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von Privatlehrern. Schon 1799 in die Listen des östreichischen Heeres als Haupt-mann eingetragen, begann er als siebzehnjähriger Jüngling seine KriegslaufbahnEr zeichnete sich seitdem so sehr aus, daß er bereits 1805 Major, bei der Eröff-nung des Feldzugs von 1809 Oberstlieutenant und auf dem Schlachtfelde vonAspern Oberst ward. In der Schlacht bei Wagram führte er, mit der Fahne inder Hand, fein von den Feinden zurückgeworfenes Regiment wieder vor, und amzweiten Schlachttage den Abzug des linken Flügels deckend, warf er sich mit dem-selben Regiments einem ganzen Heerhaufen stürmend entgegen. Er erhöhte seinenKriegsruhm in dem Feldzuge von 1813, wo er bei Dresden und Kulm tapferfocht. Bald nachher ward er General und erhielt den Auftrag, eine deutsche Legionzu errichten, der sein Name großen Zulauf verschaffte und an deren Spitze er imsüdlichen Frankreich noch kurz vor dem Ende des Krieges wesentliche Diensteleistete. Nach dem zweiten pariser Frieden widmete er sich mit großem underfolgreichem Eifer den Angelegenheiten seines Hauses, welche durch die politischenVeränderungen in mancherlei schwierige Verwickelungen gerathen waren. Reisennach Paris und London waren hierzu erfoderlich. Ebenso führten die Angelegen-heiten seiner Standesgenossen, der Mediatisirten, als deren Bevollmächtigter er aus-zutreten hatte, in wichtigen politischen Aufträgen ihn abermals nach London, nachBerlin und nach Frankfurt am Main, wo er bemüht war, die streitigen Verhalt-nisse der mediatisirten deutschen Häuser auf guten Fuß zu bringen, wobei freilich,bei ganz veränderten Staatseinrichtungen und bei Verschiedenheit der Ansichtenund Interessen der Mediatisirten selbst, von den durch die Bundesacte aus deralten Reichsverfassung herübergezogenen Vortheilen und Rechten nicht Alles mehrzu retten war. In dieser Zeit wurde das bis dahin reichsgräfliche Haus Benrheim,gleichzeitig mit andern derselben Kategorie, von dem König von Preußen in denFürstenstand erhoben. Prinz Wilhelm empfing bei Gelegenheit dieser Verhand-lungen und Reisen das Commandeurkreuz des hanöverschen Guelfenordens unddes kurhessischen Löwenordens. Nach Ostreich zurückgekehrt, widmete er sichmit Eiser, in seiner Anstellung als Brigadier zu Prag, den Obliegenheiten undStudien des Kriegsdienstes. Er wurde 1826 vom Kaiser zum Inhaber ei-nes Infanterieregiments, im folgenden Jahre aber zum Feldmarschalllieutenanternannt, und erhielt seine Anstellung als Divisionair in Padua. Das Jahr 1831gab ihm Gelegenheit, bei dem Einschreiten der Ostreicher zur Unterdrückung desVolksaufstandes im Kirchenstaat, durch rasches Vorrücken und zweckmäßige An-ordnungen, sowie durch strenge Mannszucht und persönlich gewinnendes Beneh-men zur Stillung jener Unruhen glücklich beizutragen, was bekanntlich ohne großeKriegsvorfalle gelang.
Bentinck (William Henry Cavendish, Lord), der jüngere Bruder desHerzogsvon Portland, geb. 1774, diente im Heere, bis er 1803 zum Gouverneur von Ma-dras ernannt wurde. Nach seiner Rückkehr aus Indien ward er bei dem KönigeFerdinand von Neapel, der seit der Besetzung seiner Staaten auf dem Festlandein Sicilien lebte, als bevollmächtigter Minister angestellt, und erhielt den Befehl überdie Kriegsmacht, welche England nach dem Vertrage vom 30. März 1808 aufder Insel unterhielt, um sie gegen die Angrisse der Franzosen zu sichern, die mitder Eroberung derselben zugleich die Übermacht Englands im mittelländischenMeere erschüttert haben würden. Der englische Befehlshaber, ein Mann von kla-rem Verstände, ruhiger Überlegung und eiserner Beharrlichkeit in seinen Entwür-fen, konnte durch die Macht, die in seinen Händen lag, leicht verleitet werden, einerRegierung gegenüber, welche die Anhänglichkeit des gedrückten Volkes nicht auf ihrerSeite hatte, in die öffentlichen Angelegenheiten sich entscheidend einzumischen. Dieentschlossene, ehrgeizige und geistreiche Königin Karoline ertrug mit Unmuth dasÜbergewicht des britischen Heerführers, und kaum hatte Napoleon mit ihrer Ver-