Beudant
Beugnot
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qer Jüngling gab er, von der Liebe begeistert, lyrische Gedichte heraus. Vaterlands-liebe begeisterte ihn zu der Dichtung „Sveri^es ^imr" (Schwedens Ahnen), dievon der schwedischen Akademie gekrönt wurde. Er schrieb außer dem Trauerspiele:Erich XIV.", das selbst im Auslande Aufmerksamkeit erregte, noch zwei andere,^Hildegard" und „Torkel Knuthon", und zwei Opern, die bis jetzt noch ungedrucktsind: „Ryno" und der „Troubadour". Die erste dieser Opern wurde von demtalentvollen, zu früh durch den Tod hinweggerassten Künstler Eduard Brendler inMusik gesetzt, die Composition der andern aber hat der Kronprinz selbst übernom-men. Anmuth und Lieblichkeit, ein mildes und warmes Gefühl wehen in seinenDichtungen, und obgleich die strengere Kritik gegen Plan und Charakterzeichnungin seinem „Erich" Einwürfe machen könnte, so haben doch Diction und Verskunst inseinen Arbeiten einen hohen Grad der Vollkommenheit, wie es von einem so mu-sikalisch gebildeten Dichter zu erwarten ist. (6)
Beudant (F. S.), Ritter der Ehrenlegion, Mitglied der Akademieder Wissenschaften und Professor an der pariser Universität, aus Paris gebür-tig, war früher Zögling der polytechnischen und der Normalschule, dann Repe-tent an letzterer Anstalt, 1811 Professor der Mathematik am Lyceum zu Avignon,1813 Professor der Physik am College von Marseille, wurde in der Periode derRestauration von Ludwig XVIIl. beauftragt, dessen mineralogische Sammlungaus England nach Frankreich herüberzubringen, und sodann als Unterdirector beiderselben angestellt. Seit dieser Zeit widmete sich B. insbesondere der Mineralogie,und leistete den verschiedenen Zweigen dieser Wissenschaft sehr ausgezeichneteDienste. Zuerst der Geognosie durch seine 1811 unternommene Reise nachUngarn, deren Resultate er in dem reichhaltigen Werke: mineraivAigue
et Feologigue en Httngrie" (Paris 1822, 3 Bde., 4., nebst Atlas) bekanntmachte: ein Werk, welches besonders für die Trachytformation und die Tertiär-gebilde Ungarns sehr wichtig ist, daher auch der dritte, eine systematische Zusam-menstellung der geognostischen Resultate enthaltende Band durch Kleinschrod insDeutsche (Leipzig 1825) übersetzt wurde. Schon früher hatte der Verfasser dieBearbeitung eines „Lssui d'nn ccmrs elemenwire et General Ues sciencesgues" unternommen, von welchem der physische Theil als „Druite elementaire <1spstysigiie" bereits die vierte Auflage, und eine Ubersetzung ins Deutsche durch Hart-mann (Leipzig 1831) erlebte. Weit mehr Aussehen erregte jedoch der mineralogischeTheil:„'1'raite elementare 3e mineraloFie"(Paris 1824),in welchem der Verfassernicht nur auf der Grundlage von Ampere's kreisförmiger Zusammenstellung derElemente ein zwar künstliches, aber in vieler Hinsicht sehr ansprechendes Mineral-system aufstellte, sondern auch in der Behandlung des Details, zumal der chemi-schen und optischen Verhaltnisse, sehr zweckmäßige und nachahmungswerthe Fort-schritte entwickelte, daher das Werk nicht nur in Frankreich allgemeinen Beifall,sondern auch im Auslande vielfältige Anerkennung fand, die für Deutschland ins-besondere durch Hartmann's sehr bereicherte Übersetzung (Leipzig 1826) gefördertwurde. Als selbständiger Forscher trat B. früher besonders in seinen Untersuchun-gen über die Abhängigkeit zwischen chemischer Zusammensetzung und Krystallisa-tion, über die Möglichkeit des Fortlebens von Meeresmollusken in süßem Wasserund umgekehrt, sowie neuerdings durch seine wichtigen Arbeiten über das specifsscheGewicht der Mineralien und über die Diskussionen der chemischen Analysen derMineralkörper, welche beide letztere, ihrem wesentlichen Inhalte nach, in die zweiteAuflage seiner Mineralogie (Paris 1836) übergegangen sind, und wol zur Auf-klärung mancher Erscheinungen beitragen dürften, die außerdem zu Fehlschüssenveranlassen können. Die Bereicherungen dieser zweiten Auflage hat Hartmann ineinem Anhange zu seiner Übersetzung (Leipzig 1832) geliefert. (19)
Beugnot (Jacques Claude, Graf), Expair von Frankreich, geb. 1761
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