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Regierung anzuknüpfen, und für eine Minlstersrelle, verbunden mit Lehon und deBrouckere, derselben seinen Beistand zu Schwächung der übrigen Opposition anzu-tragen. Das Triumvirat scheiterte, wie bekannt, an van Maanen's loyaler Starr-heit und C. setzte darauf alle Hebel in Bewegung, welche bei seinen geheimenVerbindungen mit Paris und mit den Hauptern der Apostolischen ihm zu Gebotestanden. Beim Ausbruche der Revolution erklärte er sich früh genug für dieselbe,lavirte jedoch gleichwol noch einige Zeit, bis der Ausgang der letzten gemeinschaft- ,liehen Generalstaatensitzung im September ihn bestimmte, ganz und entschiedenPartei für jene zu ergreifen. Als C. von dem gleich verhaßten Staffart, seinemFreunde und ehemaligen Collegen in der Satrapie, begleitet, aus dem Wagen stieg,um in die Halle der Nationalrepräsentanten zu treten, konnte der allgemeine Volks-unwille kaum von Gewaltthätigkeiten abgehalten werden. Die erste Periode derRevolution ließ ihn ohne ostensible Thätigkeit und ohne besondere Auszeichnung,da das jüngere Geschlecht mit seiner gewaltsamen Begeisterung sich so hastig vor-drängte und den alten Meistern die für sie bereit gehaltenen Plätze wegnahm.Allein nach den vier Tagen in Brüssel suchte man geübtere diplomatische Ta-lente, wie das seinige, und C. erhielt, nicht ohne geheimen Verdruß, die zwei-deutige Auszeichnung, unter Van de Weyer, dessen Feinheit größer als seinMuch gewesen, als Präsidenten, das diplomatische Comite zu zieren. Von die-ser Zeit an ward er meistens zu Missionen nach Paris gebracht, in welchen erseine ganze alte Fertigkeit wieder zu bewähren verstand und für den neugebilde-ten Staat und dessen Revolution unter den vorwaltenden Umständen alles Mög-liche leistete. (33)
Censur, s. Preßfreiheit.
Chalmers (Georg), geb. 1742 zu Fochabers in der schottischen GrafschaftMoray, studirte zuerst in Aberdeen unter dem berühmten Reib, und später dieRechte in Edinburg. Er ging darauf nach Nordamerika, wo er bis zum Ausbrucheder Revolution als praktischer Rechtsgelehrter lebte. Nach seiner Rückkehr ließ ersich in London nieder, und seine ausgebreiteten Kenntnisse der Handels- und Colo-nialverhältnisse verschafften ihm eine Stelle bei dem Handelsministerium (Board oltrade), die er 39 Jahre lang bekleidete. Er starb 1825. Er schrieb unter andernstatistischen Werken: „Bolitical annals ol tlle united colonies" (London 1789,4.)und „Orr tlie compatlve stren^tli ok (lreat Britain duririF tlle ^iresent and tour1>recedinF rei^us" (London 1782 und 1786). Sein Hauptwerk aber ist „(Ale-donia, or a topograjAneal tnstor^ ol Nortli IZritain" (4 Bände, Edinburg1897,4.). Es enthält gründliche Untersuchungen über die ältere Geschichte Schott-lands, besonders auch in Beziehung aufPinkerton'sHypothesen über den Ursprungder Pikten, und ist reich an vielfältiger Belehrung Er gab 1799 in zwei Bändeneine „Oollection of treaties iietvveen <7reat Britaiu and otller powers" heraus.Unter seinen biographischen Werken ist die Lebensgeschichte des berühmten Verfas-sers des Robinson Crusoe, Daniel de Foe (London 1799) auszuzeichnen, und seinein demselben Jahre erschienene Biographie des Thomas Paine machte viel Aufsehen.Die Werke des schottischen Dichters Allan Ramsay gab er 1899 mit einer Biogra-phie desselben heraus, und 1896 die Gedichte des Schottländers Sir David Lyndsay.An dem Streite über den von Jreland bekannt gemachten angeblichen NachlaßShakspeare's (1796) nahm er lebhaften Antheil und vertheidigte dessen Echtheit.
Chalmers (Thomas), einer der geachtetsten Theologen der presbytc-rianischen Kirche und der berühmteste Prediger Schottlands, wurde 1779 geboren.Er erhielt nach Vollendung seiner akademischen Studien ein Pfarramt, und seinRednertalent wurde bald so bekannt, daß man ihn nach Edinburg berief, bis ihmendlich eine einträgliche Predigerstelle in Glasgow verliehen ward. Als er 1823eine Reise nach London machte, predigte er mehrmals vor einer unermeßlichen An-