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Brougham and Vaux
len in England war, deren wohlthätiger Einfluß in Schottland sich seit dem 17.Jahrhundert erprobt hatte, und die als ein dringendes Bedürfnis in einem Landeerschienen, wo nur der vierzehnte Theil der Bevölkerung Unterricht erhielt. Auchdieser, allerdings in manchen Theilen gegründeten Einwürfen ausgesetzte Entwurfblieb erfolglos; die Regierung unterstützte ihn nicht, und da B., vermuthlich umdie machtige Kirchenpartei zu gewinnen, die Kirchfpielfchulen der bischöflichen Auf-sicht unterwerfen wollte, so erhoben sich auch die zahlreichen AnHanger andererGlaubensparteien gegen seine Vorschlage. B. war desto thatiger, außerhalb desParlaments seine wohlthätigen Absichten auszuführen, und war er bei der Enthül-lung derMisbräuche in den öffentlichen Anstalten nicht frei von politischen Par-teieinflüssen, so ward er hier nur von dem Antriebe reiner Menschenliebe geleitet. Erhatte schon 1816 Fellenberg's Landgut in Hofwyl besucht, er kannte die Grundsatze,auf welche Robert Owen's Anstalt in Lanark gebaut war, und hatte sich überzeugt,daß die von jenen Männern gegründeten Einrichtungen auch für die Armen einergroßen Stadt eine Wohlthat sein würden. In Verbindung mit Lord Lansdown,Macauley und andern achtbaren Mannern, gründete er 1819 eine Kleinkinder-schule (Inlaut scRool) in Westminster, die durch Owen einen in seiner Anstalt ge-bildeten Lehrer erhielt und ebenso glücklichen Fortgang als schnelle Nachahmungfand. Er that noch mehr, sein berühmtes Wort: „Der Schulmeister ist überall",wahr zu machen. Das glückliche Beispiel, welches I)r. Birkbeck schon 1800 durchseine Vorlesungen über angewandte Naturlehre für Handwerker gegeben, und dasspater'in Edinburg und andern Städten Schottlands erfolgreiche Nachahmunggefunden hatte, erweckte B.'s lebendige Theilnahme, und er war einer der eifrig-sten Beförderer einer Bildungsanstalt für Handwerker (Necllanics' mstiwticm),welche, seit 1824 von einem Privatverein gegründet, in London besteht. B.erläuterte die Zwecke dieser Anstalt und entwickelte die allgemeinen Grundsätze, vonwelchen die Beförderung der Volkserziehung ausgehen muß, in seinen trefflichen„?i-acticai observations upnn tlle eckucation oktlie people" (London 1825), vonwelchen in rascher Folge 19 Auflagen erschienen und über 50,000 Abdrücke ver-breitet wurden. Vom Volke selbst, sagt er, müsse die Beförderung seiner Bil-dung ausgehen, aber es sei der Beruf der Verständigen im Volke, welche dasBedürfniß und die Vortheile geistiger Ausbildung zuerst erkannt, das Werk anzu-greifen. Als Bildungsmittel empfiehlt er die Herausgabe wohlfeiler belehrenderSchriften, die Stiftung geselliger Vereine zu geistbildender Unterhaltung und faß-liche Vorträge über gemeinnützige Wissenschaften. Mit diesen erfolgreichen Be-mühungen stand die Stiftung einer Gesellschaft zur Verbreitung nützlicher Kennt-nisse in Verbindung, die B. eifrig beförderte; aber so gut der Plan der von ihrseit 1825 herausgegebenen Sammlung von Volksschriften war und so geistreichB. die Reihe eröffnete, so ist doch die von Andern geleitete Wahl der Gegenständespäter nicht durchaus glücklich gewesen. Wie jene Anstalten auf die geistige Er-hebung der arbeitenden Volksclasse berechnet waren, so wurde bei den ossenlie-genden Gebrechen der beiden Landesuniversitäten die Stiftung einer großen Lehr-anstalt zur Verbesserung der Erziehung der höhern Classen als ein Zeitbedürfnißerkannt, das durch die von B. eifrig beförderte Gründung der Londoner'Uni-versität (f. d.) befriedigt werden sollte. — B.'s Antrag zur Verbesserung derbürgerlichen Gesetzgebung geht von dem Grundsatze aus, daß die englische Rechts-pflege, als das Erzeugniß eines untergegangenen gesellschaftlichen Zustandes, demdringend mahnenden Aeitbedürfnisse angepaßt werden und das verzögernde undkostspielige Gerichtsverfahren, welches nur durch seine innige Verbindung mit an-dern Staatseinrichtungen und durch den Eigennutz der Rechtsgelehrten so langeaufrecht erhalten werden konnte, einer wirksamem Handhabung der Gerechtigkeitweichen muß. Das wesentlichste Mittel, den Hauptgebrechen des bisherigen Zu-