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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
197
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von der früher gewöhnlichen Ansicht wesentlich verschieden ist, nicht allein beiSprachforschern, sondern auch bei praktischen Schulmannern eine günstige Auf-nahme gefunden. Auch ist, wenn B.'s Grundansicht sich ferner bewährt, zu erwar-ten, daß auch die Grammatiken der fremden Sprachen eine andere Gestalt erlangenwerden, und daß insbesondere nicht mehr wie bisher die deutsche Grammatik in ih-rer Fassung naturwidrig von den lateinischen und griechischen, sondern die letzternnaturgemäß von der erstem ausgehen werden. Für Engländer ist seine Sprachlehrein einem 1831 zu London erschienenen Werke bearbeitet worden, das beim Unter-richt auf der dortigen Universität als Lehrbuch dient.

Beechey (Frederick William), hatte bereits eine beschwerliche Lehrzeit aufReisen in das Polarmeer gemacht, als er die Seefahrt antrat, die seinem NamenRuhm erworben hat. Er stand 1818 unter dem Capitain Franklin (s. d.),der mit dem Schisse Trent den Capitain Buchan begleitete, um über Spitz-bergen nach dem Nordpol vorzudringen, und war Parry's Lieutenant, als dieser1819 nach dem Polarmeere fuhr und auf der Melvilleinsel überwinterte. Nachseiner Rückkehr ward er gebraucht, die nördliche Küste Afrikas, von Tripoli ost-wärts, zu untersuchen, womit er von 1821 22 beschäftigt war. Er hatüber diese Unternehmung erst 1828, in Verbindung mit seinem Bruder, der seinBegleiter gewesen war, einen schätzbaren Bericht (?roceeckin^s ok tke expecki-tb>o to explore tüe n«rtüern const of Strien trom east^VArck") heraus-

gegeben, welcher Forschungen über das alte Cyrcnaica und die daselbst befindlichenAlterthümer mittheilt. Durch diese Reisen an alle Abwechselungen des Klimas ge-wöhnt, schien er vor Vielen zu der Unternehmung berufen zu sein, zu welcher die Ad-miralität ihn ausersah. Die Lösung der großen geographischen Aufgabe, einennordwestlichen Weg durch das Polarmeer in die Beringsstraße aufzufinden, wartrotz mislungenen Versuchen nicht aufgegeben, und die Regierung entschloß sich1824, gleichzeitig eine doppelte Unternehmung ausführen zu lassen. WährendParry den Auftrag erhielt, durch die Prinz-Regenten-Einfahrt den Weg nach Nord-westen aufzusuchen, trat Franklin 1825 eine Landreise an, um die von ihm ge-machten Entdeckungen an der Mündung des Kupferminenflusses mit dem entfern-testen bekannten Punkte auf der Nordwestküste Amerikas zu verbinden, und aufdiesem Wege die Gestalt der nördlichen Grenze jenes Erdtheiles zu bestimmen. Ersollte das Küstenland bis zum Eisvorgebirge erforschen und Kotzebue's Sund zuerreichen suchen. Vorsorgend aber wurde zugleich ein Schiff ausgerüstet, das dienöthigen Vorräthe mitnahm, da sich voraussetzen ließ, daß Parry und Franklinselbst in dem glücklichen Falle, wenn sie die offene See in der Beringsstraße er-reichten, ihre Hülfsmittel erschöpft haben würden. B. erhielt den Befehl über dasSchiff Blossom, das zu jenem Zwecke ausgerüstet wurde, und außer mehren ge-schickten Seemännern ward ihm auch der Naturforscher Tradescant Lay mitgege-ben. Er verließ England am 19. Mai 1825 mit dem Auftrage, um das CapHorn und durch das stille Meer nach der Beringsstraße bis zum Eisvorgebirge zusegeln, wo er im Jul. 1826 eintreffen sollte, die Zwischenzeit aber zur Erforschungdes stillen Meeres und zur Lösung einiger zweifelhasten geographischen Fragen zubenutzen. Nachdem das Schiff im August 1825 Rio Janeiro verlassen hatte, um-schiffte B. glücklich die Südspitze Amerikas, erreichte im November die Osterinselund zu Anfange des nächsten Monats die Pitcairninsel, wo er neue Nachrichtenüber die Gründung dieser Ansiedelung sammelte; nordwestwärts steuernd, erforschteer die zahlreichen Koralleninseln in diesem Theile des stillen Meeres, und währender 32 derselben genau untersuchte, hatte er Gelegenheit, über die Bildung solcherEilande (s. Ko ralleninseln) interessante Beobachtungen zu machen. Nach ei-nem langern Aufenthalt auf Otahiti, dessen gesellschaftlichen Austand er keineswegsvortheilhaft schildert, kam B. im Mai zu den Sandwichinseln, wo er glücklichere