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vorgerückt; der nördlichste befallene Punkt war Wolodga, der westlichste Tich-win im Gouvernement Nowgorod. Südlich ging im russischen Reiche dieVerbreitung von den Küsten des schwarzen Meeres nicht nur am Dniepr undDniestr hinauf, sondern selbst bis nach Volhynien, wo zuerst der Ort Berdiczowbefallen wurde, und vor dem Schlüsse des Jahres 1830 war die Krankheit in Ga-lizien eingebrochen, sodaß in diesen südlichen Gegenden der 43. Langengrad erreichtwurde. Im Mai 1831 befiel die Cholera Archangel, an der Mündung der Dwinain das weiße Meer, am 9. Jul. Petersburg, und gewann bald eine Verbrei-tung nach Wiborg, Helsingfors und andern Orten auf der Nordküfte des sinni-schen Meerbusens. Polen war mehr als andere Lander durch die Kriegsereignifsevon der Krankheit bedroht, da es in der nächsten Berührung mit russischen Heeres-massen stand, und auf keine Weise etwas zum Schutze gegen das Eindringen derCholera geschehen konnte. Als die beiden Haupteingangspunkte der Krankheit inPolen nennt man südlich Vrzesc-Litewski und nördlich Grodno, zwischen beiden einendritten, Bialystok, wo sie indessen erst spater, am 1. Mai, ausbrach, wahrend sie am24. März schon in Biala, am 30. in Siedlce, am 23. April in Augustowo war.Im südlichen Polen erschien die Cholera am 23. Marz in Zamosc, aber erst imJul- zu Krakau und Czenstochau. Zu Warschau war sie bereits am 21. April,und nun geschah die Verbreitung auf dem linken Ufer der Weichsel nach Sochazew,
Lowicz, Kutno, Kolo und Kalisch; die Krankheit berührte demnach zu Ende Inn.
1831 an letztem, Orte die Grenze Deutschlands, wie sie sich denn auch nördlich,
Modlin und Plock befallend, durch Pultusk, Ostrolenka und die Umgegend derSüdgrenze von Ostpreußen, und von Augustowo aus dem Memel näherte. Am20. Mai 1831 erschien die Cholera in Riga, bald darauf in Mitau, Reval undandern Orten Kur- und Lieslands; am 27. Mai zeigte sie sich zu Schnaken-burg, östlich von Danzig, am 29. in Danzig selbst. Am 27. Jun. erschien siezu Budweitschen an der polnischen Grenze, am 28. zu Kögsten bei Memel, am z.1. Jul. zu Schirwindt, am 10. in M,-.rienburg, am 12. in Elbing, am 13.in Posen, welche Stadt am 20. mit einem Militaircordon umzogen wurde.Am 14. Jul. war die Cholera in Grünberg an der Warta, am 17. in der ''«ÄkAStadt Pillau, am 18. in Stallupöhnen und Memel, am 19. in Neidenburg,am 20. in Tilsit, am 22. in Königsberg, am 24. in Graudenz und Thorn,am 27. in Gollub. Bis jetzt war Schlesien, obschon in seiner ausgedehnten öst- '^wiüchMsjlichen Grenze hart bedroht, noch verschont geblieben, nunmehr aber brach im Re-gierungsbezirk Oppeln am 28. Jul. zu Beuchen und am 29. zu Myslowitz die ^ «Gr eirKrankheit aus, während sie zugleich in der Nähe früher befallener Orte in der Ge-gend von Danzig, Memel und Kalisch sich verbreitete. Am 1. Aug. 1831 erschien 'WettiW-die Cholera in Johannesburg und Bromberg, am 2. in Strasburg an der Grenze -MOech-von Polen und Ostpreußen; trotz des um die Stadt Posen gezogenen Cordons "Gierschsstieg die Krankheit die Warta hinab, war am 8. Aug. in Schwerin, am 10. inKüstrin, am 20. in Garz, am 21. in Frankfurt an der Oder, am 25. in Stettin,und am 31. Aug. war, trotz der schon am 5. dies. Monats längs der Oder undeinem Theile der Warta und Obra aufgestellten Militaircordons, die Cholera inBerlin. An demselben Tage brach sie in Gnesen, am 2. Sept. in Neustadt-Eberswalde, Spandau und Fürstenwalde, sowie zu Jnowratzlaw und Gniefkowoan der polnischen Grenze und zu Maltzsch an der Oder aus; am 7. war sie zu Leu- ^bus, am 10. zu Auras, am 14. zu Krossen, und so war denn die Oder in ziemlicher >
Ausdehnung theilS bedroht, theils übersprungen, und man verlegte an dem zuletztgenannten Tage den Militaircordon an die Elbe in ihrem ganzen Verlaufe von dersächsischen bis zur hanöverschen Grenze. Am 19. Sept. war die Cholera bis Ra- ^
thenow an der Havel vorgerückt und am 27. in Potsdam ausgebrochen, währendsie zugleich südlich an der Oder vorschritt und am 29. Breslau und Oppeln befiel.
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