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schaft zu Kiel, von wo er 1809 nach Kopenhagen berufen und zum königlichenLeibarzt ernannt ward. Er ist jetzt Conferenzrath und Ritter des Danebrogordens.Als praktischer Arzt hat er sich in Danemark Ruhm erworben, als Schriftstelleraber gehört er der deutschen Literatur mehr als der danischen an, da die Mehrzahlseiner Werke in deutscher Sprache geschrieben sind. Unter seinen Schriften sind ^auszuzeichnen: „Beurtheilung der Schrift: 8ur le sz-steme coutmental" ^penhagen 1815); „Pathologie" (Hamburg 1808 und Kopenhagen 1815); „Wr ipsychische Heilmittel und Magnetismus" (Kopenhagen 1818); „Uber humanes jLeben" (Schleswig 1825). Seine neueste medicinische Schrift über die Cholera(Kopenhagen 1831) zeichnet sich wie seine übrigen Werke durch Gelehrsamkeit undReichhaltigkeit aus. Einige kleinere Schriften, die in dänischer Sprache erschienen,wurden aus seiner Handschrift übersetzt, wie: „Om Industrien og Midleren til densBefordring" (Kopenhagen 1812) und einige in danische medicinische Zeitschrifteneingerückte Abhandlungen. (4)
Brandt (Heinrich von), preußischer Major, ward 1789 im Westpreußi-schen geboren, und nachdem er auf dem Gymnasium zu Königsberg eine sorg-faltige Vorbildung erhalten hatte, bezog er 1805 die dortige Universität, um sichder Rechtswissenschaft zu widmen; als jedoch 1806 der Krieg ausbrach, der dieFranzosen bis an die äußersten Grenzen des Staats führte, verließ er mit sehr vie-len Studenten die Universität, um in die Reihen der Vaterlandsverthcidiger zutreten. Nach dem tilsiter Frieden verabschiedet, begab er sich nach seiner Heimath,die zu dem damals gebildeten Herzogthum Warschau gehörte. Der Marschall Da-vouft und der Fürst Poniatowski, welchen er sich vorzustellen Gelegenheit hatte,boten ihm Dienste an, doch schlug er diese Anträge damals aus und folgte seinenAltern, die ihren Wohnsitz tiefer in das Innere Polens verlegt hatten. Die Anfech-tungen aber, welchen die deutschen Bewohner des neuen Landes ausgesetzt waren,wenn sie sich nicht ganz den neuen Verhältnissen anschlössen, bewogen ihn, andere Le-bensplane aufzugeben und wieder Kriegsdienste zu nehmen. Er wendete sich an Da-voust, der damals allmächtig im Herzogthume Warschau war, und der Marschallstellte ihn im zweiten Weichselregiment an, mit welchem B. bald darauf nach Spa-nien ging. Seine Division stieß zur Armee von Aragon, welche die größten Er-folge erkämpfte, seit Marschall Suchet sie anführte. Von der Eroberung von Za-ragoza bis zur Einnahme von Valencia nahm B. an allen großen Ereignissen desKampfes Theil, und seit er bei der Eroberung von Tremedal viel Tapferkeit bewie-sen hatte, ward er von Suchet mit großer Auszeichnung behandelt. Er erhielt ausder Hand des Marschalls bald nachher das Kreuz der Ehrenlegion, und durch de»General Chlopicki, den er in dem Gefechte bei Villel aus einer drohenden Ge-fahr befreit hatte, das Ritterkreuz des polnischen Militairverdienstordens, dasdamals einzig in der Armee war. Drei Mal verwundet und dennoch nur Lieute-nant, verließ er 1812 Spanien, um nach Rußland zu ziehen. Als bei dem Durch-marsch durch Paris die Division vom Kaiser gemustert wurde, fragte er den muzwei Orden gezierten jungen Offizier: „Oomdien as-tu <le blessures?" Huferhaltene Antwort erkundigte sich der Kaiser, welcher Offizier in der Compagnie Mund als er von dem Obersten erfahren hatte, daß der Hauptmann in Paris krauliege, sagte er, zu B. sich wendend: „l8ü dien, tu es jeune encore, tu ser.i-capitame plus tarcl." Nach der Einnahme von Smolensk war er unterjenigen, die zur Beförderung vorgeschlagen wurden, und kaum bemerkte Napole^ihn unter den Vortretenden, als er zum Obersten sprach: „<0elui-ci äevall«leja capitaine a ?aris; taites le capitaine achutant-major." Als der Huzug begann, war B. im Lazareth zu Moskau. Zu Wagen, zu Pferde, hau 'hauch nur auf Krücken gehend, mit theilweise erftorenen Gliedern, legte er un >^den abenteuerlichsten Verhältnissen den langen Weg zurück und kam mtt