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Chaves
aufs Neue, um die von Don Pedro dem Königreiche gegebene Constitution (vom23. April 1826) zu vernichten, die Regentschaft zu stürzen und den InfantenDon Miguel auf den Thron zu erheben. Priester und Mönche schürten im Gehei-men das Feuer des Aufruhrs an, und Don Miguels Bertraute, C, und der Mar-quis von Abrantes, machten sich gefaßt, für ihn an die Spitze der Insurrection zutreten. Sie kannten Don Miguels wahre Gesinnung und standen mit der Köni-gin in Verbindung^ Nun ward ein Aufruhrsmanifest unter Don Miguels Na-men in ganz Portugal verbreitet, angeblich aus Wien vom 9. Iul. 1826 datirt.Zwar wurden die ersten Unruhen in Traz os Montes bald unterdrückt; aber diefanatisirten Bauern scharten sich aufs Neue in der Gegend von Chaves zusammen.Ihr Feldgefchrei war: „Hoch lebe Spanien! Es gebe uns einen absoluten König!Tod den Engländern! Tod Allen, welche die Charte beschworen!" Nun pflanzteE. zu Villa Real das Panier der Empörung auf und proclamirte Miguel l. alsPortugals absoluten König. Dasselbe that der Marquis von Abrantes in'Algarbien.Er rief die Königin Mutter zur Regentin aus und errichtete eine Regierungsjuntazu Tavira. Der Aufstand in Algarbien ward zwar unterdrückt und C. flüchtetesich nach Galicien; allein bald sammelte er zu Toro, im spanischen Königreiche Leon,portugiesische Flüchtlinge, wobei sein Oheim, der General Silveira, vorzüglichthatig war. Durch die apostolische Junta in Spanien mit Waffen, Munition,Geld und Transportmitteln reichlich versehen, ging er wieder über die Grenze zu-rück (im November 1826) und proclamirte aufs Neue Don Miguel I., und dessenMutter als Regentin; auch berief er eine Regierungsjunta, zu deren Präsidentener ernannt wurde, nach Braganza. Diese Junta verlegte ihren Sitz nach Lamego.Mitglieder derselben waren der Vicomte Montalegro, der Vicomte Villa Garcia,der Baron Eartano de Mello und vr. Agostenho. Darauf besetzte eine ScharRoyalisten die Stadt Chaves; eine andere, unter dem Befehl des Generals Sil-veira, die Stadt Miranda. Die Besatzungstruppen erklärten sich für die Insur-genten. So sielen Villaviciosa (33 Stunden von Lissabon), Braganza lam 22.Nov.) und Lamego (2. Dec.) in ihre Gewalt. Schon zog E. im Anfange182? gegen Oporto, als es den consriturionnellen Generalen Mello, Claudino,Villaflor und Angeja gelang, ihn zu umgehen und die Linie des Duero zu behaup-ten. Der General Stubbs deckte Oporto, wo endlich englische Schisse mit Trup-pen am 23. Dec. in den Hafen einliefen. Doch ehe das britische Hülfscorps vonLissabon her vorrückte, waren bereits die Insurgenten zowol in Alemtcjo als imnördlichen Portugal unter C. (am 9. Jan. von Villaflor bei Pcnnaverde) geschla-gen, zerstreut und nach Spanien zurückgeworfen worden. C. verlor das Ver-trauen seiner Partei; er mußte den Oberbefehl an den Vicomte Montalegro ab-treten, und an Silveira's Stelle trat Molellos. Das constitutionnelle Heerunter dem Marquis d'Andeja stand jetzt an der spanischen Grenze,- einer spanischenObfervationsarmee gegenüber. Jndeß unternahm fortwährend von Spanien ausder berüchtigte Telles Jordao Streifzüge über die portugiesische Grenze. Bei ihmbefand sich C., während seine heroische Gemahlin nach Madrid eilte, um neueUnterstützungen für die portugiesischen Insurgenten bei der apostolischen Junta zubewirken. Bald drang C. mit mehren vereinigten Guerillas, .nebst andern Ban-denführern, wieder in Portugal ein. Er stand bereits nur noch vier Stunden vonOporto, und bedrohte Braga; allein General Stubbs vereinigte sich mit Villaflorbei Penaful, und beide schlugen die Insurgenten am 5. Febr. unweit der Brückenvon Prado und Porto. C. entfloh mit wenigen seiner Getreuen nach dem HafenGuardia und rettete sich abermals auf das spanische Gebiet. Hier wurden dieInsurgenten auf Befehl der spanischen Regierung entwaffnet, denn England er-
*) Das britische Cabinet war nämlich damals die Stütze der Coustitutionnellcn
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