Clapperton
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Ach
volkreichen Hauptstadt von Haussa, nur acht Tagereisen entfernt liegt. Im Januar1824 erkrankte Oudney auf dem Wege nach Nyffe und starb am 12. dess. Monatszu Murmur. Nachdem C. seinem Freunde nach englischer Sitte die letzte Ehre erwie-sen und ihn zur Erde bestattet hatte, setzte er seine Reise nach Kano fort, wo ihn derBeherrscher von Haussa nicht nur wohlwollend aufnahm, sondern bis Sakkatuhzum Sultan Bello geleiten ließ. Dieser energische Beherrscher der Fellahtahs, derseinem Scepter den ganzen Süden von Djenne bis zum See Tsaad unterworfen hat,ward gar bald C.'s Freund. Durch den unterrichteten Bello erhielt C. wichtigeAufschlüsse über diesen Theil von Afrika und sogar eine — wenn auch höchst un-vollkommen gezeichnete — Karte aller Flüsse und Ortschaften des Reichs, wogegener nicht versäumte, den Sultan auf die Vortheile aufmerksam zu machen, welche fürihn aus Handelsverbindungen mit den Englandern, die mehre Niederlassungen ander Küste von Benin besaßen, entspringen könnten. Der Sultan nahm die Vor-schlage gütig auf und war nicht abgeneigt, sie zu verwirklichen. Was aber C. zurgrößten Ehre gereicht, ist, daß er bei allem Eifer, seinem Vaterlande zu nützen, dieheiligste Sache der Menschheit nicht vergaß. Als ihn Bello fragte, womit er desKönigs von England Geschenke erwidern könne, gab ihm C. zur Antwort: DurchAbschaffung des Sklavenhandels und durch strenge Verbote, daß kein einziger dieserUnglücklichen mehr in feinen Staaten aufgekauft werden dürfe, um nach Amerikageführt zu werden. Der Sultan verstand diese Bitte und versprach die Men-schenrechte zu schützen. Endlich kehrte C. fast auf demselben Wege, auf welchem ergekommen war, nach Kuka zurück, und wahrend man in Europa begierig auf neueBerichte der Reisenden Denham und C. wartete, trafen diese im April 1825 unver-muthet über Tripolis, Italien und Frankreich wieder in England ein. Durch dieseReise in das Innere von Afrika, so viele sonst unbekannte Lander auch erforscht undso manche Orte geographisch bestimmt wurden, ist indeß der wahre Lauf des Niger,diesis großen Problems aller Jahrhunderte, noch nicht mit Gewißheit ausgemit-telt worden. Dem Diener C.'s, Richard Lander, und dessen Bruder John war dieLösung der Frage aufbehalten. C. hat jedoch ermittelt, daß der bei Timbuktu vor-beifließende Strom, der Dscholiba, von dieser Stadt südöstl. in der Richtung nachNyffe laufe, sich dann nach S. und SW. wende und endlich in den Meerbusen vonBenin ausmünde. Die Flüsse Paou und Sharp aber stehen weder mit dem Dscho-liba, noch mit dem Kolla, noch mit dem Nil in Verbindung. In London angekom-men, wurde C. zur Belohnung für seine Verdienste zum Capitain ernannt, und er-hielt noch im August dess. Jahres (1825) den Befehl über die Corvette MmLru-en,mit dem Auftrage, noch einmal seine Kräfte zu versuchen und die begonnenenEntdeckungen in Afrikas Binnenlande fortzusetzen und wo möglich zu vollenden.Am 28. August 1825 ging er zu Parmouth unter Segel und steuerte nach derKüste von Benin, wo er drei Monate darauf an das Land stieg; der unerschrockeneMann wollte sich diesmal von dem Busen von Benin aus auf einem jener Flüsse,die man schon damals für die Mündungen des Niger hielt, ins Innere des Landesbegeben und gerade auf Timbuktu, den Zielpunkt alles Strebens, losgehen.Seine Begleiter waren vr. Dickson, Cap. Pearce und vr. Morrison. Erstererwendete sich nach Osten, um wo möglich bis nach Abyssinien vorzudringen, soll aberendlich, in ununterbrochenem Kampfe mit unglaublichen Beschwerden, in Beglei-tung des Portugiesen de Souza und eines Agenten der afrikanischen Missionsgesell-schaft, James, nach Dahome aufgebrochen sein, wo ihn der König sehr gut aufge-nommen. Doch wird von Einigen dieser Nachricht widersprochen. Nur die Nach-richt von seinem Tode ist gewiß, sowie auch Morrison zu Jennah und Pearce zuEngua (27. Dec. 1825) ein Opfer des Klimas gewordeil sind. Selbst der gegenjede Unbill der Witterung abgehärtete C. sollte das unglückliche Schicksal fast allerim Innern von Afrika reisenden Forscher theilen und sich einem Mungo Park, Rönt-
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