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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
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277
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ÄH,, Bornhauser 277

wachen, dessen Wahl zu zwei Lritttheilen dem Volk« und zu einem Drltttheil e!«

nem durchs Volk bezeichneten Wahlcollegium überlassen wurde. Ob dieser neue großek Mach blos provisorisch sei, ob er die Verbesserung unverzüglich vornehmen und sieden Kreisen zur Bestätigung vorlegen müsse oder nicht, das Alles blieb unbestimmt.Das Volk witterte, daß man der liebgewonnenen Machtherrlichkeit nicht aufrichtigentsagt, die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, wieder ans Nuder zu gelangen' und bei günstigen Umstanden diese Unbestimmtheit nützen zu können. Die Führerdes Volkes waren verlegen, der große Rath hatte zu wenig gethan für sichern Siegder Freiheit und zu viel für festen Widerstand; es war eine halbe Maßregel. InWfche andern Cantonen schienen sich die Freisinnigen mit solchen halben Maßregeln be-

gnügen zu wollen. Im Thurgau war die Stimmung getheilt. Um über dieseWch ^ ^ Stimmung ins Reine zu kommen, beschloß man, aus jedem Kreise etwa zwei Ver->d traute auf den 18. Nov. nach Weinfelden einzuberufen; weil aber die Einladung

rn, : nicht geheim genug geschah, so erschienen daselbst etwa 3000 Mann. Bei gehal-tener Umfrage ergab es sich, daß einige Kreise an der Petition der 2500 festhal-^ andere dem Gesetze vom 9. Nov. Folge leisten, und noch andere nur mit In-

struttionen wählen wollten. Diese Verschiedenheit der Ansichten schien umso bedenk-^er, da die Aristokraten nicht ohne Erfolg auf das Mistrauen beider Confessionenhatten. Darum trat B. vor dem versammelten Volke auf, warnte vorZwietracht, rieth, daß die Kreise die Wahlen nach dem Gesetze vornehmen, aberWlchMM auch sieben Punkte als Instruction festsetzen möchten. Das Wesentliche dieserPunkte, unter dem Namen der „sieben guten Raths" bekannt, bestand darin, daßder neue große Rath sich nur für provisorisch ansehen, daß er die Wünsche des Vol-WMA M iz kes über die Verfassung einholen, und das neue Grundgesetz den Kreisen zur Ge-WchmMG nehmigung vorlegen, daß er die directen Volkswahlen und die Öffentlichkeit in die-irMMik-M ses Gesetz aufnehmen möchte. Diesen guten Rathschlägen, die vom Volke jauch-lerAlM'M zend angehört und nachher von 27 Kreisen zur förmlichen Instruction erhobenÄWaiiM? wurden, dankte man es, daß die Eintracht wieder befestigt, und am 25. Nov. man-MuM M. cher Aristokrat übergangen wurde, der sich nicht dazu verstehen wollte, AuftrageMM M vom Volke anzunehmen. Die Wahlen sielen gut aus, die Freunde der Reform,W imMu; unter ihnen der gewandte Eder und der feurige Keller, hatten das Übergewicht,l, MchMlch Wie man B. früher den geistlichen Stand oft vorgeworfen hatte, so sollte dieser ihnjetzt ganzlich von dem Werke entfernen, das vorzüglich er angebahnt hatte. Das^ Gffetz vom 9. Nov. gab dem Volke die Wahl frei unter allen weltlichen Bürgern,MÄG lM nur die Geistlichen schloß es davon aus, obgleich weder die Verfassung von 1803noch diejenige von 1814 etwas von solcher Ausschließung sagte. Und doch ruhte,da Keller noch nicht bekannt und Eder bei beiden Confessionen verdächtigt worden. sj war, des Volkes ganzes Vertrauen auf B. Die 15 Kreise verlangten daher aus-

' drücklich, daß B. den Berathungen über die Verfassung als Ehrenmitglied beiwoh-

^ ' tikDU nen sollte. Bereitwillig nahm ihn der neue große Rath zuerst in die Sechzehner-commission und dann in die eigne Mitte auf. So war das schielende Gesetz vom' 9. Nov. allmälig verbessert, und wenn auch nicht dem Namen, doch der Sache

ein Verfassungsrath ins Dasein gerufen worden, der bis nach beendigter Re-^sorm der Verfassung, auch die Verrichtungen eines großen Rathes übte. Die Ver-> ->z, Kl.^ Weigerung der auf den 28. Oct. angeordneten Wahlen und die am 25. Nov. vor-^ «4 dir ^' Mommenen Verbesserungen des Gesetzes vom 9. Nov. sind zwei Äußerungen derÄ ^Kkssouverainetät, die den Gang der thurgauischen Staatsveränderung auf eine

eigenthümliche Weise bezeichnen. Diese besonnene Festigkeit erbitterte die Ari-^^aten, deren Ränke sie vereitelte. Unermüdet wurde die Behauptung wieder-^ ^ s^ diesen Männern der Freiheit nur um Ämter zu thun, die Reformirten

^!!' möchten sich vor Eder als einem verkappten Jesuiten hüten, die Katholiken aber B.,^ die Klöster aufheben wolle, nicht trauen. Besonders wurde B. von mehren Sei-