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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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Chemie

c) Selensalze und Tellursalze; diese sind den Sauerstoffsalzen und Schwefelsalzenanalog, nur daß in ihnen der Sauerstoff oder Schwefel der Basis sowol als derSaure durch Selen oder Tellur ersetzt wird. In allen vorgenannten Salzen fin-det eine Verbindung eines binaren Korpers mit einem andern binaren Körper, dieeinen gemeinsamen Bestandtheil haben, statsi und sie werden sammtlich von Berze-lius unter dem Namen Amphidsalze vereinigt; es gibt aber auch Salze, in denenein einfaches Metall durch einen andern einfachen oder einen organischen zusam-mengesetzten Körper neutralisirt wird, wohin unter andern das Kochsalz, welchesBerzelius selbst das charakteristischste aller Salze nennt, gehört, indem dies nichtsanders als eine einfache Verbindung von Natrium mit Chlor ist. Die ganze Clafsesolcher Salze wird von Berzelius unter dem Namen Haloidsalze begriffen, und sieenthalt unter sich als einzelne Ordnungen: die Chlsrmetalle, Jodmetalle, Brom-metalle, Fluormetalle, Cyanmetalle und Schwefelcyanmetalle. Da es solcherge-stalt Chlor, Jod, Brom, Fluor, Cyan und Schwefelcyan sind, welche die Metallezu Salzen zu Neutralismen vermögen, so faßt Berzelius diese Stoffe unter dem Na-men Salzbilder (corpai-u lnlloFenia) zusammen, wahrend er die einfachen Stoffe(Sauerstoff, Schwefel, Selen und Tellur), welche die Metalle nicht neutralisi-ren, sondern mit ihnen elektropositive oder elektronegative Verbindungen (Basenoder Säuren) hervorbringen, die erst durch wechselseitige Verbindung Salze zu bil-den vermögen, Basen- oder Saurebilder, oder der Kürze halber blos Basenbilder(cvrpora nmpKiFenin) nennt. Anlangend die Benennungen der verschiedenenVerbindungsstufen, mit welchen es sehr wichtig ist vertraut zu sein, da eine man-gelnde Kenntniß derselben häufig Veranlassung zu unrichtigen Ausdrücken undMisverstandnissen gibt, so sind sie folgende: Wenn ein Metall zwei Oxydations-stufen hat, die beide als Basen gegen Sauren austreten können, so wird die nie-dere Oxydul, die höhere Oxyd genannt (z. B. Eisinoxydul, Eisenoxyd), ist bloßeine vorhanden, so heißt sie ebenfalls Oxyd (z. B. Zinkoxyd). Eine Oxydations-stufe, die zu wenig Sauerstoff enthalt, um Basisstelle vertreten zu können, heißtSuboxyd, und solche Oxydationsstufen, welche mehr Sauerstoff enthalten, als siein ihre Verbindungen mit Sauren hinübernehmen können, werden Superoxyd ge-nannt, oder, wenn ihrer zwei, eine niedere und höhere Stufe, vorhanden sind, re-spective durch die Namen Superoxydul und Superoxyd unterschieden. Zur Un-terscheidung der verschiedenen Schwefelnngsstufen eines Metalls, z. B. des Ka-liums, bedient man sich der Ausdrücke: erstes, zweites, drittes Schwefelkaliumu. s. f. Sind bloß zwei Schwefelungsstufen vorhanden, z. B. dein: Eisen, so heißtdie niedrigere Schwefeleisen, die höhere Eisenschwefel. Die Verbindungen derMetalle mit Chlor anlangend, so nennt Berzelius Chlorür die niedere Verbindungs-stufe (welche dem Oxydul entspricht), Chlorid die höhere Verbindungsstufe (welchedem Oxyde entspricht) mit Chlor, wie denn z. B. das Calomel Quecksilberchlorür,der Ätzsublimat Quecksilberchlorid ist. Für noch höhere oder niedrigere Verbin-dungsstufen mit Chlor, als dem Oxyd und Oxydul entsprechen, braucht Berzeliusdie Vorzeichnungen Sub und Super, wie bei den Oxyden, z. B. Subchlorür,Superchlorid. Auf ganz analoge Weise sind die Benennungen Jodür und Jodid,Bromür und Bromid u. s. w. bei den andern Haloidsalzen zu verstehen. Die Ha-loidsalze können gleich den Amphidsalzen sowol basische als saure Salze bilden. Diebasischen bestehen aus der Verbindung eines Metalls mit dem Haloidsalze dessel-ben Metalls, sodaß z. B. basisches Chlorcalcmm eine Verbindung von Chlorcal-cium mit Calciumoxyd (Kalk) ist. Die Benennung basisch bezeichnet also richtigdie Verbindung eines Salzes mit einer Basis. In Fallen? wo es mehre Verbin-dungstufen mit Basen gibt, gebraucht Berzelius die Worte: einfach basisch, dop-pelt basisch, dreifach basisch u. s. w., je nachdem das Oxyd entweder gleich viel oderzwei Mal oder drei Mal so viel Metall enthalt als das Haloidsalz. Auf analoge

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