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km der Herren Wilson, Bosdcvex und Bal, wurden zerfrört. Da eilten einigeBürger zum Magistrate. Sie verlangten Waffen und die Entfernung der Trup-pen, dann wollten sie das Volk beruhigen. Allein sie waren zu schwach. Der Pö-bel schrie ebenfalls nach Waffen; vergebens vertheidigten die Linientruppen dasWaffendepot. Das Volk stürmte in das Haus, die Bürger mit, Alles bewaffnetesich; doch mitten unter den Schrecknissen des Tages ordnete sich eine Bürgergarde,und Abends um 11 Uhr beruhigte ein Anschlag das Volk: das Militair habe sichin seine Casernen gezogen, und die Mahlsteuer sei aufgehoben. An den folgendenTagen, den 27. und 28., gelang es der Bürgergarde, welche den Baron Eman.van der Linden-Hoogvorst zu ihrem Commandanten emannt hatte, die Ruhe her-zustellen und den Pöbel von weiterer Verwüstung abzuhalten. Jndeß wurden nocham 27. die königl. Wappen abgerissen und im Park das Jlluminationsgerüste ver-brannt. Die königl. Truppen beschrankten sich auf die Bewachung des königl.Palastes.
Nun wehte in Brüssel die brabantische Fahne, und ein Bürgerverein trat zu-sammen, der den Baron von Secus, Mitglied der Generalstaaten, zum Präsi-denten, und den Advokaten Sylvain van de Weyer zum Secretair erwählte.Dieser dreitägige Aufstand der Zerstörung in Brüssel verbreitete wie ein elektrischerSchlag ahnliche Ausbrüche des Volkshasses und der Pöbelwuth über mehre derblühendsten Städte von Südniederland; aber auch hier — zu Lüttich, Möns, Lö-wen, Brügge, Gent, Antwerpen, Verviers u. s. w. — traten schnell die Bürger un-ter die Waffen, stellten die Ruhe her und errichteten Sicherheitscommissionen.Inzwischen waren eine Menge Fabriken und Waaren verbrannt, Maschinen zer-stört, Häuser geplündert und demolirt worden; vorzüglich traf dieses Schicksaldie Einnehmer und öffentlichen Beamten, sowie die Grenzbureaus. Die könig-lichen Wappen wurden zerschlagen, und die hier und dort aufgesteckte dreifarbigeFahne vcrrieth nur zu sehr das Dasein einer dritten Partei, der französischen.
Unterdessen hatte in Brüssel der Befehlshaber der königlichen Truppen, Gene-ralmajor Graf Wilhelm von Bylandt, in Folge einer Übereinkunft mit dem Com-mandanten der Bürgerwache, Baron van der Linden-Hoogvorst, am 28. Aug.öffentlich erklärt, daß die auf diesen Tag in Brüssel erwarteten Truppen nicht ein-ziehen würden, wenn die Obrigkeit mit den Bürgern Ordnung und Ruhe behaup-ten könnten. Vierundvierzig Bürger von Brüssel ernannten jetzt ihrerseits,ohne die Zustimmung des Gouverneurs und der Regen;, auf den Vorschlag desBaron von Secus, eine Deputation (Jos. van Hoogvorst, Mitglied der General-staaten, Graf Felix von Merode, Advokat Gendebien, Friedrich von Secus undKaufmann Palmaert), die dem König eine Adresse (vom 28. Aug.) überreichensollte, in welcher sie im Allgemeinen um Abhülfe der gerechten Beschwerden unddie Zusammenberufung der Generalstaaten baten. Der Sicherheitsausschuß zuLüttich sandte ebenfalls eine Deputation nach dem Haag, ließ aber seine Adressevom 27. August sofort bekannt werden. Er bat darin um gänzliche Verände-rung des jetzigen Verwaltungssystems, Entlassung der Minister, Zurücknahme derBotschaft vom 11. December, Einsetzung der Jury, und um Gesetze überdie Verantwortlichkeit der Minister, über den freien Gebrauch der französi-schen Sprache in allen gerichtlichen und administrativen Verhandlungen u. s. w.Auch Namur sandte eine Deputation, sie ward aber nicht vorgelassen. Die-selben Vorstellungen wurden von Möns, Löwen, Tournay, Charleroi, Aude-narde, Verviers, Huy, Grammont, Ath w. an den König gerichtet. — Der Könighatte bereits auf die erste Nachricht von den brüsseler Unruhen durch das Edict vom31. Aug. eine außerordentliche Versammlung der Generalstaaten für den 13. Sept.nach dem Haag berufen. Der brüsseler Deputation gab er zu erkennen, daß ihmallein das Recht zukomme, die Minister anzustellen und zu entlassen; in Fodcrun-