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Erster Band (1832) A bis E
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Chemie

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verdorben, Vogel, Wach, Wetzlar, Wurzer. In Frankreich für allgemeine Chemieam wichtigsten: Braconnot, Chevreul, Dumas, Gay-Lussac, Laugier (kürzlich gestor-ben), Pelletier, Soubeiran, Serulla, The'nard (jetzt ziemlich unthätig)-, für technischeund mineralische Chemie: Darcet, Berthier, Kuhlmann und einige der Vorge-nannten; für medicinisch-pharmaceutische Chemie: Barruel, Boullay, Boutron-Charlard, Bussy, Cailliot, Caventou, Chevallier, Colin, Donne, Guibourt, Lafsaigne,Lecanu, Orsila, Payen, Pelouze, Plisson, Robinet, Robiquet und einige der Vor-genannten; außerdem im Allgemeinen nennenswerth: Berthemot, Desfosses, Des-prez, Gaultier de Claubry,Houton-Labillardiere, Perfoz, Quesneville. In Schwedenvor Allen Berzelius, ohne Widerrede der größte der jetzt lebenden Chemiker, ausge-zeichnet in allen Zweigen der Chemie, der allein fast soviel für die Fortschritte derneuern Chemie geleistet hat als die Übrigen zusammengenommen, und daher selbstscherzweise von den Englandern mit dem Namen des chemischen Napoleon belegtworden ist; außerdem verdienstvoll Bredberg und Sefström. In England ambekanntesten Brande, Bostock, I. Davy, Faraday, Graham, Johnston, Phil-lips, Prideaux, Turner, Ure; in Danemark Zeise; in der Schweiz (Genf)Macaire, Marcet, Morin, Peschier (kürzlich gestorben), Rive, Saussure (sämmt-lich als Chemiker nicht von großer Bedeutung); in Nußland: Bonsdorss,-bel, Herrmann, Heß; in Holland allenfalls zu nennen: Van Möns, Mey-link und Stratingh; in Italien: Bizio, Matteucci; in Amerika: Boussingault,Hare. Als Orte, welche gegenwartig Centralpunkte der Fortschritte der Chemie,wegen Vereinigung einer größern Anzahl ausgezeichneter Chemiker daselbst, bilden,lassen sich füglich Berlin und Paris ansehen, außerdem werden aber auch Stock-holm wegen Berzelius, Göttingen wegen Stromeyer, Gießen wegen Liebig vonDenen, welche sich mit dem praktischen Studium der Chemie beschäftigen wollen,gern besucht.

Derjenige, welchem darum zu thun ist, einen fortlaufenden Uberblick überdie wichtigsten jahrlichen Fortschritte der Chemie zu behalten, kann nicht besserthun, als den jahrlich erscheinendenJahresbericht über die Fortschritte der physischenWissenschaften" von Berzelius (übersetzt von Möhler) nachzulesen; wer jedoch einevollständige Zusammenfassung des Details aller neuen Entdeckungen in der Chemiezu haben wünscht, wird sich durch das in zweijährigen Lieferungen erscheinendeRe-pertorium der neuen Entdeckungen in der Chemie" von Fechner befriedigt finden. Hiermag es genügen, von der großen Masse der erwähnenswerthen Fortschritte derChemie in den letzten Jahren einige wenige, welche von hauptfächlicher Wichtig-keit sind, kurz zu bezeichnen: 1) Die Classification und Nomenklatur der chemi-schen Verbindungen hat durch Berzelius neuerdings einen Fortschritt erfahren,worüber wir wegen der besondern Wichtigkeit dieses Gegenstandes in Bezug aufdas Verständniß aller neuern chemischen Schriften weiter unten das Nähere mit-theilen werden. 2) Man hat die merkwürdige Entdeckung von Körpern ge-macht oder gesichert und erweitert, welche ungeachtet gleicher chemischer Zusammen-setzung doch verschiedene chemische und physische Eigenschaften besitzen, Körper,welche Berzelius isomerische nennt. Eins der interessantesten Beispiele hiervon istdie Phosphorsäure, die in ungeglühtem Zustande das Eiweiß niederschlägt und mitNatron ein das salpeterfaure Silber gelb fällendes Salz gibt, wahrend sie in ge-glühtem Zustande (wo sie den Namen Pyrophosphorsäure erhält), ungeachtet sienichts von Bestandtheilen gewonnen oder verloren hat, das Eiweiß nicht nieder-schlägt und mit Natron ein das salpetersaure Silber weiß fällendes Salz liefert.Andere isomerische Modifikationen bieten die Weinsäure und Traubensäure, dasknallsaure Silber und cyansaure Silber, das selbstentzündliche und nicht selbstent-zündliche Phosphorwasserstoffgas, das Zinnoxyd in verschiedenen Zuständen u. s. w.dar Wahrscheinlich gründen sich die verschiedenen Eigenschaften isomerischcr Kör-

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