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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
409
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Chemie 409

Weise sagt Berzelius z.B. saures Goldchlorid, saures Fluorkalium, wenn Goldchloridchemisch mit Chlorwasserstosssäure (Salzsaure), Fluorkalium mit Fluorwasserstoff-saure (Flußsaure), u. s. w. verbunden ist. Was die Bezeichnung der Verbindungsstu-fcn der Schweselsalze, Selensalze, Tellursalze, beispielsweise der Arscnikschwefelsalzeanlaugt, so nennt Berzelius arsenikgeschwefelte oder arsenikschweflige Salze dieSalze, welche entstehen, wenn in den arseniksauren Salzen die Sauerstossatome derSaure und Basis durch eine gleiche Anzahl Schwefclatome ersetzt werden; arse-nichtgesthwefelte Salze, wenn dasselbe in Bezug auf die arsenichtsauren Salzestattfindet; ebenso kann man arsenikgeselente und arsenichtgeselente, arseniktellurteund arscnichttellurte Salze unterscheiden. Noch ausführlicher über diese Literaturkann man sich aus Berzelius'Jahresbericht", Vl, 185, oder Fechner'sReperto-rium der neuen Entdeckungen der unorg. Chemie", I, 577, belehren.

Der kleinern Lehrbücher der Chemie, welche eine gedrängte Darstellung derChemie enthalten, gibt es eine große Anzahl, unter welchen eine hauptsachliche Em-pfehlung das von Mitscherlich heftweise herausgegebene, wovon indeß erst wenigeLieferungen erschienen sind, verdienen dürfte; außerdem können die Lehrbücher vonDöbereiner (1831), Ficinus (1830), Geiger (erster Theil seinesHandbuchs fürPharmaceuten", 1830), Nunge (1830), Scholz (zweite Aufl. 1829 31),Schubarth (fünfte Aufl. 1832), Vogel (1831), Möhler (1831), Zenneck (1829),und die Ubersetzungen der Lehrbücher von Payen (1829) und Turner (1829) an-geführt werden. Neuere Werke, welche das ganze Detail der Wissenschaft enthal-ten, sind: dasLehrbuch der Chemie" von Berzelius, aus dem Schwedischen über-setzt von Möhler, in vier Banden (von mehren Abteilungen), 1825 31; dasRepertorium der Chemie als Kunst und Wissenschaft" von Brandes (alphabetisch,bis jetzt bis zu Berzelit), seit 1825; dasHandbuch der theoretischen Chemie" vonGmelin, in zwei starken Banden (dritte Aufl. 1829); dasHandbuch der allgemei-nen und technischen Chemie" von Meißner, in fünf Banden (der letzte 1834); dasLehrbuch der theoretischen und praktischen Chemie"von Thenard, nach der fünftenund sechsten Aufl. übersetzt von Fechner, in sechs Bdn., 182528, fortgesetzt durchdasRepertorium der neuen Entdeckungen in der Chemie" von Fechner. In Vc-gUg auf technische Chemie insbesondere sind namentlich zu erwähnen: das Lehrbuchvon Dumas, in zwei deutschen Übersetzungen erscheinend, das von Schubarth unddie großeTechnologische Encyklopädie von Prechtl"; in Bezug aufpharmaceutischeChemie Geiger'sHandbuch", Bucholz'Pharmaceutische Praxis", Dulk'sCom-mentar zur preußischen Pharmakopoe, und Andere; in Bezug auf analytischeChemie Rose'sHandbuch der analytischen Chemie" (zweite Auflage 1831);in Bezug auf chemische Manipulationen und Apparate eine Übersetzung vonFaraday's Werk über diesen Gegenstand, und das in Heften zu Weimar er-scheinendeLaboratorium". Die Journale, durch welche die neuen Ent-deckungen in der Chemie verbreitet werden, sind folgende: In Deutschland fürallgemeine Chemie (und Physik): Poggendorff'sAnnalen" (mit dem Jahre.1832 den 23. Band beginnend, Fortsetzung der ehemaligen Gilbert'schen),welche wegen der ausgezeichneten Mitarbeiter, die daran Theil nehmen, undder fast durchgangigen Wichtigkeit der darin aufgenommenen Abhandlungen,für die Fortschritte der Chemie den ersten Nang einnehmen; ferner das sehrsorgfältig redigirte, durch reichhaltige Zusammenstellungen, Literatur und eben-falls wichtige eigenthümliche Abhandlungen sich auszeichnende ehemals Schweig-ger'sche, jetzt von Schweigger'S Adoptivsohn Schwcigger - Seidel in Verbin-dung mit Duflos redigirteJahrbuch der Physik und Chemie" (mit 1832 den 54.Band beginnend); fernerKastner'sArchiv für Chemie u. Meteorologie" (mit demJahre 1832 den vierten Band beginnend); für mineralogische und technische Che-mie: Erdmann'sJournal", Karsten'sNeues Archiv", Dinglcr'sPolytechni^