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Erster Band (1832) A bis E
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Beskow

Uekuts" ln Napoleons Sinne fortgesetzt wurde. Nach der zweiten RückkehrLudwigs XVIIl. übernahm der Ältere wieder die Leitung seiner Zeitung, indeß derJüngere zu den Staatsgeschäften berufen wurde. Die Regierung wollte ihn indie Deputirtenkammer bringen, und trug ihm daher den Vorsitz eines der Wahl-collegien der Stadt Paris auf, das ihn auch zum Deputieren ernannte. Seitdemward Berlin de Vaux mehrmals zum Volksrepräsentanten in jener Kammer er-nannt. Er stimmte lange mit dem Ministerium, wie denn auch das „Icmrn-ll llezckäbats" über zehn Jahre lang ein ministerielles Blatt blieb und sich den Frei-sinnigen heftig widersetzte, wiewol nicht mit dem blinden Eifer der ultraroyalisti-schen Blatter. Besonders blieben die beiden B. ministeriell, so lange als ihr Freundund ehemaliger Mitarbeiter Chateaubriand mit dem Ministerium Villele zu-sammenhielt. Als sich dieser aber mit seinen College» überwarf und von ihnen derköniglichen Gunst beraubt wurde, sprachen sie heftig wider Chateaubriand's Geg-ner im Ministerium, behielten aber immer eine hohe Achtung vor der königlichenWürde und der Geistlichkeit. Kurz nach der Zurückkunft Ludwigs XVlll. warBertin de Vaux Generalsecretair des Polizeiministeriums. Als endlich ein anderesSystem aufkam, das aber nur auf k"rze Zeit bestand, wurde Bertin de Vaux in denStaatsrath berufen; unter Villele'S'Ministerium wurde er aber wieder außer Tä-tigkeit gesetzt, und stimmte mehrmals mit der Opposition wider unfreistnnige Maß-regeln der Minister. Wahrend Polignac am Nuder war, verhielt er sich ruhig und erhatte auch keinen Antheil an der Juliusrevolution. Sobald die OrdonnanzenKarls X. erschienen waren, setzten die Inhaber der freisinnigen Tagesblätter eineProtestatio» gegen die verordnete Censuc auf und weigerten sich, derselben Folgezu leisten. Die beiden B. unterschrieben diese Protestation nicht und waren ent-schlossen, wie es scheint, sich den von KarlX. ergriffenen ungesetzlichen Maßregeln zuunterwerfen, als die ausgebrochen? Revolution sie von dieser Notwendigkeit befreite.Ihre Zeitung nahm nun Partei für den Herzog von Orleans, und als dieser zumKönig erwählt worden war, gehörte sie zu seinen eifrigen Verfechtern und war einsder ministeriellen Organe. Bertin de Vaux wurde zum französischen Gesandtenbeim Könige der Niederlande ernannt, blieb aber nicht lange im Haag und kamwieder nach Paris zurück. Kurz nach der Revolution war er auch wieder in denStaatsrath aufgenommen worden. Bertin der Ältere ist Verfasser einiger we-nig verbreiteten belletristischen Schriften. Seine Tochter hat 1830 eine ita-lienische Oper in Musik gesetzt und zu Paris aufführen lassen, jedoch ohne gro-ßen Beifall. (25)

Beskow (Bernhard von), Oberdirector der königlichen Theater zu Stock-holm, wo er am 19. April 1796 geboren wurde. Als er seine Studien in Upsalavollendet hatte, erhielt er eine Anstellung in der königlichen Kanzlei, und von dcrNatur so sehr als vom Glücke begünstigt, erwarb er die Gunst des KronprinzenOskar, der ihn zu seinem Privatsecretair ernannte und in den Kreis seines nähernUmgangs zog, wo Literatur, Kunst und besonders Musik der Gegenstand dertäglichen Unterhaltung sind. Er kam schnell über die untern Dienststufen in derKanzlei, und wurde bald Kammerherr, Mitglied der schwedischen Akademie, Ritterdes Polarsterns und endlich 1839 Director der, durch die Ungeschicklichkeit sei-nes Vorgängers tief gesunkenen Theater. Die Erwartungen, welche diese Er-nennung erweckte, hat er vollkommen gerechtfertigt, und schon nach einem Jährtwar es ihm gelungen, das Theater aus dem Verfalle zu erheben. Vor dieser Amstellung, und zwar in den Jahren 1819, 1829,1821 und 1827, machte er Rei-sen in das Ausland, wo er mehre der bedeutendsten Männer, z. B. Göthe, Tieck,Schlegel, Sismondi, Thomas Moore, Delavigne, Victor Hugo, Ohlenschlägcr,Bonstetten, kennen lernte. Sein Talent für die Tonkunst verschaffte ihm einenfreundlichen Empfang bei den berühmtesten Künstlern. Schon als achtzehnjähü-