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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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Chelius

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klarte, daß es jede Intervention von Seiten Spaniens zu Gunsten der portugiesi-schen Rebellen als eine feindselige Handlung ansehen würde. Indessen vollzogendie spanischen Generalcapitaine (Eguia, Monnet u. A.) die erhaltenen Entwaff-nungsbefehle nur zum Schein, und C. blieb mit seiner Reiterei bis um die Mittedes Marz in der Gegend von Aamora stehen. Spater ward er, um der portugie-sischen Regierung allen Verdacht zu nehmen, nebst seiner Gemahlin nach Jrunverwiesen, von wo er sich nach Bayonne begab. *) Die constitutionnelle Regie-rung ward"aber durch Intrigucn im Ministerium selbst geschwächt, und die Ko-nigin Mutter unterhielt fortwährend die Hoffnungen der absolutistischen Partei.Um nun kräftiger sein Werk, den conftitutionnellen Thron seiner Tochter, zu be-schützen, ernannte Don Pedro seinen Bruder Don Miguel zu seinem Stellver-treter (5. Iul. 1827). Obgleich nun der Infant die Acte seines Bruders an-nahm, so verbreitete dennoch der Marquis von E. durch die Apostolischen eine Artvon Manifest, worin jede Beschränkung der absoluten MachtvollkommenheitDon Miguels als Hochverrath an der Majestät des Throns bezeichnet war.Er selbst war mit der Königin und dem Infanten in beständigem Briefwechselgeblieben. In Portugal ward Alles vorbereitet, um Don Miguel zum ab-soluten König zu erheben. (S. Portugal Bd. 8, und Cadaval.) C.wirkte hierbei mit von Spanien aus. Als endlich Don Miguels Generale dieletzten Anstrengungen der Constitutionnellen unter Palmela, Saldanha und Villa-flor (2. und 3. Iul. 1828) an der Vouga vereitelt und die Überreste derselbennach Spanien geworfen hatten, rief Don Miguel die Banden des MarquisvonE., unter Tellez Jordao"), 900 Mann stark, nach Portugal zurück. C.ward in Lissabon mit Auszeichnung aufgenommen; allein er erfuhr bald den Un-dank des Usurpators. Don Miguel ertheilte keinem von seinen Offizieren die ver-heißenen Belohnungen; er entzog sogar denselben die Grade, die C. ihnen ertheilthatte. Der stolze Marquis selbst konnte von Don Miguel nur eine einzige kurzeAudienz erhalten und ward in derselben sehr gleichgültig behandelt. Er fühlte,daß man seine Dienste nicht mehr brauche; man gab ihm zu verstehen, daß manvon ihm Rechnung über die zu seiner Verfügung gestellt gewesenen Summen fo-dern, und daß er des Hochverraths angeklagt werden könne, weil, er thöricht genugzugegeben, daß ihn einst seine Banden unter dem Namen Emanuel II. als Por-tugals König ausgerufen hätten. C. zog sich jetzt zurück; alle seine Hoffnungenwaren vernichtet; er sah sich an Don Miguels Hose verachtet und verhöhnt. Dar-über verfiel er in Melancholie. Jndeß blieb die Königin Mutter feine Beschützerin.Als nun der Infant in Folge eines Sturzes (im Nov. 1828) gefährlich krank war,hielt sie mit dem Marquis Verathungen, wie der Infant Sebastian in Spanienzun, Nachfolger Don Miguels, sie selbst aber zur Negentin erklärt werden könne.Allein Don Miguel genas, der Marquis von C. blieb in Ungnade, und man sprachnicht mehr von ihm. Die Königin Mutter starb den 6. Jan. 183t), und C. dasweggeworfene Werkzeug der apostolischen Faction zu Lissabon den '7. März1830. (7)

Chelius (Maximilian Joseph), ward 1794 zu Manheim geboren, wosein Vater Vorsieher des Entbindungsinstituts war. C. kam sehr früh auf dasdortige Gymnasium, und als 1805 die Entbindungsanstalt nach Heidelberg verlegt,

*) In englischen Blättern findet man die Angabe, daß Don Miguel, um siine^lane zu verbergen, von Wien aus an den König von Spanien geschrieben undUm gebeten habe, so viel als möglich den aufrührerische!: Unternehmungen des Mar-kts von C. und seiner portugiesischen Genossen Einhalt zu thun.

/) Dieser Tellez wurde in der Folge, da er mehre Verschwörungen gegen Don« zum Gouverneur und Oberkerkcrmeister des Staatsgefang-

üsi'ö «san-Juliao ernannt, wo er durch Härte, Grausamkeit und Habsucht die ge-fangenen Klalk-Gu» (Constitutionnelle) noch jetzt mishandelt.

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