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Chile
sches Journal"; für pharmaceutische Chemie: die pharmaceutischen Journale vonBuchner, von Trommsdorss, die „A»nalen der Pharmacie" von Brandes, Geigerund Liebig (Fortsetzung des seit 1832 vereinigten Brandes'schen Archivs und Gei-ger'schm Magazins), das „Berlinische Jahrbuch" von Lindes, das „Pharma-ceutische Centralblatt" (ohne Nennung der Redaction), die „Pharmaceutische Zei-tung des Apothekervereins im nordlichen Deutschland". In Frankreich sind fürallgemeine Chemie (mit Physik) blos die ,,.4nmdes de cliimie et de ply'sigue"unter der Redaction von Gay-Lussac und Arago vorhanden (l832 der 49. Bandbeginnend), für technische und mineralogische Chemie die „^nmdes des mines",das „Lidietin de in societe industrielle de lVluIlrausen", die „^nnnles de I'in-dustrie", das „Inurnnl des cermmss-mcgs usuelles"; für pharmaceutisch-medici-Nl 'sche Chemie das „lournul de ^üuriuacie" und das „lournul de cliimie medi-cule". In Schweden, so viel uns bekannt, bloß die „XoiiFl. Vetenslcups-kcnd.Hundiin^tti", und die „lern Oentvi ets Kimedec". In England: ,/13ie jitiilnso-jiliical maFuxine und unnuls uk plii!nscg)!i)" von Taylor und Phillips, das„lbldintjurgch ^liilosnjillicüi sinn iinl^ von Brewster und das „Ldindur^k nevv i»l,i-ioso^üierd )nurnul" von Jameson, das „lnurnul nf tlre r,»)'ul institutinn"; ,,3'liecjuurterl )')0 »rnul of seience"; diese englischen Journale enthalten aber auch außer-dem noch viele andere heterogene Gegenstände. (11)
* Chile, südamerikanischer Freistaat, dessen Name, alter als die Entdeckungdes Landes durch die Europaer, von einer Drosselart herrühren soll, bildet einengroßen Theil der Westküste Südamerikas und liegt, ohne die Inseln Chiloe, welchezum Freistaate gehören, zwischen 24° 5" und 4l° 55" S. Br. und 59° 29" und58° 39" W. L. von Ferro. Von Norden nach Süden dehnt es sich, als ein langerschmaler Streif, 2974 geographische M. und mitChiloe 295 M. aus. SeineNach-barlander sind im Norden Bolivia, im Osten die Staaten von la Plata; südlichund westlich wird es von dem großen Ozean begrenzt. Der Flachenraum des Lan-des, früher beinahe um das Doppelte zu hoch berechnet, betragt 8952 geographi-sche UlM. und wird etwa von 7 Millionen Menschen bewohnt. Dieses Land ge-hört zu den schönsten der Erde; es hat ein vortreffliches Klima, einen fruchtbarenBoden, zahlreiche Flüsse, majestätische Berge und eine herrliche Küste; es ist eineSchweiz im südamerikanischen Maßstabe. Auf der Ostgrenze zieht sich die Haupt-kette der Anden hin; ihre Hochgipfel, von denen viele gegen 29,999 Fuß erreichenund alle mit ewigem Schnee bedeckt sind — da die Schneelinie unter 35° Breite aufder Höhe von 19,899 Fuß liegt —, bilden einen wundervollen prachtigen Anblick;unter die höchsten dieser Erdriesen gehören der Mahflas, Tupungato, Descabeza-do, Longavi, Chillan, Guanauca, Coquimbo, Limari, Chiapa w. Man zahlt21 Vulkane, von denen 14 in bestandiger Eruption sind. Das Land ist sehr häufi-gen Erdbeben ausgesetzt, eines der heftigsten war 1822, und jährlich rechnet manauf drei bis vier, die aber gewöhnlich leicht vorübergehen. Von den Anden ausziehen sich mehre Gebirgszweige in verschiedenen Richtungen durch das Land, wel-ches nach der Küste hin bedeutend abfällt; ausgedehnte Ebenen findet man in die-sem Gebirgslande nicht. Von dem Gebirge der Anden fließen 129 große Flüssedurch das Land, alle in der Richtung von Osten nach Westen") alle sind Küsten-flüsse, und die ausgezeichnetsten folgende: der Guasco, Quillota, Maipo, Maule,Valdivia, Biobio w. Der letztere trennt das Gebiet des Staates von den Besitzun-gen der tapfern Araucanos, eines freien Jndianerstammes, den die spanischenWaffen nie bezwungen. Unter den zahlreichen Seen sind der Aculeu, Padaguelund Taguatagua die fischreichsten und vorzüglichsten. Die Küste dehnt sich amgroßen Ozean auf 271 Meilen aus, große und tief ins Land eingreifende Busensind nur im Süden, wo Ancud zwischen Chiloe und dem Festlande ein prächtigesJnselmeer bildet. Das Klima Chiles, als eines Gebicgs- und Küstenlandes, ist
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