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Erster Band (1832) A bis E
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Seite
349
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Tode stimmte er mit den Ministern, während der kurzen Zeit, wo Fox an der Spitzeder Staatsverwaltung stand, und als B. 1807 für Westminster gewählt wurde,stieg der Much und der Ehrgeiz des gefeierten Volksführers, der immer lauterfür die Nothwendigkeit einer wahren und gleichmäßigen Repräsentation sprach.Allgemeines Stimmrecht und jährliche Parlamente waren die Grundlage seinesReformplans. Als 1810 ein unbedeutender Schriftsteller wegen eines Aufsatzes,den das Haus der Gemeinen für eine grobe Verletzung feiner Vorrechte erklärte,mit Gefängniß bestraft wurde, ergriff B. die Gelegenheit, sich in der Gunst desVolks zu befestigen, und ließ ein Schreiben an seine Wähler drucken, das einemAnHanger der Ministerialpartei Veranlassung gab, auch gegen ihn die Anklage ei-ner Verletzung der Würde und der Vorrechte des Hauses zu erheben. Es ward,trotz allen Anstrengungen der Opposition, ein Verhaftsbefehl gegen ihn erlassen;B, aber widerstand, von einem Volksausstande beschützt, drei Tage lang der Voll-ziehung des Befehls, bis er endlich, nachdem die Gerichtsbeamten in sein Hausgedrungen waren, mit Gewalt in den Tower gebracht wurde, wo er zwei Monate,bis zur Prorogation des Parlaments, gefangen saß. Er blieb seitdem seinen An-sichten treu und sprach oft gegen die Ausschreitungen der Minister. Für die Ab-schaffung der im britischen Heere üblichen grausamen körperlichen Züchtigungenkämpfte er 1812 mit Kraft und Wärme, aber so fruchtlos als Andere bis in dieneueste Zeit dafür gesprochen haben. Nach Napoleons Rückkehr von Elba drang erauf Frieden mit Frankreich, und beschuldigte die Minister einer Verletzung der Ver-trage, wodurch sie den Sturz des Kaisers herbeigeführt und die Bourboniden, derenName mitTreulosi'gkeit gleichbedeutend sei, wieder aufdcn französischen Thron gesetzthatten. Erbrachte 1818benAntragaufdieVerbesserungderverderbtenParlaments-verfassung von Neuem ins Unterhaus und verfocht die früher von ihm aufgestelltenGrundsatze einer radicalen Reform. Gegen die Maßregeln, durch welche Castle-reagh (1819) aus Furcht vor Verschwörungen die Freiheit der Presse beschränkte,erhob er sich wie Andere ohne Erfolg. Er trat indeß allmälig aus der ersten Reiheder heftigen Wortführer der Volkspartei, theils weil mit vorrückendem Alter dieihm natürliche Indolenz zunahm und das jugendliche Feuer seines Ehrgeizesdampfte, theils weil das Interesse der Güteraristokratie ihm nicht fremd war, wieer besonders bei den Verhandlungen über die Korneinfuhrgesetze zeigte. Er behieltjedoch stets das Vertrauen seiner Wahler und unterließ nie, für die großen Zweckeder Whigpartei zu kämpfen. Als Canning überwiegenden Einfluß gewann, nä-herte er sich mit seinen politischen Freunden dem Ministerium. Er sprach seitdembesonders auch für die Rechte der Katholiken in Irland und brachte 1827 den An-trag zur Erleichterung derselben ins Parlament, indem er durch den versöhnendenGeist seiner Vorschläge die starren Gegner zu gewinnen suchte; aber obgleich vonCanning unterstützt, siel sein Antrag, jedoch nur mit einer sehr geringen Mehrheit,durch. Als er 1828 seinen Antrag wiederholte und durch eine kräftige, seiner bestenZeit würdige Rede unterstützte, entschied das Unterhaus für die Nothwendigkeit, denKatholiken in Großbritannien und Irland politische Rechte zu gewähren, und dieserSieg trug wesentlich dazu bei, die lange bestrittenen Maßregeln im nächsten Jahre zurVollziehung zu bringen. (S. Emancipation derKatholike n.) Bei den Ver-handlungen über die Parlamentsreform 1831 und 1832 stritt auch er unter der al-ten Fahne, sowol im Unterhause als in den zur Beförderung derselben gestiftetenVolksversammlungen. Die politische Nationalunion in London erwählte ihn zu ihremVorsitzer; als aber in einer ihrer Verhandlungen die Aristokratie angegriffen wurde,verrieth B. abermals, daß ihm das Interesse derselben nahe lag, und verließ unmu-thig die stürmische Versammlung. Ohne sich durch gründliche Studien zu dem Berufeeines Staatsmannes vorbereitet zu haben, hat sich B., durch natürliche Anlagenunterstützt, während eines langen parlamentarischen Lebens viel Gewandtheit rr-