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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
371
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rung in die Sklaverei nach Afrika abzuführen anfing, war England die ersteMacht, welche unverzüglich nachdrückliche Maßregeln ergriff; es schloß mit Ruß-land den Vertrag vom 4. April 1826, woraus der Vertrag vom 6. Jul. 1827zwischen England, Rußland und Frankreich hervorging, dessen weitere Folgen nochnach C.'s Tode die Schlacht bei Navarin am 20. Oct. herbeiführten, die von demHerzog von Wellington zwar ein beklagenswertes (untowaiA) Ereigniß genanntwurde, aber doch den Grund zur Freiheit Griechenlands legte und nach Jahrhunder-ten noch gesegnet werden wird. Auch die Unabhängigkeit von Brasilien und die Aus-einandersetzung mit Portugal ging durch C.'s Hände, welcher sie, ohne irgend einenVortheil für England zu bedingen, mit großer Mühe durchführte. Nur im all-gemeinen Interesse der Menschheit wurde den Brasiliern die Abschaffung des Ne-gerhandels zur Pflicht gemacht. Uberhaupt ließ der hochherzige C. keine Gelegen-heit, für dieses letztere Ziel zu wirken, unbenutzt. Er war kaum eine Woche imAmte, als er sich deshalb an den Congreß zu Verona wendete, wo jedoch nichts aus-gerichtet wurde; aber die sämmtlichen neuen Staaten in Amerika mußten beiihrer Anerkennung versprechen, dieses schändliche Gewerbe zu unterdrücken. MitNordamerika wurde, nachdem durch eine Parlamentsacte vom 31. März 1824der Sklavenhandel für ein Verbrechen erklärt und der Seeräuberei gleichgesetztworden war, ein Vertrag geschlossen, jedoch vom Senat nicht genehmigt. Alleinobgleich noch jetzt dieser Handel mit Menschen nicht unterdrückt ist, so haben dochC.'s menschenfreundliche Bemühungen noch nach seinem Tode Früchte getra-gen. Durch ein brasilisches Gesetz vom 17. August 1827 ist der Sklavenhandelvom Jahre 1830 an gänzlich verboten worden, und auch mit Portugal sind des-halb neuere Verträge geschlossen. Mit gleichem Eifer nahm sich C. auch der inden englischen Colonien noch vorhandenen Sklaven an, um sie gegen die Grau-samkeiten ihrer Herren zu beschützen, ein Gegenstand, welcher für einen englischenMinister noch delicater war als der Sklavenhandel, weil er hier die mächtigePartei der Plantagenbesi'tzer sowol in den Colonien als im Mutterlande gegen sichhatte, und weil wirklich von einer unvorbereiteten und unvorsichtigen Veränderungin den Verhältnissen der Sklaven in Westindien große Erschütterungen und Ge-fahren für die Herren der Sklaven zu besorgen sind. C. ging daher auch mit dergrößten Vorsicht zu Werke und mäßigte einen von Buxton im Mai 1823 an dasParlament gebrachten Vorschlag, daß die Sklaverei in den britischen Colonienbaldmöglichst abgeschafft werden solle, dahin, daß der Zustand und Charakter derSklaven verbessert werden möge, um sie der Rechte anderer Unterthanen fähig undtheilhast zu machen; aber auch dieses wurde in den Colonien mit solchem Wider-willen ausgenommen, daß man von Lostrennung derselben zu sprechen anfing.(S. Sklaverei.) In den innern Angelegenheiten des Landes fängt sich mit C.,ebenso wie in demSystem der auswärtigen Politik, eine neue Periode an, und wenn erauch hierin die Einzelnheiten der Ausführung den mit ihm verbundenen Ministernüberlassen mußte, so geschah dies doch nicht, ohne daß er sich selbst mit dem Systemim ganzen Zusammenhange vertraut gemacht hatte, und er machte mehre Reisendurch das Land, um überall nach eigner Kenntniß und Einsicht handeln zu können.Auch hier, in den Angelegenheiten des Handels, huldigte er durchgehende demPrin-cip der größern Freiheit und Gegenseitigkeit. Die alten Navigationsgesetze warenschon 1821 gemildert worden, indem man gestattete, daß die Erzeugnisse der dreiWelttheile, Asien, Afrika und Amerika, nicht blos (wie vorher) direct aus demLande ihres Ursprungs, sondern aus was immer für einem Orte nach England ein-geführt werden konnten, und indem das Verbot, europäische Waaren auf andernals auf britischen oder Schiffen ihres Ursprungs nach England einzuführen, vongewissen Artikeln aufgehoben wurde. Diese Freiheit wurde noch durch das Lager-hausgesetz von 1821 weiter ausgedehnt, nicht ohne große Widersprüche der

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