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Erster Band (1832) A bis E
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Chemie

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darüber zu behalten. Sie hat in dieser Hinsicht selbst den Vorrang vor derPhysik gewonnen, die, wenngleich nicht vernachlässigt, doch im Ganzen vonviel Wenigem bearbeitet wird, und in der sich Entdeckungen von einiger Bedeu-tung viel langsamer folgen als in der Chemie. Der Grund dieses, im Verhält-niß zu frühern Zeiten und zurPhysik so raschen Fortschreitens der Chemie kann füg-lich in folgenden Gründen gesucht werden: 1) Man hat in neuern Zeiten dennützlichen Einfluß, den chemische Kenntnisse auf die Vervollkommnung von Kün-sten und Gewerben und auf die Fortschritte anderer Zweige der Naturwissenschaf-ten äußern, immer mehr kennen und schätzen lernen, das Bedürfniß nach diesenKenntnissen und das Interesse daran hat demgemäß immer mehr zugenommen,sodaß selbst Viele, die die Chemie nicht als ausschließliches Fach betreiben, doch we-gen der Beziehung derselben zu dem Gegenstande ihrer Tbätigkeit zu Untersuchun-gen im Bereiche derselben veranlaßt werden. Es wird hinreichen, in dieser Hinsichtan den Einfluß zu erinnern, den die Chemie in neuern Zeiten aufPharmacie, Mi-neralogie, Hüttenwesen, Färberei u. s. w. gewonnen hat. 2) Die frühern, wenn-gleich langsamem Fortschritte der Chemie haben doch die jetzigen schnellem dadurchvorbereitet und zum Theil hervorgerufen, daß sie allmälig zu Apparaten und Me-thoden geführt haben, mittels deren sich chemische Operationen viel leichter undsicherer anstellen lassen, als dies früher der Fall war. Entdeckungen, die mit denfrüher zu Gebote stehenden unvollkommenen Mitteln nicht gemacht werden konn-ten, sind dadurch in den neuem Zeiten möglich geworden. 3) Wiewol die Chemiebei ihren Operationen eine ebenso große Genauigkeit erfodert als die Physik, um zusichern Resultaten zu führen, mithin nur von Denjenigen, welche sich einer solchenGenauigkeit befleißigen, ein Fortschritt derselben zu hoffen steht, so ist doch die Be-arbeitung derselben deshalb Mehren zugänglich als die der Physik, weil man dabeimit sehr wenig mathematischen Kenntnissen ausreicht, während die Physik, na-mentlich in neuem Zeiten, sich immer mehr an die Mathematik angeschlossen hatuns in vielen Zweigen nicht anders als mit Zuziehung derselben fruchtbar bearbeitetwerden kann. Es sind jedoch nur einige Länder, in denen die Chemie mit sogroßem Eifer betrieben wird. Am meisten zeichnen sich in dieser Hinsicht Deutsch-land und Frankreich aus, die auf gleicher Stufe stehen dürften; zunächst, undzwar hauptsächlich wegen der quantitativ und qualitativ ungeheuer zu nennendenTbätigkeit Eines Mannes (Berzelius), dürfte Schweden stehen, ja man kannvielleicht bloß deshalb diesem den ersten Platz einräumen; auch in England fehlt esnicht an fleißigen und zum Theil ausgezeichneten Chemikern, doch können sich ihreLeistungen an Wichtigkeit im Allgemeinen nicht mit denen der vorzüglichem Che-miker aus den vorgenannten Landern messen; Rußland, Dänemark und dieSchweiz bieten nur wenige Namen von Bedeutung dar, und was in den übrigenLandern geleistet wird, dürste nicht sehr der Erwähnung Werth sein.

Es mögen hier die Namen der bekanntesten Chemiker folgen, welcheletzt am meisten durch eigne Untersuchungen zur Förderung ihrer Wissenschaftbeitragen. In Deutschland am wichtigsten für Chemie im Allgemeinen: Dö-bereiner, Gmelin, Liebig, Mitscherlich, Rose, Stromeyer, Möhler; für techni-sche und ökonomische Chemie: Döbereiner, Erdmann, Fuchs, Hermbstädt, Lam-padius, Sprengel, Zenneck; für hüttenmännische und mineralogische Chemie:außer Fuchs, Lampadius, Mitscherlich, Stromeyer und Rose folgende: Karsten,Kersten, Kobell, Zinken; für pharmaceutische Chemie: Bley, Brandes, Buch-ner, Döbereiner, Dingler, Dulk, Fischer, Geiger, Herberger, Liebig, Martius,Psaff, Schweigger-Seidel, Trommsdorff, Mackenrode?, Winkler, Wittstock; außer-dem noch im Allgemeinen nennenswert!) (wiewol von sehr ungleicher Bedeutung):Bischof, Buss, Dingler d.I., Dumenil, Heeren, Hünefeld, Kastner, Kühn, Löwig,Magnus, Oppermann, Osann, Reichenbach, Runge, Schindler, Tünnermann, Un-

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