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Erster Band (1832) A bis E
Entstehung
Seite
178
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Reise nicht selbst gemacht, sondern nur deren Beschreibung aus dem handschriftli-chen Tagebuche eines andern Reisenden herausgegeben. Maltebrun hat das Ganzeins Französische übersetzt (Paris 1807) und nebst Verbesserung einiger Fehler wissen-schaftliche und politische Noten hinzugefügt, wozu der Nationalftolz des Verfassersihm Veranlassung gegeben hat. Große Theilnahme fand auch B.'s 1807 erschiene-nes Werk,das Denkwürdigkeiten aus dem öffentlichen Leben des Lord Macartney ent-halt, obgleich die allzu große Parteilichkeit für feinen Gönner und Freund, die häufigdurchblickt, Manchen an jener Wahrheitsliebe zweifeln laßt, die man von Jedemzu verlangen berechtigt ist, welcher das Leben öffentlicher Personen schildert. Dasgediegenste seiner Werke ist unstreitig seine mit kritischem Forschergeiste geschrie--bene Geschichte der Nordpolarreisen (,,^- üistoricul accouut c>f inw tüe

urctiv re^ions", London 1818). Schon seit vielen Jahren als Untersecretair beider Admiralität zu London angestellt, hat er, wie ehedem Banks, den größtenEinfluß auf Verbreitung der Natur- und Erdkunde in dem ausgedehntesten Sinnedes Wortes. Keine wissenschaftliche Forschungsreise ist seit ungefähr 20 Jahrenunternommen worden, wozu B. nicht den Plan entworfen, das passende Personalvorgeschlagen oder durch vorgelegte Fragen und Anweisungen die Richtung derselbenvorgezeichnet hat. Ihm verdankt Parry die ebenso geistreiche als mit tiefer Kenntnißder Nautik und der atmosphärischen Einflüsse verfaßten Instruction zu seinen Nord-polreisen, sowie Roß und Buchan, Franklin und Richardson seinen Rath bei denoft wiederholten Versuchen zur Auffindung der Nordwestdurchfahrt in Anspruch nah-men. Mitglied fast aller Gesellschaften, die sich Erweiterung der Erd- und Him-melskunde zum Zielpunkte ihres Strebens gesetzt haben, hat er in England, alsSecretair der sich weithin verzweigenden königlichen Admiralität, durch lebendigesWort, im Auslande aber und selbst in Amerika, Asien und Neuholland, durcheine fast ununterbrochene Correspondenz manche Hebel in Bewegung gesetzt, derenKräfte früher in todter Hand unbenutzt schlummerten. Schon vor mehren Jahrenstellte er sich an die Spitze des Di-aveller's (llud, welcher thatkräftige Un-

terstützung wissenschaftlicher Reisen zum Zweck hatte, und gab in der Sitzung vom24. Mai 1830 die erste Idee zur Begründung eines Instituts für England, wieschon früher eines unter Maltebrun, Eyries und Larenaudiere in Paris, unddurch Ritter und Berghaus in Berlin entstanden war, und welches am 10. Jul.desselben Jahres unter dem Namen: ?lle FevFrapllicsI societ^ ok I^onckon, insLeben trat, und unter ihren Mitgliedern Männer wie Mountstuart-Elphinstone,Franklin, Frazer, Ward, Brisbane, Beechey, Parry, Ousely und Andere mehr zählt.Der Vorsitz wurde, wol nur mit Rücksicht auf Einfluß und Rang, dem ViscountGoderich, die Leitung und zweite Präsidentschaft aber einstimmig B. übertragen,der hier, wie in der Admiralität, die Seele des Ganzen ist. (8)

Bartels (Ernst Daniel August), seit 1828, wo er in des verstorbenenBerend Stelle an die Universität nach Berlin berufen wurde, ordentlicher öffent-licher Lehrer der Medicin und Director der medicinischen Universitätsklinik dafelbst,und Mitglied der wissenschaftlichen Deputation für das Medicinalwesen. Er istnach 1770 zu Braunschweig geboren, wo sein Vater als Consistorialrath lebte.Nachdem er 1801 zu Jena die Doctorwürde erhalten, prakticirte er in seiner Vater-stadt, wurde dann 1803 zum außerordentlichen Professor und Vorsteher der ana- ^tomischen Anstalt in Helmstädt ernannt, von dort 1805 nach Erlangen als ordent-licher Professor der Medicin und Geburtshülfe und Director der Entbindungsan-stalt, später (1810) nach Marburg, von hier schon nach einem Jahre als ordent-licher Professor nach Breslau berufen, von wo er jedoch 1821 abermals nach Mar-burg als Professor der Pathologie und Therapie und Director der klinischen Anstaltzurückging, bis er dem Rufe nach Berlin folgte. Den hessischen Hausorden vom gol-denen Löwen erhielt er 1827, und mehre gelehrte Gesellschaften haben ihn zu ihrem