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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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Bran

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reitenden Leibgarde, Ritter und Commandern aller schwedischen Orden und Rittereiniger russischen und preußischen Orden. Er benutzte bis 1826 selten seinen Ein-^ 5 fluß bei dem Könige und mischte sich nicht in Angelegenheiten, die seinem militai-rischen Berufe fremd waren; um jene Zeit aber zerfiel er mit dem Staatsrath vonNordin, der bis dahin bei dem König viel gegolten hatte, besonders hinsichtlich derVerwandlung einer gewissen Steuer. Der Graf setzte zwar seine Meinung bei denReichsständen durch, doch nicht ohne lauten Einspruch von mehren Seiten, und erkonnte seine Absicht nicht erreichen, ohne Vielen Aemte'r, Titel und andere Vergün-stigungen zu versprechen, und um diese Zusagen zu erfüllen, mußte er sich an seinenköniglichen Gönner wenden. Seitdem nahm sein Einfluß immer mehr zu. Nor-din schied aus dem Staatsrats, ohne daß jedoch B. einen Platz in demselben oderunter den Ministern eingenommen hatte. Je weniger seine Theilnahme an denStaatsangelegenheiten eine öffentliche und sichtbare ist, um so mehr wird er benei-det, und das Ziel des lauten Tadels mehrer Zeitungen, welche den von ihm ausge-übten Einfluß als eine Camarillaregierung bezeichnen. In der gewöhnlichen Mei-nung von seiner Macht ist ohne Zweifel viel Übertreibung, und sein Charakter alsPrivatmann sehr achtungswerth; er hat sich jedoch einige Schritte erlaubt, welchezwar wenig Nachtheil gebracht, aber viel gereizt haben, wie die durch ihn, undzwar aus Privatrücksichten, beförderte Anstellung eines ganz ungeschickten Di-rectors der königlichen Theater, welcher sich, von dem Grafen beschützt, trotz der lau-ten Rügen der öffentlichen Blatter, lange behauptete. Nicht minder nachteiligwirkte auf die öffentliche Meinung der Ton einer 1831 entstandenen Zeitungsichülleruesllmllet"), welche nach dem allgemeinen Glauben im Solde des Gra-fen steht, und deren Herausgeber, der aus einem wüthenden Liberalen ein ebensowüthender Ministerieller geworden ist, sein Amt so ungeschickt verwaltet, daß ersich der Verachtung und dem Spotte ausgesetzt hat, wobei ein großer Theil des Ta-dels auf seinen Gönner zurückfallt. (6)

Bran (Friedrich Alexander), geb. zu Rybnitz den 4. Marz 1/767, war inder ersten Halste seines Lebens ziemlich unstat und verweilte in mehren LandernEuropas bald kürzere bald längere Zeit. Wichtig für sein ganzes folgendes Lebenwurde sein Aufenthalt in den Niederlanden, zur Zeit jener auch diese Gegendenvielseitig bewegenden Unruhen der französischen Revolution. Hier scheint sich zuerst,und nicht ohne besondere Einwirkung der Umgebungen, sein Geist der Geschichte,Statistik und Politik zugewandt zu haben. Um 1800 ließ er sich zu Hamburg nieder,und hier erschienen, jedoch ohne seinen Namen, seine „Miscellen", welchen 1804„Die nor sehen Miscellen" folgten. Zu gleicher Zeit lieferte er auch Aufsatze in die„Minerva 7 Als Archenholz, dem die vielbewegte Zeit immer mehr und mehr fremdund unverstandlich ward, 1809 sich zur Ruhe setzte, übernahm B. die Heraus-gabe jener Zeitschrift, zuerst unter Archenholz's Oberaufsicht, ein Jahr spater jedochselbständig. Durch die Freisinnigkeit seiner Ansichten, durch die Schärfe seiner Ur-theile und die Redlichkeit seines Strebens erwarb er sich die Achtung aller Wohl-gesinnten, und selbst den französischen Behörden wußte er durch große Gewandtheitein gewisses Wohlwollen abzugewinnen. Bald aber, als die so viel Aussehen er-regende Schrift des Spaniers Cevallos in einer deutschen Übersetzung erschien, undfranzösische Kundschafter erspähten, daß B. dieselbe heimlich übersetzt und ver-breitet habe, verwandelte sich das Wohlwollen der Fremdlinge in die eifrigste Ver-folgung. Als Flüchtling weilte B. kurze Zeit zu Leipzig, von wo er nach Pragging. Hier, wo er bis nach der Schlacht bei Leipzig sich aufhielt, erschien die Zeit-schrift „Kronos", welche jedoch, ungeachtet des großen Beifalls, den sie in denöstreichischen Staaten gewann, nicht lange bestand, da ihr die Wendung der Er-eignisse, worauf sie hinwirkte, vorauseilte. B. ging wieder nach Leipzig, und die„Minerva", welche bis dahin noch den Namen ihres ersten Herausgebers getragenConv.-Lex. der neuesten Zeit und Literatur. I. 19