Folgen einerbösartigen Ruhr und Darmentzündung machten am 13. April 1827 nach 32tägi-gem Leiden dem Leben dieses Ehrenmannes zu Sakkatuh ein Ende. Er starb in denArmen seines treuen Dieners Richard Lander in einer kreisrunden Lehmhütte, welche,dem Bruder des Sultans zugehörend, ihm fünf Monate lang zum 'Aufenthalte ge-dient hatte. Lander brachte den entseelten Körper, in Leinwand gehüllt, auf einemKameele nach dem schönen Dorfe Djangany, fünf M. südöstlich von Sakkatuh (15Tagereisen von dein vorgesteckten Zielpunkte Timbuktu), grub mit Hülse der Negerein Grad in einem Garten, senkte nach den Gebräuchen der englischen Kirche denLeichnam hinein, sprach ein Gebet und schied von dem geliebten Herrn, nachdem erzuvor durch Anhäufung von Steinen mit einem darübergesetzten viereckigen Lehm-hause dessen Ruhestätte bezeichnet hatte. Obschon diese zweite Reise C.'s nichtdie Ergebnisse gewährte, die man davon erwartete, so wurde dennoch die Kennt-niß von Afrika dadurch bedeutend erweitert. C. hat uns den fast sechs Breitengradelangen Raum von Badagry bis Kam), der auf den frühern Karten so gut wie leer war,mit einer Menge fest bestimmter Punkte bekannt gemacht. Er war bei Bussa selbst ander Stelle, wo Mungo Park sein Leben verlor, er hat sich also von der Gewißheitdes Laufes des Quorra (Niger oder Dscholiba) durch eine große Landftrecke, überwelche man bisher nur Vermuthungen hatte, mit eignen Augen überzeugt. SeineBeschreibung der Königreiche Puriba und Borgu ist eine wahre Eroberung für dieErdkunde. Lander stieg am 1. Mai 1828 zu Portsmouth ans Land, nachdem erauf der Sklavenküste wie durch ein Wunder vom Vergiftungstode gerettet wordenwar. Der gelehrte Barrow, an den alle Briefe C'.s gerichtet waren, hat die Heraus-gabe derselben, sowie auch der von Lander mitgebrachten Papiere besorgt: „l^arrativevitravels null (liscoveries in uortllern anck central ^iriea in tlle )ears 1822,1823