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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
286
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rückgekehrt, ward er zwar von der Emlgrantenlkste gestrichen, er scheint aber derdamaligen Regierung wenig Vertrauen eingeflößt zu haben, und lebte in Verges-senheit, bis sein ehemaliger Mitschüler an der Spitze des italienischen Heeres dieLaufbahn seines Ruhmes eröffnet hatte. B. schrieb ihm, und Bonaparte beriefihn 1797 zu sich nach Gratz, wo er ihn zu seinem Secretair ernannte. Seitdemwar er der unzertrennliche Begleiter des Feldherrn in Ägypten, und in demFeldzuzeden die Schlacht von Marengo endigte, bezog mit dem ersten Consul die Tuilcnmund wurde 1891 zum Staatsrath ernannt. Seine Kenntnisse, seine Gewandt-heit machten ihn zu einem nützlichen Gehülfen; er gewann großen Einfluß undgenoß in hohem Grade das Vertrauen seines Gebieters; in nicht minder hohemGrade abeb scheint er das Gefühl seiner Unentbehrlichkeit gehabt zu haben, und umso leichter konnte es seinen Feinden gelingen, Bonaparte, dessen Eigenliebe dabeiins Spiel kam, gegen ihn einzunehmen. Der durch unbesonnene Börsenspekulatio-nen verursachte Bankerott eines Banquiers, bei dessen Lieferungen für die Armeeder Cabinetssecretair betheiligt war, gab Anlaß oder Vorwand zu seiner Entfernung,da man es für unangemessen erklarte, daß ein mit den Staatsgeheimnissen vertrau-ter Beamter in solche Unternehmungen sich einlasse. B. verlor daher gegen Endedes Jahres 1892 seine Stelle, ward aber durch Vermittlung seiner Freunde 1805zum außerordentlichen Gesandten bei den Ständen des niedersächsischen Kreisesernannt. Während seines Aufenthalts in Hamburg erwarb .er sich durch die mil-dernde Vollziehung der ihm gegebenen strengen Befehle, besonders in Beziehungauf die Ausgewanderten, viele Freunde, während er seinen Widersachern Waffen !gegen sich in die Hand gab. Auch dem bei Lübeck im November 1896 in Kriegs-gefangenschaft gerathenen General Blücher bewies er schonende Rücksichten, welchedieser nach dem siegreichen Einzüge in Paris dankbar vergalt. Er hat es selbernicht verhehlt, daß er schon 1819 die Rückkehr des bourbonischen Herrscherstammes 'für wahrscheinlich hielt, und er ging so weit, dem russischen General Driesen, ci- lnem eifrigen Anhänger des Grafen von Provence, den Entwurf eines royalisti- ^ «sehen Aufrufs an das französische Volk zu geben, als dessen Verfasser er dem vcr- '?bannten Fürsten bald bekannt wurde. Obgleich er sich, wie es scheint, um jeneZeit nicht in offene Verbindungen mit der bourbonischen Partei eingelassen hat, so vist doch, nach seiner eignen Vermuthung, jene mittelbare Begünstigung ihrerfeindseligen Plane gegen die Regierung, welcher er diente, ein Anlaß zu dem Arg-wohne geworden, den Napoleon gegen ihn hegte, und der durch die Einflüstcrun- Igen seiner Feinde immer gereizt wurde. Napoleon hielt ihn eines heimlichen Ein- ^Verständnisses mit den Engländern verdächtig, und B. war, als er 1811 vonHamburg nach Frankreich zurückkehrte, oft mit dem Verluste seiner Freiheit be- !droht, wie er versichert; sein Jugendfreund scheint jedoch die alte Zuneigung gegenihn nie ganz vergessen zu haben. Vergebens schmeichelte sich B. lange mit derHoffnung, die verlorene Gunst wiederzuerlangen. Aus seinen Geständnissengeht hervor, wie empfindlich ihm die getäuschte Erwartung gewesen ist; als aberNapoleon am Ende des Jahres 1813 ihn als Unterhändler zu den Verbündetennach der Schweiz senden wollte, schlug B. den Antrag aus; denn das glänzendeGestirn, in dessen Stralen er sich gewärmt hatte, war erbleicht, und die siegreü ^chen Heere des europäischen Bundes bedrohten von allen Seiten Frankreichs Gren- szen. Er und seine Familie waren im Winter 1813 eifrig beschäftigt, bourbonischeProclamationen abzuschreiben und zu verbreiten, er erwartete nicht den Fall seinesalten Freundes, offen Partei gegen ihn zu nehmen, und war bereits tief in dasInteresse der Nestauration verwickelt, als der 39. März 1814 es entschied, daß erdie vortheilhafteste Partei ergriffen hatte. Durch Talleyrand's Vermittelung warder von der provisorischen Regierung zum Generaldirektor der Posten ernannt. Baldnach Ludwigs XVIII. Rückkehr aber erhielt durch den Einfluß des Grafen von Bbv