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Erster Band (1832) A bis E
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zu Bar sur Aube, gehörte 1791 zu den Gemäßigten in der gesetzgebenden Ver-sammlung, und war einer der einigsten Bertheidiger der Glaubensfreiheit. Erklagte Marat an, erschien aber seit dem 10. August nicht mehr in der Versamm-lung und wurde 1793 als Verdächtiger verhaftet. Als er nach Robespierre'sSturze seine Freiheit erhalten hatte, lebte er bis zu Bonaparte's Erhebung in derZurückgezogenheit. Lucian Bonaparte, Minister des Innern, zog ihn wieder her-vor und gab ihm den Auftrag, das Departementalwesen zu ordnen und die Prä-fecte zu ernennen. B. bekam die Präfectur von Rouen, behielt sie bis 130b,und wurde dann Staatsrath. Napoleon gab ihm 1807 den Auftrag, das neuewestfälische Königreich zu organisiren, und Hieronymus ernannte ihn zum Fi-nanzminister; 1808 kam er, mit dem Grafentitel, an die Spitze der Verwaltungdes Großherzogthums Kleve und Berg. Nach der Schlacht bei Leipzig wurdeB. von Neuem Präfect im Departement du Nord; nachdem aber der Senatden Kaiser des Thrones verlustig erklärt hatte, nahm B., der von Napoleonmit Gunst überhäuft worden, von der provisorischen Regierung das Mini-sterium des Innern an, aber seine kurze Amtsverwaltung beschrankte sich bei-nahe darauf, Heinrichs IV. Standbild von Gips am 1>oiit ueul aufzustellen.Unter Ludwig X VIII. mußte er sich mit der obersten Leitung der Polizei begnügen,that jedoch alles Mögliche, um die Gunst des neuen Fürsten zu erwerben, und gabzu vielen Spottbildern und Witzspielen Anlaß, als seine unausführbar strengen An-ordnungen die Sonntagsfeier einschärften und der Fronleichnamsprocession beizu-wohnen geboten. Die gezwungene Sonntagsfeier wurde später von der Deputirten-kammer gesetzlich eingeführt, und dauerte noch länger als die Regierung der Restau-ration. Durch jene Maßregel empfahl er sich bei Hofe, und man ernannte ihn 1815zum Marineminister. Darauf folgte er, die Zukunft ebenso scharfsinnig berech-nend als Talleyrand, dem flüchtigen Könige nach Gent, kehrte mit ihm nach Pa-ris zurück, und die Regierung machte ihn aus Dankbarkeit zum Oberpostdkrector,nahm ihm aber diese Stelle bald wieder und ließ ihm nur den Ehrentitel einesStaatsministers. Deshalb vielleicht trat B. 1815 in der Deputirtenkammer zurOpposition; nach dem 5. September näherte er sich jedoch dem Centrum immermehr, und schnell seine Gesinnungen wechselnd, sprach er 1819 von Neuem sehr frei-sinnig, vertheidigte die Preßfreiheit gegen Labourdonnaye und trug zur Verwerfungdes von Barthelemy ausgegangenen Vorschlags über die Veränderung des Wahl-gesetzes nicht wenig bei. Man gab ihm endlich Hoffnung zur Pairswürde; nunsprach er ebenso eifrig gegen die Preßfreiheit, und legte, um Pair zu werden, seineDeputirtenstelle nieder, allein die Regierung ließ ihn im Stich. Endlich wurdeer nach langem Harren von Karl X. zum Pair ernannt, um seine Würde inFolge der Iuliusrevolution wieder zu verlieren, und er soll sich seitdem, in Gemein-schaft mit dem ehemaligen Oberjägermeister Girardin, in karlistische Intrigueneingelassen haben. (15)

Beuth (R. C. W.), königlich preußischer wirklicher geheimer Ober-regierungsrath und Director der Abtheilung für Handel, Gewerbe und das ge-summte Bauwesen, Mitglied des Staatsraths, geb. zu Kleve am 28. Nov. 1782.In früher Jugend wurde die Neigung zu Kunst und Naturwissenschaften in ihmgeweckt, und er machte sie bereits in Berlin, wo er vom Jahre 1794 an seinenSchulunterricht beendigte, zum Gegenstande des Studiums. Nachdem er inHalle seit 1798 die Rechte und Kameralwissenschaften studirt hatte, trat er 1801als Neferendarius der kurmärkischen Kriegs- und Domainenkammer und desManufactur- und Commerzcollegiums in den Staatsdienst und ward 1806 As-sessor bei der Kammer in Baireuth, jedoch von dem damaligen Staatsminister vonHardenberg in dessen Ministerium beschäftigt. Er wurde 1809 zum Regie-rungsrath bei der Regierung zu Potsdam befördert, und als Hardenberg im fol-