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gen gegen den Rationalismus einzuschreiten haben" (Leipzig 1830), und in dem-selben Sinne sprach er über mehre andere Angelegenheiten der Zeit in einzelnenAbhandlungen, vorzüglich in der „Oppositionsschrist für Christenthum und Got-tesgelahrtheit", und mehren andern Zeitschriften („Hermes", Pölitz's „Jahrbücher"und im „Reformationsalmanach"). Wenn er in seiner zeitgemäßen Schrift: „Überdie Unkirchlichkeit dieser Zeit im protestantischen Deutschland" (Gotha 1820 und1822), ein zum Theil aus der protestantischen Denkfreiheit durch Misbrauchhervorgegangenes Gebrechen unserer Zeit mit fester Hand angriff, so wird keinVorurtheilsfreier darin einen Widerspruch mit seiner sonst bewiesenen Freisinnig-keit in religiösen Angelegenheiten erblicken. Auch als politischer Schriftsteller istB. in mehren Schriften aufgetreten, wie in der wahrend des französischen Drucks1806 anonym erschienenen und von den Franzosen in Berlin confiscirten Schrift:„Deutschland und Preußen, oder das Interesse Deutschlands am preußischenStaate", dann in der „Darstellung des vierjährigen Krieges der Verbündetenmit Napoleon Bonaparte in den Jahren 1812 —15" (2 Bde., Annaberg1816). Seine neueste Flugschrift ist: „Der Simonismus und das Christen-thum" (Leipzig 1832). (21)
Breuer (Friedrich Ludwig), geboren zu Dresden am 28. Februar 1786,Doctor der Philosophie, sächsischer geheimer Legationsrath und ordentliches Mit-glied des Staatsraths. Nachdem er von 1801 — 6 in Leipzig und Göttin-gen Philosophie, Rechts- und Staatswissenschaften ftudirt hatte, erhielt er 1807die Zulassung zur juristischen Praxis, wurde darauf 1808 als Legationssecretairin München und 1810 in gleicher Eigenschaft am westfälischen Hofe angestellt,im Frühjahr 1813 aber als Legationsrath in das Departement der auswärtigenVerhältnisse gezogen. Von da an bis 1815 war er auf den Reisen und währendder Gefangenschaft des Königs Friedrich August in dessen Gefolge, zum Theil mitdiplomatischen Aufträgen im Hauptquartier der verbündeten Mächte und auf demCongresse zu Wien. Er stand von 1815 —17 der sächsischen Gesandtschaft ampreußischen Hofe als Geschäftsträger vor und ward im letztgenannten Jahre in dasCabinet zurückberufen, wo er seit 1822 die Stelle eines ersten vortragenden Cabi-netsrathes bei dem Departement der auswärtigen Verhältnisse bekleidete. Seineerste schriftstellerische Arbeit war seine 1805 zu Leipzig erschienene Dissertation:„ve bonis Avitis". In den verhängnißvollen Jahren 1814 und 1815, woSachsens Selbständigkeit ein Hauptgegenstand der Unterhandlungen der verbün-deten Mächte auf dem Congresse zu Wien war, schrieb er einige amtliche und halb-amtliche Denkschriften. Unter diesen ist die wichtigste das „Lxpose de ta marckepoiiticpte du roi de Siixe" (deutsch unter dem Titel: „Der König von Sachsenund sein Benehmen in den neuesten Zeiten", Leipzig 1815), welches im Jul.1814 allen europäischen Mächten mitgetheilt und dem Congresse gleich nach derEröffnung desselben gleichfalls vorgelegt wurde. Diese Denkschrift entwickelte allevon der sächsischen Regierung seit 1807 gethanen Schritte und zog daraus dasendliche Ergebniß, daß der König und sein Volk sowol wegen der, von den Verbün-deten gegebenen Versprechungen als wegen des wohlverstandenen politischen In-teresse aller Staaten berechtigt wären, die unverkürzte Erhaltung Sachsens und sei-nes rechtmäßigen Fürstenstammes zu erwarten. Darauf folgten einige andereSchriften, welche durch eine wahrhafte Darstellung der Verhältnisse auf die viel-fach irregeführte öffentliche Meinung zu wirken suchten: „Ein Wort über die Zu-kunft Sachsens und seines Königshauses" (1814); „Zuruf an Sachsens Patrio-ten" (1814) und die für die Geschichte jener Zeit besonders schätzbare: „Wiewurden wir, was wir sind?" (1815). Im „Literarischen Conversationsblatt" undandern Zeitschriften stehen mehre politische und linguistische Aufsätze von ihm, undzu dem, zur Unterstützung des Waisenhauses in Pirna bestimmten „Waisenfreund"